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(Vielseitigkeitsreiten)
Romeike nun auch Einzel - Olympia Sieger der Vielseitigkeit! Marius - Das Pferd des Abends.
Romeike gewinnt nach der Mannschaftsgoldmedaille nun auch die Einzelgoldmedaille.
Marius, der im Springen gern mal ein wenig die Beine hängen lässt, gab sich keine Blöße, und sprang nach einem leicht holprigen Start ohne Fehl und Tadel.
Romeike schien es nicht glauben zu können, immer wieder klopfte er seinem Kameraden nach dem Zieleinritt zum Dank den Hals, ließ die Zügel los um zu jubeln - und dieses großartige Pferd galoppierte am hingegebenen Zügel durch die Arena, ohne mit der Wimper zu zucken.
Bei den anschließenden Siegerehrungen ließ sich das Pferd des Jahres 2003 nicht von der allgemeinen Stress und Hektik seiner Kollegen anstecken, sondern stand beinahe stoisch schon hinter seinem Reiter und Besitzer Hinrich Romeike, der den Schimmel 4 - jährig entdeckte und mit fünf Jahren schließlich kaufte.
Jetzt, mit 14 Jahren, ist der Wallach wohl das einzige Pferd, von dem man behaupten kann, das es noch nie einen Fehler im Gelände gemacht hat, er ist nie stehen geblieben oder vorbeigerannt.
Das Pferd behält seine Nerven beieinander, und reagiert auf den kleinsten Fingerzeig Romeikes.
Auch bei der zweiten Siegerehrung stand Marius geduldig hinter seinem Besitzer, und drehte dann bei der Ehrenrunde auf.
Während die 2. und 3. Platzierten, die Amerikanerin Gina Miles mit McKinlaigh und die Britin Kristina Cook mit Miners Frolic nach der ersten Runde die Bahn verließen, galoppierte Marius noch einmal ums Viereck. Und wieder legte Romeike die Zügel auf den Hals des Schimmels, und wieder galoppierte das großrahmige Pferd ruhig weiter. Wen dieses Vertrauen und diese Begeisterung nicht vom Hocker reißt, den begeistert gar nichts mehr.
Eine fulminante Werbung für die olympische Vielseitigkeit, man kann es nicht anders sagen. Harmonie, Vertrauen und Leistungsbereitschaft bei allen Paaren, und, bei Romeike und seinem Marius Abgestimmtheit bis ins Detail.
Romeike schwärmte: Wir sind eine unglaubliche Dressur geritten. Im Gelände haben unsere Pferde einen fantastischen Job gemacht. Und zum Springen braucht man gar nichs zu sagen.“ Mannschafts-Gold sei sein Traum gewesen. Der Einzel-Sieg
„War das i-Tüpfelchen auf dem i-Tüpfelchen auf dem i- Tüpfelchen auf dem Sahnehäubchen“
Die deutschen Reiter waren außer Rand und Band. Das blieb auch so, obwohl Ingrid Klimke mit Platz fünf und Dibowski als Achter noch eine weitere mögliche Einzel-Medaille verpasst hatten.
Klimke: „Es war schwer, mich noch einmal zu motivieren“
Alles in allem ein grandioser Abend, der besonders von Romeike und seinem Schimmel gekrönt wurde: Er ist der erste Doppel Olympia Sieger Deutschlands bei diesen Spielen.
Hinterher frohlockten die Reiter und der Bundestrainer Melzer beim Interview: „Es ist eine gute Genugtuung, uns das wieder zu holen, was man uns weggenommen hat. Jetzt haben wir ihnen das gezeigt. Athen hat uns zu dieser Leistung beflügelt.“'
Auch die Kollegen der Dressur und der Springreiterei ließen es sich nicht nehmen, persönlcih zu gratulieren. Im Vorfeld hatten sie alle mitgewirkt: Die Dressurreiter gaben Tipps und die Springreiter und sowie der Bundestrainer Kurt Gravemaier schritten den Parcours mit den Reiter ab, erklärten Tücken und Rafinessen des technisch anspruchsvollen Parcours.
Alles in allem vergoldeten unsere goldenen Reiter den "goldenen Dienstag" für Deutschland noch ein bisschen mehr. Da bleibt doch nichts zu wünschen übrig. Außer, dass die Dressur - und Springreiter ähnlich erfolgreich sein können.
Dann sind es zumindest perfekte Spiele für Deutschlands Equipen.
Quelle Foto: www.daylife.com
Quelle Zitate: ZDF, www.handelsblatt.com
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