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(Gewehrschießen)
3:2 Niederlage gegen SG Speyer folgt 3:2 Sieg gegen den SV Fenken
„Das ist anstrengend bis zum letzten Schuss“ war die Mitteilung, die die Heitersheimer Verantwortlichen unisono zu hören bekamen, wenn ihre Schützinnen und Schützen von der Feuerlinie zur Bande kamen. Das Leistungsniveau in der Regionalliga erlaubt kein Durchschnaufen, sondern erfordert höchste Konzentration vom ersten bis zum letzten Schuss. Beim ersten Wettkampf musste die junge Heitersheimer Mannschaft ihrer Unerfahrenheit noch Lehrgeld zollen, denn nach einer eigentlich immerwährenden Führung wurden zu Wettkampfende noch wichtige Einzelpunkte abgegeben und dadurch die erste Partie gegen Speyer 3:2 verloren. Larissa Hege an Position 5 war ein gutes Beispiel hierfür. Hatte sie ihren Gegner doch über weite Strecken im Griff. Als ihr aber die letzten 4 Schüsse in die Neun gingen, ließ sich ihr Gegner die Chance nicht entgehen und entschied die Begegnung für die SG Speyer. Da auch Claudia Lietz auf Position 4 und Ana Spajic auf Position 3 ihre kämpfe verloren, konnten auch die Siegpunkte von Susanne Schladebach und Fabienne Füglister auf den Position 2 und 1 die Niederlage nicht verhindern. Vielleicht war es gerade diese unglückliche Niederlage, die den Ehrgeiz der Heitersheimer Sportler weckte. Im Wettkampf gegen die Hausherren aus Fenken entwickelte sich wieder einmal ein Krimi wie ihn nur das Ligaschießen schreiben kann. Kurzen Prozess machte Hege diesmal mit ihrem Kontrahenten. Im Stil einer Klasseschützin holte sie mit 386 Ringen den ersten Punkt für Heitersheim. Stefan Frey, für Lietz in die Mannschaft gekommen, musste letztendlich trotz hervorragender Leistung mit 385 Ringen seiner Gegnerin den Vortritt lassen. Noch knapper war es für Spajic, die mit 383 Ringen und nur 2 Ringen Rückstand unterlag. Für den den zweiten Punkt für Heitersheim und damit den Ausgleich sorgte Schladebach, die 384 Ringen traf. Es kam also alles auf Position 1 an. Füglister für den KKSV Heitersheim traf auf die österreichische Nationalschützin Podbeskar, die an den Weltmeisterschaften im August Mannschaftssilber in dieser Disziplin gewonnen hatte. Ohne Respekt begann die junge Heitersheimerin und legte ihrer Kontrahentin ein Ergebnis von 393 Ringen vor, das diese aber kontern konnte und ebenfalls auf 393 Ringen kam. Damit musste ein Stechen um den Sieg entscheiden. Genau dies hatten die Trainer am Vorabend mit Füglister noch speziell trainiert und damit ein feines Händchen gezeigt. Füglister schoss als Erste, traf eine Zehn und beeindruckt vom Jubel im Heitersheimer Lager kam die Österreicherin nur auf eine 9 und danach brachen alle Dämme. Lautstark konnten die Heitersheimer ihren ersten Sieg und den erfolgreichen Einstieg in die Ligasaison feiern. Trotzdem trat Trainer Hariolf Schmid sofort als Mahner auf: „Dieser Sieg war sehr wichtig für die Moral der Mannschaft, denn nur über den Mannschaftsgeist werden wir in dieser Liga bestehen. Allerdings müssen wir uns sofort auf die nächsten Wettkämpfe konzentrieren. Sonst war dieser Sieg am Ende nur eine kurze Freude wert.“
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