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(Triathlon)
Ein berliner Flachland-Tiroler in seiner neuen hügeligen Heimat beim Triathlon.
In diesem turbulenten Jahr konnte ich mir trotz allem (Hochzeit, Umzug nach Bayern) nicht verkneifen nach zwei Halbmarathons, einem 10 und einem 12 km Berglauf, auch noch wieder einen Triathlon in der olympischen Distanz zu starten.
Kaum in Bayern gelandet, meldete ich mich für den Mainfranken-Triathlon an. Allerdings warf das Streckenprofil für die Radstrecke (41,5 km) einige Sorgenfalten auf meine Stirn. Beim Schwimmen versöhnte mich dagegen, dass im Main flussabwärts geschwommen wurde (1650 m). Beim Laufen (10 km) hatte ich die wenigsten Bedenken.
Heute war es dann so weit. Ich hatte noch vor einem Wettkampf solches Flattern wie diesmal, weil vorher durch äußere Umstände (Umzug usw.) sich kein geregeltes Training einstellen wollte.
In den Tagen vorher hatte ich tatsächlich vor Nervosität und Anspannung mit dem Gedanken gespielt das Ganze abzublasen, aber heute galt es dann trotz allem.
Also schon am Abend vorher alle Sachen zusammen gepackt (hatte mir am gleichen Tag noch ‚n ärmellosen Neo geliehen und ausprobiert) und trotzdem immer das Gefühl was vergessen zu haben. Also bin ich in Gedanken immer wieder alles nochmal durchgegangen: Neo, Radschuhe, Laufschuhe, Schwimmbrille, Hose, Radhandschuhe, Helm, Shirt und Lauf-/Radbrille. Aber das Gefühl blieb auch noch, als wir mit dem vollgeladenen Auto (Rad mit ausgebautem Laufrad auf dem Rücksitz) auf dem Weg nach Kitzingen waren.
Dann nach erfolgreicher Parkplatzsuche wurden die Startunterlagen abgeholt und mit Hilfe meiner Frau Antje (die mich tatkräftig unterstützte) klebten wir die Startnummern auf Helm und Rad und hefteten auch eine ans Startnummernband.
Währenddessen wurde meine Nervosität immer größer und legte sich auch während des Bustransfers zum Schwimmeinstieg nicht, auch nicht als ich mit angezogenem Neo am Start stand.
Dann wurde endlich gestartet und wir schwammen los, im Main, flussabwärts. Alle Nervosität war vergessen. Als ich am Schwimmaussieg auf die Uhr sah, dachte ich sie wäre kaputt, denn ich passierte mit 17 min und 17 sec den Eingang zur Wechselzone.
Dort streifte ich den Neo ab, wechselte die Kleidung für 's Rad, zog die Schuhe (und Handschuhe) an und setzte nachdem ich das Startnummern-Band angelegt hatte, den Helm auf. Dann das Rad aus der WZ geschoben, drauf gesetzt und einklicken zum losfahren. Doch das mit dem einklicken in die Pedalen wollte nicht klappen. Erst zweifelte ich an mir selbst, dann dachte ich, dass ich vielleicht Dreck in den Schuhplatten hätte und hielt an. Was ich dann sah lies mich (wieder mal) an meinem Verstand zweifeln: ich hatte doch tatsächlich die Schuhplatten-Schoner vergessen ab zu machen. Also ab mit den Dingern und hinten in die Tasche vom Shirt rein. Dann aber, nach noch ‚ 'ner kurzen PP-Pause ging es los, um zu versuchen etwas Boden wieder gut zu machen. Die Radstrecke war super, trotzdem sie für den Verkehr nicht gesperrt war, auch nach der ersten Steigung bei km 24.
Danach ging es auch ein Stück rasant bergab. Ach ja! Den km Kopfsteinpflaster vor der Steigung (mit ca. 30 km/h passiert) will ich auch nicht unterschlagen. Dann aber nach einer Rechtskurve stießen mir fast die Augen gegen die Brille, bei der Steigung die dann kam: fast 5 km ging es bergauf und das teilweise nur mit 9-11 km/h! Dann ging es wieder mit ordentlich Fahrt bergab und es dauerte nicht mehr lange bis ich wieder in Kitzingen und dann in der WZ anlangte (1:34:18).
Schnell umgezogen zum Laufen und los. Au Mann, waren die Beine schwer und ich hatte das Gefühl nicht vorwärts zu kommen. Nach den vorherigen verregneten Tagen war dieser schöne, sonnige Tag scheinbar extra-warm. Nach der ersten Runde (in der ich meiner Schuhplatten-Schoner, die ich im Shirt vergessen hatte, meiner Frau gab!) wurde ich auch noch von einem älteren Mann überholt (M65!!!), den ich dann zwar wieder überholte, sich aber bis zum Ziel nicht abschütteln lies, womit er mich allerdings ordentlich pushte.
Ich kam dann mit einer Laufzeit von 50 min und 47 sec und einer Gesamtzeit von 2:42:22 glücklich und sehr zufrieden im Ziel an, wo schon meine Frau auf mich wartete, der ich für ihre tatkräftige und mentale Unterstützung sehr danke.
Und nächstes Jahr bin ich wohl wieder in Kitzingen, noch besser vorbereitet!
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Andreas Tepper,
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