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Ratingen - ein Herbsttriathlon

20.09.2009
Ratingen - ein Herbsttriathlon
Foto: keine Quelle wurde angegeben
 

Ratingen, zitternd durch den Wettkampf

Liebes Tagebuch, nun ist die Saison vorbei und auf der einen Seite bin ich ganz schön froh. Am Samstag mal wieder auszuschlafen oder bei doofem Wetter mal nicht aufs rad zu steigen. Doofes Wetter, genau der richtige Ansatz. Es war an einem Sonntag morgen um 6:15. Der Wecker klingelte und es sollte für mich heute nach Ratingen gehen. Der letzte Wettkampf der Saison stand an, und sehe und staune……meine Sachen waren schon gerichtet. Das bedeutet, das kleine Frühstück sollte noch zu sich genommen werden, und dann kanns auch schon fast losgehen. Den ganzen Kram ins Auto schmeißen und ab nach Ratingen. Wie immer, auch diesmal kein Problem. Zumindest im Auto. Drausen waren es 11° und Nieselregen. Alles andere als optimal und motivierend. Aber auch dieses mal hies es, das ganze gekonnt ignorieren. Dort den üblichen Trott. Startnummer abholen, Wechselzone einchecken, eine Cola, ein Riegel und ein Gel zu sich nehmen und auf den Start warten.
Heute war es ein Schwimmbadwettkampf, was dafür steht, das es nur 1000m zu schwimmen galt. Und genau da habe ich vielleicht einen Fehler gemacht. Bei der Anmeldung sollte man seine erhoffte Schwimmzeit angeben, die ich mit 21 Minuten Angab……da ich dachte ich musste 1500m schwimmen. Deswegen kam es dazu das ich in der Langsameren Startgruppe war. Uppppsss…..Naja egal.
2 Minuten bis zum Start, also entschied ich mich auf mal ins Wasser zu springen und noch eine halbe Bahn zu schwimmen (einschwimmen wird überbewertet), an den Beckenrand zurück zu kehren und auf den Start zu warten…….aber dieser kam nicht….der Start wurde 5 Minuten nach hinten geschoben……also warte ich! Auch wenn das Wasser angenehm temperiert war, fing ich an zu frieren, bin halt doch ein Warmbadetagschwimmer. Der Start wurde nochmals um 5 Minuten verschoben……und es war ziemlich kalt. Trotz ein Paar Bahnen, fing ich an zu zittern. Naja……Start und los. Nach 200m hatte ich den ersten auf meiner Bahn überrunded, nach 400m den zweiten und irgendwann zu dem Zeitpunkt waren meine Arme auch wieder auf Betriebstemperatur. Nach 800m überrundete ich den letzten auf der Bahn…..es lief also alles nach Plan. Mit meiner Pinken Bademütze *grummel* stieg ich nach knappen 14 Minuten aus dem Wasser und machte mich schnellen Fußes auf den Weg zu meinem Rad……..auf dem Nassen Rasen……brems……klatsch…..da flutschte ich auf einem Fuß und einem Knie direkt von mein Handtuch, wo mein Kram drauf lag…..Punktlandung könnte man sagen. Also schnell wieder auf beide Beine, sich auf keinen fall was anmerken lassen, Brille auf, Helm auf, Startnummer um und los. Der Weg aus der Wechselzone war doch ein ganzes Stückchen und ich hoffte das ich nicht noch eimal auf dem Gras wegflutschte. Aber alles ging gut. Aufs Rad, den ersten Hügel hoch und dann die Schuhe anpfriemeln und los. Führungsfahrzeug war keins zu sehen, aber ging schon. Zu sehen war niemand, und so ballerte ich mal los, auf die mit knappen 550 Höhenmetern doch recht hüglige Strecke. Nach der ersten von 4 Runden dachte ich, so schlimm ist das ganze doch gar nicht…….lies sich alles gut fahren. Wenn es trocken gewesen wäre, hätte man auch noch super schnell durch die Kurven können. So aber, hies es lieber einmal zu viel Bremsen. In der zweiten Runde sah der Wendepunkt dann so aus……man kommt angerauscht, fängt an zu Bremsen, Hinterrad blockiert…..man legt sich mal lieber noch nicht in die Kurve und fährt noch ein Stückchen gerade aus, nimmt die Kurve dann ein bisschen steiler, einfach weil es anders nicht geht, Tritt mit ein bisschen Adrenalin im Blut wieder an, und das Hinterrad dreht wieder druch……naja passiert. Zur Radstrecke gibt’s nicht viel zu sagen. Ein bisschen Hügelig aber mit keiner sonderlich schnellen Abfahrt, einsam und kalt, richtig kalt…..nein das Presse Motorrad wollte mir keinen Glühwein geben. Beim absteigen hatte ich wieder ein bisschen Bammel. Mit dem linken Bein auf dem Schuh stehen, den rechten Fuß schon auf die Linken Seite des Rades schwingen und schauen das man auf nassem Kopfsteinpflaster das anbremsen nicht vermasseln, und nicht wegzurutschen. Ging aber ganz gut, auch wenn es sich ein bisschen schwammig anfühlte. Nun wieder die geschätzen 2km zum rad laufen ;) hoffen das man nicht abschmiert, Helm aus, Schuhe an und los. (zählten die Wege in der Wechselzone auch mit zur Laufstrecke?
Ich tat mir beim laufen schwer, was unter andarem daran lag, das meine Beine eine aktuellen Temperatur von gut gekühltem Eisbein haben. Die ersten Runde, von vier, lief unter dem Motto Warmlaufen, aber man erreichte die Betriebstemperatur wieder. Die Runde war auch wieder ein bisschen wellig, aber nix wildes, recht kurvig und wie ich fand recht kurzweilig. Die Zuschauermassen, durch die Innenstadt von Ratingen hielten sich in grenzen und so lief ich meinen Stiefel zusammen. Keine Ahnung wie viel Vorsprung ich hatte, keine Ahnung wo die andaren waren aber immer die Angst im Nacken das sie gleich angeflogen kommen. Dem war aber nicht so. Nach 4 runden und einer Zeit mit knapp unter 2h war ich im Ziel und musste auf den zweiten doch ein ganzes Stückchen warten. Aber das zählt ja nicht, da das zweite Startfeld noch unterwegs war und da sicher Leute dabei waren, die schneller wie ich sind! Und so war es auch. 6ter Platz gesamt, 2ter in meiner AK. Und der Erkentniss, dass jeder mal eine zu langsame Schwimmzeit angeben sollte. Macht echt spaß ganz vorne dabei zu sein ;)
Die Saison ist vorbei, ich bin Platt und freue mich jetzt ein bisschen Schönwettersportler zu sein. Am WE mal wieder auszuschlafen und mich dann warscheinlich nach spätestens 3 Tagen schon wieder auf die nächste Saison zu freuen. Mit der Hoffnung mal wieder ein Rennen bei höheren Temperaturen zu machen.



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Kommentare
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Eintrag vom 22.09.09, 09:34
Toller Bericht. Ich hoffe, Du bist inzwischen wieder aufgetaut..
Eintrag vom 21.09.09, 10:40
Ja Christian, cool wie immer, herzlichen Glückwunsch zu deiner tollen Leistung
Eintrag vom 21.09.09, 10:10
Hi Christian, cooler report, rock on!
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