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Paralympics Peking 2008: Erst nominiert, dann ausgeladen
Foto: Dagmar Angerer
Mittelbayerische Zeitung Meldung vom 27.08.2008, 09:30 Uhr
Sport aus der Region Regensburg
Peking: Erst nominiert, dann ausgeladen
Christine Stöckl freute sich auf die Spiele – bis sie eine E-Mail vom Deutschen Behindertensportverband bekam.
WEIDEN. Von Dagmar Angerer und Birgit Pinzer, Mz
Christine Stöckls Traum von den Paralympics in Peking starb am 2. Juli um 22.30 Uhr. Die Sportschützin war spät heimgekommen, hatte noch trainiert, wie so oft abends. Auf ihrem Computer wollte sie kurz ihre Post checken. Da las sie die E-Mail des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS). In dürren Zeilen wurde Christine Stöckl mitgeteilt, dass sie nicht dabei ist, nicht nach China reisen wird, dass all das Training umsonst war. Dass sie umsonst Urlaub genommen, sich umsonst auf eigene Kosten vorbereitet hatte.
Christine Stöckl hätte in diesem Moment schreien mögen. Die Schützin der Königlich Privilegierten Feuerschützengesellschaft in Weiden verstand die Welt nicht mehr. Dabei hatte zwei Wochen zuvor alles so gut ausgesehen. Am 23. Juni hatten der Trainerstab und das paralympische Komitee entschieden, dass die 38-Jährige auf Grund ihrer gleichbleibend hohen Leistungen in den Wettkämpfen und einer guten Medaillen-Prognose einer der zehn Schützen ist, die Deutschland vertreten – obwohl Christine Stöckl die Norm knapp verfehlt hatte. 366 Ringe hätte sie schießen müssen. Die traf sie – und oft noch mehr, aber nie in einem der paralympischen Qualifikationswettbewerbe. Da blieb sie immer „ein Ringlein“, wie sie sagt, darunter.
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