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© Foto: : Andreas Joneck
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Das richtungweisende Gruppenspiel gegen Russland wurde in der ExCel - Arena zu dem erwartenden Krimi, den Deutschland im Tie-Break mit 15:13 für sich entschied. Nach ausgeglichenem Beginn konnte sich das deutsche Team beim Stand von 12-11 nach einem erfolgreichen Angriff von Christoph Herzog erstmalig die Führung erarbeiten. Das Team fand nun die notwendige Sicherheit. Zuspieler Torben Schiewe (Celle)
Bei der zweiten technischen Auszeit hatte sich das deutsche Team eine 16-13 Führung erarbeitet. Das deutsche Team agierte druckvoll und auch der Block war von den Russen nur schwer zu überwinden. Beim 24-17 hatte Deutschland dann den ersten Satzball. Nach der vergebenen Aufgabe ging der erste Satz überraschend deutlich mit 25-17 an das deutsche Team.
Im zweiten Satz rannte das deutsche Team von Beginn an der Führung der russischen Mannschaft hinterher. Nach einem 5- Zwischenstand setzten sich die Russen auf 18-8 ab. Die deutschen Angreifer scheiterten immer wieder am russischen Block. Auch die Einwechselungen von Sayilir für Schiffler bzw.
Hähnlein für Schiewe brachten keine Wende. Mit 25-11 ging dieser Satz an das russische Team.
Im dritten Satz begann das deutsche Team mit Stefan Hähnlein für Torben Schiewe. Das Team konnte sich schnell eine 4-2 Führung erarbeiteten. In der Anfangsphase waren es immer wieder Thomas Renger und Heiko Wiesenthal, die sich für Punkte verantwortlich zeigten. Kapitän Jürgen schrapp punktete zur 8-6 Führung. Die deutsche Mannschaft fand nun zu ihrem Spiel zurück. Stefan Hähnlein fügte sich gut in das Spiel ein. Nun punktete im Angriff vermehrt auch Jürgen Schrapp. Nach einer 16-9 Führung bei der zweiten technischen Auszeit kam Russland auf 13-17 heran und Trainer Sonnenbichler nahm die Auszeit. Nach der Auszeit war das deutsche Team hellwach zurück und setzte sich auf 19-14 ab. Nach einigen leichten Fehlern nahm Trainer Sonnenbichler eine erneute Auszeit. Wieder folgte der gewünschte Effekt. Am Ende war es Christoph Herzog der die beiden letzten Punkte zum 25-19 machte.
Das deutsche Team, das erneut mit Stefan Hähnlein in der Startformation begann, scheiterte zu Beginn des Satzes am russischen Block und geriet mit 1-5 in den Rückstand. Beim Stand von 2-7 kam erneut Sayilir für Herzog. Der Leverkusener führte sich mit einem Blockpunkt gut ein. Beim 9-12 gab es eine unglückliche Tuschentscheidung gegen Deutschland. Nun setzten sich die russen auf 18-11 ab und bei Deutschland kam Schiewe für Hähnlein, der direkt punktete. Nun kam Herzog für Sayilir ins Spiel. Die deutschen Angreifer scheiterten eins ums andere Mal am russischen Block und gerieten mit 13-23 in Rückstand. Mit einem As beendete das russische Team diesen Satz zum 2-2 Satzausgleich. Somit musste der Tie-Break entscheiden.
Im Tie-Break kehrte die deutsche Startformation zurück auf das Feld. Das deutsche Team lag schnell mit 1-5 zurück. Nun nahm Kapitän Schrapp das Heft in die Hand und brachte das Team mit drei Punkten in Folge heran. Nach drei gelungenen Blockpunkten durch Herzog und Schiffler brachte Alexander Schiffler das Team zum Seitenwechsel mit 8-6 in Führung. Beim Stand von 11-8 schien das deutsche Team auf der Siegerstraße zu sein. Doch die Russen kämpften sich zurück und führten plötzlich ihrerseits mit 12-11 und 13-12. Heiko Wiesenthal war es dann vorbehalten mit einem Block zum 13-13 auszugleichen. Torben Schiewe brachte sein Team mit einer Aufgabe zum 14-13 in Führung bevor Jürgen Schrapp den Matchball verwandelte. Anschließend kannte der Jubel im deutschen Team keine Grenzen.
Mit diesem Sieg hat das Team von Trainer Sonnenbichler alle Chancen mit einem Sieg gegen Ägypten ihre Vorrundengruppe auf Platz 1 zu beenden.
Jürgen Schrapp: "Es hat sich wieder einmal gezeigt, dann man nie aufgeben darf. Nach den letzten Niederlagen gegen Russland waren wir heute einfach dran.
Bundestrainer Rudi Sonnenbichler: "Nachdem uns im vierten Satz die Durchschlagskraft gefehlt hat, habe ich im 5. Satz die Aufstellung um eine Position gedreht. Nach dem schlechten Start mit einigen unnötigen Fehlern hat uns Jürgen Schrapp zurück ins Spiel gebracht. Am Ende war es reine Willenssache. Es war an der Zeit, dass wir Russland schlagen. Ich bin stolz auf mein Team. Trotz des Sieges können wir immer noch Gruppendritter werden. Wir haben noch nichts erreicht."
Deutschland: Czpakowski, Hähnlein, Renger, Sayilir, Schrapp, Wiesenthal (alle TSV Bayer 04 Bayer Leverkusen), Herzog, Schiffler (BV Leipzig), Schlorf (SCC Berlin), Schiewe BSV Celle)
Cheftrainer: Rudi Sonnenbichler
Co-Trainer: Jürgen Vorsatz
Physiotherapeut: Stephan Henne
Scout: Volker Groß (OSP Rhein - Ruhr, Stützpunkt Essen)
Stichwörter:
Volleyball