|
|
|
Foto: keine Quelle wurde angegeben
|
|
(Rudern)
Der junge Ruder-Zweier ohne Steuermann.
Tom Lehmann und Felix Dahotta bilden das Zweier-Ruder-Team ohne Steurmann bei Olympia. Drahotta ist am 1. Januar 1989 in Bad Doberan geboren. Drahotta startet für den Rostocker Ruder-Club von 1885. Im Februar 2007 gewann Drahotta bei der Ruderergometer-Juniorenweltmeisterschaft in Boston in 5:59,7 Minuten. Im Sommer 2007 wurde Drahotta mit dem Achter Juniorenweltmeister. Tom Lehmann ist am 4. Dezember 1987 in Rostock geboren. Lehmann startet für den Olympischen RC Rostock von 1956. Im Juniorenbereich gewann Lehmann bereits 2004 und 2005 Medaillen mit dem Achter. Lehmann ist 1,98 m groß und Student.
Lehmann und Dahotta sind die jungen Wilden unter den Ruderern. Mit 19 und 20 Jahren sind die Joungstars zum ersten Mal im Aufgebot olympischer Spiele. Ein Traum für die beiden: "Wir rechneten überhaupt nicht damit, dass wir uns für Olympia qualifizieren können. Unser Trainer Meinhard Rahn meinte, wir würden es sowieso nicht schaffen, weil es für Neulinge aus dem Nachwuchsbereich sauschwer ist", erzählt Drahotta.
Seinen Sport hat Schiffbau-Lehrling Felix schon mit etwa neun Jahren erlernt, als sein ebenso ruderbegeisterter Vater Jörg ihn zu seinem sehr guten Freund und RRC-Trainer Andreas Angerstein schickte, auf dass sich der Junge mal ein bisschen bewege und austobe. Drahotta war immer schon ebenso groß wie kräftig, und Angerstein entdeckte schnell das in Felix schlummernde Talent. "Andreas und mein Vater sind super stolz auf mich, dass ich mit 19 Jahren schon zu den Olympischen Spielen fahren kann", so der Fast-Zwei-Meter-Mann. Sein kaum minder langer Bootskollege Tom fing später mit dem Rudern an: "Erst im April 2001, vorher spielte ich Basketball beim EBC Rostock", so der Blondschopf vom Olympischen Ruder-Club (ORC).
Warum die beiden den Zweier bevorzugen? "Das macht einfach mehr Spaß, weil man den Erfolg da eher auf sich beziehen kann. Man ist ja schließlich nur zu zweit", sind sie sich einig. Felix, der beim Rostocker Ruderclub (RRC) beheimatet ist, fügt witzelnd hinzu: "In den Achter muss man nur acht Kraftpakete reinsetzen, das ist technisch leichter. Der Zweier ist viel anspruchsvoller. Außerdem ist die Leistungsdichte im Achter geringer", sagt Lehmann.
Privat haben die Talente nicht soviel miteinander zu tun. "Man geht hin und wieder zusammen los, zum Beispiel in Rostock in den LT-Club oder Studentenkeller, aber sonst sind wir nur eine Bootsgemeinschaft", erklärt Tom, der sonst gern ins Kino geht oder auch mal auf einer Party abfeiert. Felix hingegen schenkt seine Aufmerksamkeit in der Freizeit vor allem seinem neunjährigen Bruder Thorben, um mit ihm zu spielen, zu malen oder Hausaufgaben zu machen
Und was erwarten die beiden von Olympia? "Wir wollen gerne ins Finale, das wäre die geilste Sache überhaupt. Es ist aber kaum zu schaffen."
Stichwörter:
Felix Drahotta,
Olympia 2008,
Rudern,
Tom Lehmann,
Vorstellungsrunde Olympia 2008