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(Leichtathletik)
Bei den Speerwerfern kündigt sich für die Deutschen Meisterschaften in Nürnberg am kommenden Wochenende (5./6.Juli) ein harter Kampf um die Medaillen an. „ Alle Athleten, die bisher die 80 Meter übertroffen haben, können sich den Titel bzw. die Medaillen holen“, schaut DLV-Disziplintrainer Ralf Wollbrück voraus. Das sind Peter Esenwein (LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg), Stephan Steding (Hannover 96), Alexander Vieweg, Matthias de Zordo (beide SV schlau.com Saar 05 Saarbrücken) und Tino Häber (LAZ Leipzig).
Doch im easyCredit-Stadion geht es nicht allein um den Titel, sondern auch noch um die Erfüllung der Olympianorm von 82,00 Metern. Nur Stephan Steding hat diese Marke bisher zweimal übertroffen, zuletzt beim Meeting in Zeulenroda mit der neuen persönlichen Bestleistung von 83,50 Metern. „Diese Weite war auch ein Zeichen, dass er seine Verletzungen, eine Zerrung und eine Reizung des Ellenbogens, überwunden hat“, schätzt Ralf Wollbrück die Situation ein.
Stephan Steding sitzt also fast schon im Peking-Flieger, aber eben nur fast. Für ihn kommt es in Nürnberg vor allem darauf an, sich im Kampf mit den drei anderen Olympia-Kandidaten Peter Esenwein, Alexander Vieweg und Matthias de Zordo, die allesamt allerdings noch ein zweites Mal die Norm erfüllen müssen, zu behaupten. Schaffen das alle drei, dann beginnt sicher das große Rechnen, doch soweit will der Disziplintrainer noch nicht denken.
Peter Esenwein hat gute Erinnerungen an Nürnberg
Peter Esenwein wollte den Normwettkampf in Zeulenroda ebenfalls wahrnehmen, musste aber wegen einer Verletzung absagen. Beim Europacup in Annecy (Frankreich) hatte er sich bei seinem Sieg eine Adduktoren-Zerrung zugezogen, und es wenige Tage später bei einem Wettkampf in Göteborg (Schweden) erst so richtig in Göteborg beim Einwerfen gemerkt. Dort konnte er nicht mit voller Kraft werfen, und so ist auch die magere Weite von 68,20 Metern zu erklären.
„Doch in Nürnberg rechne ich fest mit ihm“, meint Ralf Wollbrück. „Zumal der 40-Jährige an dieses Stadion noch gute Erinnerungen hat, denn er hat dort 2006 in einem Duell mit dem Rostocker Mark Frank mit einem hohen 83er-Wurf überzeugt. Das Problem könnte der Stadionkessel sein, denn man weiß vorher nie, wie der Wind wehen wird. Die Speerwurf-Anlage an sich ist gut.“
Junge Saarbrücker mit Ticket-Chancen
Chancen auf die Meisterschaftsmedaillen und auf die Olympiatickets haben auch die beiden jungen Schützlinge von Boris Henry, Alexander Vieweg und Mathias de Zordo. Alexander Vieweg kam in Zeulenroda weniger gut zurecht, warf nur 72,16 Meter. Mathias de Zordo kam zwar in Zeulenroda mit 76,48 Metern etwas weiter, aber man merkte ihm doch an, dass er durch Schulterbeschwerden gehandicapt war.
Ebenfalls in den Kampf um die Medaillen will Tino Häber eingreifen. Er steht bisher mit 80,10 Meter in der Jahresbestenliste, und ihm ist erneut ein weiter Wurf zuzutrauen. Er wird versuchen, am Mittwoch in Straßburg (Frankreich), wo auch Alexander Vieweg und Matthias de Zordo am Start sind, erstmals die Olympianorm zu werfen. Insgesamt liegt über dem Speerwurffinale von Nürnberg also viel Brisanz.
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