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(Volleyball)
Ein ganz besonderer Dank gilt allen Fans und Sponsoren der Volleyballer des SV Aue Brünlasberg!
Husarenritt zum Abschluss - Brünlasberger machen Klassenerhalt perfekt
Das Märchen meist mit einem Happyend enden, durften am vergangenen Samstag die Volleyballer des SV Aue Brünlasberg erfahren. Mit dem dritten Auswärtssieg in Folge, schaffte der Aufsteiger nicht nur den vorzeitigen Klassenerhalt, sondern auch sein persönliches Highlight der Saison. Die Ausgangslage vor dem Spiel, beim amtierenden Meister Krostitzer SV, war alles andere als beruhigend. Ein Sieg war Pflicht, um die ärgsten Verfolger Reudnitz und TU Dresden auf Abstand zu halten. Es machten sich also 10 tapfere Erzgebirgler auf den Weg in die Bierstadt. Verzichten musste Trainer Rico Fritzsch auf eine Reihe von Spieler. So fehlten mit Tobias Czwienczek, Sascha Morgner und Christian Gruner gleich 3 Stammspieler aus privaten bzw. beruflichen Gründen. Mit dementsprechender veränderter Grundaufstellung starteten die Auer in den ersten Satz. Zunächst sah man sich aber einem schon zur Gewohnheit werdenden Fehlstart gegenüber. Schnell stand es 7:3 für den Favoriten. Danach konnte man das Spiel zwar offen halten, rannte aber ständig dem anfänglichen Rückstand hinterher. Krostitz spielte routiniert seinen Stiefel runter und konnte den ersten Satz völlig verdient mit 25:19 für sich verbuchen.
Im zweiten Satz spielten die Auer von Beginn an mutiger und konnten sich dank verbesserter Aufschläge und Angriffsleistung stetig absetzen. Über die Stationen 9:7 und 19:12 konnte man die Krostitzer in eigener Halle förmlich an die Wand spielen. Trotz mahnender Worte von Trainer Fritzsch, fehlte im Anschluss die Konsequenz, nun endgültig den Sack zu zumachen. Jetzt war wieder der Favorit an der Reihe und zeigte, warum er zurecht an der Spitze der Liga steht. Punkt für Punkt kämpften sich die Männer um den erfahrenen Andre Quasdorf wieder heran. Nun musste auch Trainer Rico Fritzsch beim Spielstand von 20:17 seine zweite Auszeit nehmen. Diese Pause schien den Auer Spielern gut getan zu haben und man konnte im Angriff wieder die gewünschten Akzente setzten. Schlussendlich gewannen die Erzgebirgler Satz 2 mit 25:22.
Satz 3 sollte dann der Knackpunkt in diesem Spiel werden. Leider konnte man nicht den Schwung mitnehmen und lief frühzeitig einem Rückstand hinterher. Gleiches Bild, wie in Satz 1. Krostitz war nun wieder hellwach und konnte sich, auch mit Hilfe der Auer, bis auf 19:13 absetzten. Alles sah nach einem deutlichen Satzgewinn aus. Da Trainer Fritzsch bereits seine Auszeiten verbraucht hatte, galt nun die Devise alles oder nichts. Mit sehr gezielten Flatteraufschlägen, insbesondere durch dem an diesen Tag besten Auer Akteur Andreas Riedel, brachte man die Annahme der Hausherren in arge Schwierigkeiten. Plötzlich wurden Bälle wieder geholt und konsequent im Angriff verwertet. Den Rest erledigte der Block. Die Auer drehten den Satz und hatten beim Stand von 24:23 Satzball. Wiederum war es Andreas Riedel vorbehalten, mit einem Ass den Satz zu Gunsten der Erzgebirgler zu beenden.
Mit dem Sieg vor Augen ging es in den 4.Satz. Durch einen Fehler auf dem Aufstellungszettel, musste man mit einer veränderten Startaufstellung beginnen. Das soll und darf allerdings keine Ausrede sein, für das was dann passierte. Als hätte man vergessen, was im vorangegangenen Satz geleistet wurde, ging urplötzlich nichts mehr auf Auer Seite. Durch eine sehr gute Aufschlagserie des Krostitzer Spielers Tino Richter und vielen Gastgeschenken sah man sich nach gefühlten 3 Minuten Spielzeit einem 13:3 Rückstand gegenüber. Wenigstens konnte man anschließend das Spiel etwas offener gestalten und ging nicht sang und klanglos unter. Dennoch spricht das 25:14 klar für den Tabellenzweiten. Nun musste wieder der 5 Satz die Entscheidung bringen.
Zur Ausgangslage: Aue brauchte unbedingt den Sieg, um in der Liga zu bleiben und Krostitz ebenfalls, um Tabellenführer zu werden. Beide Teams starteten sehr konzentriert. Keine Mannschaft konnte sich bis zum 5:5 entscheidend absetzten. Dann kam wiederum Andreas Riedel zum Aufschlag. Gleiches Bild, wie in Satz 3. Beim Seitenwechsel hieß es 8:5 für die Auer und durch zwei sehenswerte Angriffe konnte man die Führung sogar auf 10:5 ausbauen. Leider fühlte man sich zu sicher und plötzlich stand es nur noch 10:8. Trainer Fritzsch zog die Notbremse und schwor sein Team nochmals ein. Krostitz bekam noch einmal Oberwasser. Dies wurde aber ungehend durch einen Monsterblock durch Routinier Heiko Koller je gestoppt. Die anschließende Reaktion von Koller signalisierte dem Team, das hier nichts mehr anbrennen sollte. Der Willen auf Krostitzer Seite war nun endgültig gebrochen und die Auer konnten souverän ihr Spiel aufziehen und nach 106 Spielminuten ihren ersten Matchball zum 15:9 verwerten. Was folgte war ein grenzenloser Jubel über den erreichten Klassenerhalt im ersten Sachsenligajahr. Damit bleibt der Aufsteiger auch im 4. Auswärtsspiel in Folge ohne Niederlage und konnte somit in letzter Sekunde den Abstieg verhindern. „Nicht auszudenken, wo wir stehen würden, wenn wir zu Hause ein paar Spiele gewonnen hätten. Allerdings haben wir in dieser Drucksituation unseren besten Volleyball gespielt und die wichtigen Spiele gewonnen. Davor ziehe ich den Hut“, so ein glücklicher Trainer Rico Fritzsch. Nach einer amüsanten Rückfahrt ließen es einige Spieler bei einer Party mit viel Alkohol ausklingen. Nun heißt es, die Saison zu analysieren und mit gestärkten Selbstvertrauen in die neue Spielrunde starten.
Für Aue spielten: Koller, Ellmrich, Gebhardt, Riedel J, Riedel A, Fritzsche, Bernhardt, Hennig, Lenk, Kapitän Stiefler, Trainer Fritzsch www.volleyfuture.de www.volleyballer-shop.de
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