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(Eishockey)
Die Eishockey WM 2010 in Deutschland startet vor 76.000 Zuschauern in der Arena auf Schalke. Das Eröffnungsspiel der WM könnte einen neuen Zuschauerrekord im Eishockey bringen. Olaf Thon vom FC Schalke 04 ist zum WM Botschafter ernannt worden.
Die Idee wurde bereits 2001 bei der Weltmeisterschaft in Deutschland geboren. Damals gab es weit mehr Anfragen auf Tickets für das Eröffnungsspiel, als man anbieten konnte. Man überlegte, was bei der nächsten WM in Deutschland besser gemacht werden könnte und so kam man auf die Idee, ein Eishockeyspiel in einem Fußballstadion durchzuführen. Erste Konkrete Planungen starteten dann nach der Vergabe der WM 2010 im Jahr 2005.
Man entschied sich, das Eröffnungsspiel der WM 2010 am 7.5.2010 in der Arena auf Schalke in Gelsenkirchen stattfinden zu lassen. Lange konnte das Projekt unter Verschluss gehalten werden. Erst vor wenigen Tagen gelangten über die Torwartlegende Wladislav Tretjak erste Details an die Öffentlichkeit.
Das Spiel soll ein Spiel der Superlative werden, dass lassen auch schon jetzt die Zahlen erwarten, die für das Projekt „Eishockey in der Arena auf Schalke“ stehen. Dazu nahm bei der Pressekonferenz am 14.12.2008 der Projektleiter der WM 2010, Christoph Mauer Stellung: „ Wir haben in der Arena ca. 61.500 permanente Plätze. Durch weitere Tribünen gewinnen wir zusätzliche 15.500 Plätze, hinzukommen noch rund 1.500 Sonderplätze. Wir werden versuchen, also rund 76.000 Zuschauer zu diesem Spiel in das Stadion zu bekommen, was einen neuen Weltrekord bedeuten würde. Hinzu kämen Rekorde für ein Länderspiel und einem Hallen-Eishockespiel. Weiterhin werden wir versuchen, einen neuen Besucherrekord einer WM zu erreichen. Damit dies alles am Ende passt, sind umfangreiche Organisationsmaßnahmen nötig. Insgesamt dauern Auf- und Abbau 8 Tage. Rund 25 Sattelschlepper werden ca. 450t Material nach Gelsenkirchen schaffen, damit die Eisfläche und die Zusatztribünen entstehen können. Letztlich steht noch die Frage, warum Schalke im Raum. Die „Veltins-Arena“ ist das einzige Stadion mit schließbarem Dach und heraus fahrbaren Rasen. Dies ermöglicht beste Bedingungen und mehr Platz und einen tiefer liegenden festen Boden für die Zusatztribünen. Dazu kommen die perfekte Infrastruktur von Halle und Umgebung. Zudem sind wir im Herzen des Eishockey in Deutschland. Es leben 20 Millionen Menschen im Rhein/Ruhr Bereich und es sind gleich fünf DEL und zahlreiche weitere Eishockeyclubs hier beheimatet. Es ist die passende Örtlichkeit um, bei der WM die Lokomotive zu sein.“
René Fasel, IIHF Präsident zeigte sich von Anfang an begeistert von der Idee: „Wenn ich daran denke, vor solch einem großen Publikum die Eröffnungsrede halten zu dürfen, bekomme ich schon jetzt Gänsehaut. Wir werden eine Meilenstein für den Eishockeysport setzten, da bin ich mir sicher“
Bei der aktuellen wirtschaftlichen Situation wirft natürlich auch das Preiskonzept Fragen auf. Franz Reindl bezog hierzu genau Stellung und machte deutlich: „wir sind nicht darauf aus, einen maximalen Gewinn zu erzielen, sondern wir wollen Eishockey einem großen Publikum live anbieten und das soll zu guten Preisen geschehen. Die Stehplätze gehen ab 19 und die ersten Sitzplätze ab 26 Euro in den Verkauf. Es ist von allen Plätzen eine optimale Sicht garantiert, zudem wird neben dem Spiel noch einiges mehr geboten. Zu nennen sind da zum Beispiel die Eröffnung der WM und ein Showprogramm. Natürlich sind auch An- und Abreise in den Tickets enthalten.
Bei aller Euphorie eines möglichen Rekords, der Sport steht natürlich an dem Tag im Vordergrund. Das deutsche Team wird dabei auf Kanada Russland, Finnland, Schweden oder Tschechien treffen. Erst die Abschlussplatzierung der WM 2009 in der Schweiz wird den genauen Gegner preisgeben, attraktiv sind sie jedenfalls alle. Nicht nur Uwe Krupp zeigte sich von diesem Coup begeistert. „Vor solch einer Kulisse, dazu noch bei einer WM im eigenen Land spielen zu dürfen, ist doch der Traum eines jeden Eishockeyspielers. Und die Möglichkeit bekommt er sicher nur einmal in seinem Leben. Es wird uns auf jeden Fall für die WM einen extra Schub an Motivation geben.“
Extra für den Spielort wurde heute Olaf Thon vom FC Schalke 04 vom Präsidenten des Organisationskomitees Uwe Harnos als Sonderbotschafter für das Eröffnungsspiel der WM 2010 auf Schalke ernannt. „Olaf Thon steht für Schalke. Er ist unheimlich beliebt und gilt als ein großes Vorbild im Sport auch über die Grenzen von Gelsenkirchen hinaus.“
Eishockey hat Thon indes noch nicht gespielt, aber Schlittschuhlaufen, dass ist kein Problem. „Ich ar mit meinen Kindern oft schon in Dorsten laufen, aber Eishockey gespielt habe ich noch nie. Wenn es die Zeit erlaubt, schaue ich mir schon ab und an Spiele an. Auf das Spiel in der Veltins-Arena freue ich mich ganz besonders. Es wird ein toller Tag für alle Aktiven, Zuschauer und das ganze Umfeld. Ich bin überzeugt, dass es ein einmaliger Tag und ein großer Erfolg wird.“
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