Silke |
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7036 Aufrufe | 31.03.2009 |
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(Turnen) Der Sturz von Cottbus scheint vergessen, bei der EM in Mailand (2. bis 5. April) geht es für Fabian Hambüchen schon wieder um Titel, denn die richtig harten Konkurrenten starten nicht...
Mit einer weiteren Goldmedaille am Reck könnte der 21-Jährige die deutsche Turnlegende Eberhard Gienger überflügeln, der war zwischen 1973 und 1981 insgesamt dreimal erfolgreich. Im Mehrkampf könnte Hambüchen sogar der ganz große Coup gelingen: Denn bislang hat noch kein Deutscher die Mehrkampf-Krone bei Welt- oder Europameisterschaften gewonnen.
"Das wird ein ganz schweres Stück Arbeit. Ich möchte in der Qualifikation möglichst gut durchkommen. Und wenn ich dann die Finals erreiche, will ich es richtig krachen lassen", kündigte Hambüchen an, der aber in diesem Frühjahr noch nicht ganz in der Topform der Vorjahre ist.
Beim National Team-Cup verturnte er die Reck-Übung, beim Weltcup in Cottbus landete er nach einem Fehlgriff so unsanft neben der Matte, dass man wirklich Angst um ihn bekam. "Die Form wird besser, ich bin zuversichtlich für Mailand", meinte Hambüchen, der nach der ungewollten Flugeinlage mit einigen Kratzern am Arm davon kam.
"Natürlich will ich meinen Titel verteidigen. Aber ich sage nicht: Ich muss ihn gewinnen", sagte der Hesse, der sich nicht unnötig unter Druck setzen will und damit auch Lehren aus dem Olympia-Finale von Peking zog, das er als Top-Favorit auf Platz drei beendete. "Wegen der Finger-Operation im Dezember war die Vorbereitung völlig anders als früher. Deshalb sind meine Erwartungen insgesamt geringer", so Hambüchen.
Sollte er sein Mammutprogramm mit zwei Sechskämpfen nahezu fehlerfrei durchturnen, gilt Hambüchen auch als erster Kandidat auf den Titel im Mehrkampf. Vor zwei Jahren in Amsterdam musste er sich noch knapp Maxim Dewjatowski beugen, der Russe ist in der Lombardei aber ebenso nicht am Start wie der verletzte Ex-Weltmeister Aljaz Pegan aus Slowenien, der stets als einer der härtesten Konkurrenten Hambüchens am Reck galt.
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