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(Radsport)
Der Australier Cadel Evans hat vor dem Ruhetag zum ersten Mal in seiner Karriere das Gelbe Trikot übernommen. Der Favorit auf den Gesamtsieg kam zwar hinter seinem direkten Konkurrenten Frank Schleck vom Team CSC ins Ziel, konnte aber noch eine Sekunde Vorsprung im Gesamtklassement retten. Der bisherige Spitzenreiter Kim Kirchen (Columbia) verlor auf dem Weg nach Hautacam 4:19 Minuten und damit auch das "Maillot Jaune".
Der Italiener Leonardo Piepoli (Saunier Duval) hat die 10. Etappe der Tour de France gewonnen. Am Schlussanstieg distanzierten er und sein Teamkollege Juan José Cobo den Luxemburger Frank Schleck (CSC) und so sicherte sich der Klettersspezialist fast schon mit Ansage den Etappensieg.
Vor dem offiziellen Beginn der Etappe wurde diese als nicht lang, dafür aber heftig beschrieben. Gleich nach dem Start wurde attackiert und es fand sich schließlich eine siebenköpfige Ausreißergruppe um den deutschen Markus Fothen (Gerolsteiner) und den bisher besten Sprinter Oscar Freire (Rabobank). Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung knappe zehn Minuten und so machten sie den Bergkönig am Col d'Tourmalet unter sich aus. Am Ende war es Rémy Di Gregorio von Francaise Des Jeux der sich aus der Gruppe löste und den Gipfel als erster erreichte.
Im Hauptfeld machte derweil Jens Voigt in bravouröser Manier das Tempo für seine Kapitäne. Er zog den kompletten Zug mit auf den Gipfel und die Krönung dieser Tempoarbeit war, dass sie Mitfavorit Alejandro Valverde distanzierten.
Nach der 35 km langen Abfahrt ging es dann in den Schlussanstieg und schnell war klar, Saunier Duval will den Etappensieg. Mit Piepoli und Cobo gingen zwei Fahrer nach vorne, einzig und allein Frank Schleck konnte folgen. Auf den letzten Kilometern konnte aber auch er noch distanziert werden und so war der Etappensieg nur noch Formsache.
Erfreulich war die Leistung vom Gerolsteiner-Profi Bernhard Kohl. Der Österreicher kam als Vierter ins Ziel und liegt jetzt in der Gesamtwertung mit 46 Sekunden Rückstand hinter Cadel Evans auf Platz vier.
Spannung verspricht neben dem Kampf um die anderen Trikots vor allem die Gesamtwertung. Die ersten fünf Fahrer liegen alle innerhalb einer Minute und das nach über 42 gefahrenen Stunden. Bleibt abzuwarten, was in der zweiten Hälfte der Frankreichrundfahrt 2008 noch alles auf uns wartet!
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