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(Radsport)
Floyd Landis muss knapp zwei Jahre nach seinem Sieg bei der Tour de France die Hoffnung auf diesen Titel endgültig begraben. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne wies die Beschwerde des US-Amerikaners gegen seine Dopingsperre zurück. Bestätigt wurde neben der zweijährigen Sperre auch die Aberkennung der Siegprämie in Höhe von 450.000 Euro.
Außerdem muss der 32-jährige 100.000 US$ Verfahrenskosten an die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA zahlen, teilte der CAS mit. Landis hatte vor dem Sportgericht gegen seine noch sieben Monate andauernde Sperre und die Aberkennung des Tour-Siegs 2006 geklagt. Mit dem Urteil in Lausanne wird diese Akte nun endgültig geschlossen und der Justitzmarathon beendet. Anstelle des ehemaligen Edelhelfers von Lance Armstrong wird nun der damals zweitplatzierte Oscar Pereiro (Caisse d’Epargne) in die Geschichte der Frankreichrundfahrt als Gesamtsieger eingehen.
Auf der 17. Etappe wurde Floyd Landis damals des Testosteron-Dopings überführt. Am 20. September vergangenen Jahres wurde er schließlich von einem US-Schiedsgericht mit 2:1 Stimmen schuldig gesprochen und ihm sein gelbes Trikot aberkannt. Zudem wurde der ehemalig Phonak-Kapitän bis zum 30.1.2009 gesperrt. Ende November 2007 entschied sich Landis dazu, das Urteil anzufechten, obwohl ihn die erste Anhörung bereits rund zwei Millionen Dollar gekostet hatte.
Besonders auffällig war damals, dass er noch am Vortag völlig eingebrochen ist und über 10 Minuten auf die Spitze verlor. Am Tag darauf glänzte er dann mit einer überragenden Alleinfahrt über mehrere Gipfel und insgesamt 130 Kilometer. Nach Bestätigung durch die B-Probe wurde Landis von seinem inzwischen aufgelösten Schweizer Rennstall entlassen und bestritt seit der Tour kein Rennen mehr.
Landis war 2005 von Discovery Channel zum Schweizer Phonak-Team gewechselt. Der Rennstall galt seit Jahren als dopingverseucht. Nach dem Fall Landis löste Teamchef Andy Rihs die Mannschaft zum Saisonende auf.
Die Frankreich-Rundfahrt 2006 war bereits vor dem „Fall Landis“ zu einem Skandal geworden. Erste Ermittlungen der in Spanien angelaufenen Operacion Puerto hatten am Tag vor dem Tour-Auftakt zum Ausschluss der Favoriten Jan Ullrich, Ivan Basso und Alexander Winokurow geführt.
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