Auch der zweite von drei Wettkampftagen bescherte dem DLV Medaillen. Diese 5 Plätze auf dem Podium sorgten dafür, dass Deutschland immernoch auf dem ersten Platz des Medaillenspiegels rangiert.
Am Nachmittag startete die Veranstaltung unter anderem mit dem Kugelstoß-Finale der Frauen. Auch wenn Christina Schwanitz als Europas Beste angereist war, ist ihr 2. Platz nicht zu unterschätzen. Bei ihren 18,65m fehlten lediglich fünft Zentimeter zur russischen Gewinnerin. Dahinter reihte sich Josephine Terlicki mit persönlicher Bestleistung von 18,09m auf dem Bronzerang ein. Ebenfalls neuen Hausrekord setzte die erst 20-Jährige Sophie Kleeberg (Platz 6 in 17,63 m).
Zur gleichen Zeit trat Raul Spank im Männer-Hochsprung an. Leider blieb er deutlich unter seinen Möglichkeiten und wurde mit seiner übersprungenen Anfangshöhe von 2,20m nur Achter.
Später begann dann auch der so mit Spannung erwartete Stabhochsprung-Endkampf. Leider hatten Tim Lobinger (5,41 m) und Fabian Schulze (5,51 m) mit dem Ausgang nichts zu tun, allerdings konnte sich Malte Mohr aus München dank der Fehlversuchsregel mit 5,71 m die Bronzemedaille sichern. Renaud Lavillenie war an diesem tag nicht zu schlagen. Der Franzose überquerte schließlich ganz starke 6,03m.
Sebastian Bayer war als Titelverteidiger nach Paris angereist. Der Weitspringer setzte im 4. Versuch einen 8,16m-Sprung in den Sand, die Konkurrenz war wie schon vor zwei Jahren geschlagen. Somit hat Deutschland nun drei Goldmedaillen auf dem Konto.
Janin Lindenberg konnte sich in dieser Hallensaison über 400m um etwa eine Sekunde verbessern. Somit hat es dieses Jahr für das EM-Finale gereicht. In 52,62sec. lief sie hinter drei Russinnen auf Platz 5.
Noch ein wenig besser machte es der international unerfahrene Thomas Schneider. In 46,42sec. konnte er unerwartet Silber für den DLV beisteuern. Ein Balsam für die Seele der so dünn besetzten Mittelstrecken.
Auch Vorentscheidungen gingen heute noch über die Bühne. Nachdem Tobias Unger und Martin Keller ihren Start über 60m abgesagt haben, blieb nur noch Christian Blum übrig. Im Vorlauf verpasste er mit 6,80sec. die nächste Runde allerdings deutlich. Marie-Laurence Jungfleisch (Hochsprung) absolvierte keinen so schlechten Wettkampf (1,89m), doch das Finale erwies sich heute noch als ein wenig zu hoch. Der aus dieser Sicht durchschnittliche Vormittag wurde dann noch abgerundet vom Ausscheiden der Weitspringerinnen Michelle Weitzel (6,44 m) und Nadja Käther (6,36 m).
Nachmittags wurde die 1500m-Qualifikation der Männer ausgetragen. Carsten Schlangen gewann seinen Vorlauf in 3:47,06 min. und steht im Finale, was die beiden Debütanten Florian Orth und Christoph Lohse jedoch nicht erreichten. Im Zwischenlauf der 800m-Frauenkonkurrenz war für Jana Hartmann dann Endstation. Sie wird letztendlich EM-Siebte in 2:02,65 min. Im Stabhochsprung der Frauen wurde eine Leistung von 4,55m für das Erreichen des Finales gefordert. Kristina Gadschiew, Silke Spiegelburg und Elizaveta Ryzih erfüllten allesamt ihre Pflicht, sodass am morgigen letzten Veranstaltungstag drei Deutsche um den Titel mitspringen werden.
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