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(Reiten)
Deutschland in der Gesamtwertung auf Platz 1 vor Australien und England. Romeike und Klimke in der Einzelwertung auf Platz 1 und 2.
Nachdem Hinrich Romeike gestern auf seinem Holsteiner Schimmel Marius einen sehr guten siebten Platz in der Dressur erreichen konnte, galoppierte er heute auf Platz eins der Einzelwertung.
Der Olympia Kurs, der im Vorfeld von einigen als "zu einfach" bezeichnet worden ist, wurde von keinem der startenden Paare in der vorgeschriebenen und zuvor verkürzten Zeit von acht Minuten absolviert.
Schneller als Romeike kamen nur zwei Reiter durchs Gelände, der Australier Shane Rose mit All Luck und der Brite William Fox-Pitt mit Edmore Park. Romeike platzierte sich auf Grund seines besseren Dressurergebnisses nun mehr mit 50,2 Strafpunkten vor seiner Teamkollegin Ingrid Klimke.
Klimke erzielte zwar das bessere Dressurergebnis, wählte am vorletzten Sprung, den Pagoden, auf Teamorder hin den längeren Weg.
Klimke: "Die Pferde werden zum Ende hin ziemlich ‘lang’, daher wurde die Heckenkombination, die noch einmal alle Konzentration von Pferd und Reiter forderte, “zu einem Risiko”."
Lob kam dem Bundestrainer zuteil, der mit jedem Reiter einzeln die Strecke abschritt, zuletzt noch einmal mit der gesamten Equipe.
Auf Anfrage erklärte die Reiterin, das nicht die Schwierigkeit der Sprünge das Problem seien, sondern die Konzentration, mit der Pferd und Reiter den auf 4600 m verkürzten Kurs absolvieren müssen. Sie kann sich für die gute Leistung bei ihrem Pferd Abraxxas bedanken, das Pferd war sehr gut im Gleichgewicht und kam gut durch die Wendungen.
Zu spüren bekam das der erste deutsche Starter, Peter Thomsen, mit "The Ghost of the Harmish", der am zweiten Sprung der Heckenkombination vorbeigaloppierte.
Das bedeutet zum einen ein Streichergebnis und Platz 44 der Gesamtwertung.
Thomsen gab sich jedoch sportlich und erklärte: "Das ist zwar ärgerlich für mich, aber ich glaube, dass meine Teamkollegen aus meinen Erfahrungen lernen konnten”.
Auch Frank Ostholt und Andreas Dibowski trugen ihren Teil zum "Overnight Ranking" bei, ihre Pferde Mr. Medicott und Euroriding Butts Leon gingen fantastisch durch den Busch, sie belegten Platz 12 und 8.
Die Deutschen liegen mit insgesamt 158,1 Minuspunkten nun in Führung vor großartig reitenden Australiern, die gestern noch die Dressurentscheidung mit 162, 0 Minuspunkten gewannen, und Großbritannien mit 173,3 Minuspunkten.
Nun stehen morgen noch die Springprüfungen auf dem Plan, in denen Australien nochmals angreifen wird, so belegten Megan Jones mit Courageous George (51,0) und Vize-Weltmeister Clayton Fredericks mit Ben Along Time (53,4) die Plätze drei und vier.
Fredericks Ehefrau Lucinda F. belegte nach vielen Zeitfehlern im Gelände "nur" Platz 11 im Gesamtklassement.
Alle Beteiligten sahen den heutigen Tag als Werbung für ihren Sport, es gab ingesamt nur drei Stürze, und nur 8 von 68 Paaren konnten den Kurs nicht erfolgreich beenden.
Quelle Foto: www.buschreiter.de
Quelle Zeiten/Minuspunkte/Platzierungen: www.reitwelten.de
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