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(Handball)
Impressionen vom Spiel gegen Island und ein Ausblick auf Ägypten.
Liebe Handballfreunde,
Das Spiel gegen Island war ein Auf und Ab der Gefühle. Nach einer ausgeglichenen Partie in der Anfangsphase musste das Team die rote Karte von Christian Zeitz verkraften und geriet in Rückstand. Doch dann kam endlich ein gewisser Spielfluss zustande und die Mannschaft konnte sich zurückkämpfen. Henning Fritz mit starken Reaktionen und ein blendend aufgelegter Michael Kraus sorgten für den Ausgleich und auch Holger Glandorf konnte Akzente setzen. Doch dann kam die Verletzung von „Pommes“ Pascal Hens – ein Schock, von dem sich das Team nicht mehr erholen konnte. Das Spiel war gelaufen.
Doch eine Niederlage in der Vorrunde ist zu verkraften, hat ja fast schon Tradition bei einer deutschen Mannschaft. Letztes Jahr bei der Weltmeisterschaft hat das Team ja auch ein Spiel verloren, und es hat trotzdem oder gerade deshalb den Titel gewinnen können. Denn eine Niederlage kann auch positive Impulse geben: man wird wach gerüttelt, an den Stellenwert des Turniers erinnert und kann sich neu sammeln. Das ist auch nötig, denn mit Ägypten wartet morgen ein unangenehmer Gegner.
Die Ägypter werden ein harter Brocken sein, denn sie haben immerhin den amtierenden Europameister Dänemark geschlagen. Ihr Spiel ist unberechenbar, sie können verschiedene Verteidigungssysteme spielen und gerade bei einer defensiv eingestellten ägyptischen Mannschaft fehlt mit Pascal Hens ein hervorragender Distanzschütze. Und dann ist das Spiel auch noch um 9.45 morgens angesetzt, das heißt um 5:30 aufstehen um zum Anpfiff richtig wach zu sein. Das kenn ich noch aus eigenen Zeiten, bei solch frühen Zeiten ist es schwer in Tritt zu kommen und Spielfreude zu entwickeln.
Also die Voraussetzungen sind alles andere als optimal, doch warten mit Russland und Dänemark weitere starke Gegner in der Vorrunde, so dass gegen Ägypten ein Sieg Pflicht ist! Ob man dann Zweiter oder Vierter in der Gruppe wird, ist fast schon nebensächlich. Denn im Viertelfinale gibt es keine Wunschgegner mehr, mit Kroatien, Spanien oder Frankreich warten absolute Spitzenmannschaften auf ähnlichem Niveau – und in der K.O.-Runde ist alles möglich.
Es wird also entscheidend sein, ob die Jungs mit dem Druck und dem Ausfall von Pascal Hens umgehen können. Neben Videoanalysen und der Aufbereitung des Island-Spiels wird also insbesondere mentale Aufbauarbeit zu leisten sein. Man kann nur hoffen, dass Heiner Brand und auch die erfahrenen Spieler die richtigen Worte finden werden und die Mannschaft voll konzentriert die nächste Aufgabe in Angriff nehmen wird.
Denn was nun kommen muss ist eine Trotzreaktion. Für Pommes, für das Selbstbewusstsein, für den Medaillentraum!
Kopf hoch Jungs, jetzt erst recht!
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Peking