|
|
|
© Foto: pixelio.de/khv24
|
|
(Fußball)
Der Ruf nach einem generellen Vuvuzela-Verbot bei der WM 2010 wird immer lauter - genauso wie der Lärm und das Bienenschwarm-Gebrumme der Fantröten an sich.
Nachdem auf einigen Fanmeilen hierzulande in NRW bereits die ungeliebten Vuvuzelas verboten worden sind, appellieren nun auch zahlreiche TV-Anstalten in ganz Europa an OK-Chef Danny Jordaan, die nervigen Fan-Instrumente aus den zehn WM-Stadien zu verbannen. Dieser antwortete auf dem britischen TV-Sender BBC: “Wenn es dafür Gründe gibt, ja."
Für viele Fans vor den Fernsehern dürften das monotone Brummen und das komplette Wegfallen von Fangesängen schon Gründe genug für ein Vuvuzela-Verbot sein. “Wenn irgendwelche Vuvuzelas aus Wut auf den Platz geworfen werden, werden wir handeln”, gab OK-Boss Jordaan ein Beispiel. Die zunehmenden Beschwerden von TV-Sendern und ihren Zuschauern würden sehr ernst genommen werden. “Wir überprüfen das laufend”, versicherte Jordaan.
Vuvuzela-Verbot: “Wir sind Gast in einer anderen Kultur und müssen damit leben.”
Der Vuvuzela-Lärm in den Stadien brachte seit dem Eröffnungsspiel in Johannesburg die Leitungen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ARD und ZDF zum Glühen. “Wir haben der Produktionsfirma HBS die Proteste unserer Zuschauer mitgeteilt. Auch andere europäische TV-Sender finden das nervig”, teilte ARD/ZDF-Teamchef Dieter Gruschwitz der Nachrichtenagentur dpa mit. Allerdings stehe es seiner Ansicht deutschen Sendeanstalten nicht zu, ein Vuvuzela-Verbot in Südafrika zu fordern. “Wir sind Gast in einer anderen Kultur und müssen damit leben”, so seine sicherlich nachvollziehbare Argumentation.
Ein Diskussionsthema in großen Fanrunden vor den Fernsehern war in den letzten Tagen auch die eventuelle Möglichkeit, das “Elefantentröten” über technische Wege akustisch schlichtweg auszublenden. Dazu sagte eine HBS-Sprecherin auf “Spiegel Online”: “Eine Eliminierung oder Filterung des Vuvuzela-Geräuschpegels ist technisch ohne eine Beeinflussung des Gesamtsignals nicht möglich.” Allerdings zeigten sich die TV-Anstalten hierzulande kreativ - so sorgte der “Vuvu”-Krach beispielsweise für das unverhoffte Comeback sogenannter Lippenmikrofone, die etwaige Störgeräusche von außen besser dämpfen würden als die modernen Headsets.
Stichwörter:
Fußball,
Fußball-WM 2010,
Südafrika,
Vuvuzela