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(Radsport)
In ein paar Tagen jährt sich der Skandal von 1998 um das Festina-Team. Bei der Mannschaft der damaligen Stars Richard Virenque und Alex Zülle wurde bei einer Durchsuchung große Mengen an Erythropoetin (EPO) gefunden. Am Ende beendeten nur 97 von 198 gestarteten Fahrern die Rundfahrt und der Radsport stand am Abgrund.
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Am Ende gewann Marco Pantani die Tour, doch auch bei ihm wurde knapp ein Jahr später bei Giro d´Italia ein erhöhter Hämatokritwert festgestellt. Besonders erschreckend war der Fund von EPO, weil der Öffentlichkeit gezeigt wurde, wie schlecht die damaligen Dopingkontrollen funktionierten. Alle Fahrer des Teams Festina wurde während der Tour negativ auf Doping getestet. Erst durch den Fund der verbotenen Mittel durch die französische Polizei wurde klar, dass bei den damaligen Routinekontrollen EPO nicht nachgewiesen werden kann. Alexander Zülle gestand nach anfänglichem Leugnen schnell die Einnahme und wurde ein halbes Jahr gesperrt. Sein Teamkollege Richard Virenque zögerte ein Geständnis bis zum Jahr 2001 hinaus, als er schließlich vor Gericht gestand und auch ein halbes Jahr gesperrt wurde. Laurent Dufaux wurde sieben Monaten gesperrt, Christophe Moreau und Didier Rous fünf Monate. Auch Laurent Brochard gestand EPO-Doping und wurde von der UCI gesperrt.
Nach dem Fund wurde nicht nur das Team Festina von der Tour ausgeschlossen. Auch das verdächtige Team TVM-Farm Frites wurde rausgeschmissen. Dazu traten aus Protest (oder zur eigenen Sicherheit) auch alle spanischen Mannschaften und das französische Team ONCE um Laurent Jalabert zurück. Auf der 17. Etappe organisierten die verbliebenen Fahrer einen Streik und kamen erst mit zweistündiger Verspätung ins Ziel. Erik Zabel äußerte sich damals wie folgt: "So macht es keinen Spaß mehr." Leider wurde Zabel selbst wegen Dopings überführt. Wer damals dachte, mit dieser Tour 1998 sei das Thema Doping verschwunden, sollte sich täuschen. Die letzten 10 Jahre brachten nur noch immer heftigere Geschichten ans Licht...
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