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Weitere Infos unter: www.sv-aue-bruenlasberg.de
Mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern agierten die Volleyballer vom SV Aue Brünlasberger am letzten Wochenende in der ersten Runde des Sachsenpokals. Nach einem mühsamen Sieg gegen starke Leipziger, gelang gegen Sachsenligist Hoyerswerda ein wahrer Befreiungsschlag.
Nach der schmerzlichen 2:3 Niederlage letzte Woche in Auerbach, schwor Trainer Fritzsch sein Team ein . Er warnte davor, die ganze Sache nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, denn auf dem Papier war man klarer Favorit gegen die junge Mannschaft vom TSV Leipzig 76 II aus der Bezirksliga.
Jedoch kam alles anders. Mit 16:25 wurden die Auer im ersten Satz förmlich überrollt. Kein Kampfgeist gepaart mit einer unterirdischen Annahme verhinderten ein geregeltes Spiel der Gäste.
Ähnliches Bild auch im 2. Satz, mit dem Unterschied, das man immerhin 22 Punkte schaffte. Zuspieler Silvio Bernhardt wurde in dieser Phase ziemlich allein gelassen von seinen Annahmespielern.
Die jungen Leipziger um Gästetrainer Mario Walden hatten ihre Hausaufgaben gemacht und nutzen die Schwächen der Auer gnadenlos aus. Beim Stand von 8:14 im 3. Satz standen Brünlasberger bereits mit dem Rücken zur Wand. Doch die zweite Auszeit sollte der Knackpunkt in diesem Spiel werden. Die Annahme wurde zusehends stabiler, so das der eingewechselte Rene Fritzsche seine Angreifer endlich variabel einsetzten konnte. Man holte Punkt für Punkt auf und konnte das Ruder nochmals herumreisen und Satz drei mit 25:19 für sich entscheiden.
Jetzt lief der Auer Motor endlich rund. Dies spiegelte sich im vierten Satz wieder. Mit steigendem Selbstvertrauen klappte nun fast alles und man holte Satz vier mit 25:14 .
Im entscheidenden Tie-Break startete man furios mit 3:0. Doch die unermüdlich kämpfenden Leipziger gaben sich nicht auf , Aue fiel in alte Schwächen zurück und sah sich beim Stand von 12:14 erneut auf der Verliererstraße. Mit Glück und Erfahrung gelang es, die Matchbälle abzuwehren und konnte seinerseits den ersten Matchball nach 1h 50 min zum 17:15 nutzen.
Fazit: Trotz der mahnenden Worte von Trainer Rico Fritzsch hat man den Gegner völlig unterschätzt. Allerdings muss man der Mannschaft von Mario Walden Anerkennung und Respekt zollen, für einen starken Auftritt.
Nun kam es zum entscheidenden Spiel um den Einzug in die nächste Runde gegen den Sachsenligisten Blau-Weiß Hoyerswerda, die sich im ersten Spiel des Tages gegen den Dresdner SC mit 3:2 durchsetzen konnten.
Als klarer Außenseiter konnten die Auer nun völlig befreit aufspielen, jedoch von Anfang an bemerkte man einen gewissen Siegeswillen im Team. Da stand plötzlich eine andere Auer Sechs auf dem Parkett. Mit druckvollen Aufschlägen, insbesondere von Rene Fritzsche und Jörg Stiefler setzte man die gegnerische Annahme unter Druck. Eine stabile Annahme ließ das Auer Angriffsspiel variieren und die Gegenangriffe wurden durch starke Blockarbeit ausgebremst. Einen Vorsprung 23:16 ließ man sich auch durch kleine zwischenzeitliche Unkonzentriertheiten nicht nehmen und gewann 25:22 Satz eins.
Der zweite Satz verlief bis sehr ausgeglichen. Beim Stand von 17:17 konnten sich die Auer auf 20:17 absetzen. Allerdings konnte man die Spannung nicht ganz halten und der erfahrene Landesligist nutzte dies eiskalt zum 24:26 Satzgewinn aus.
Doch keine Spur von Enttäuschung. Besonders die Mittelangreifer Heiko Koller und Jens Ellmrich konnten im dritten Satz mit starken Aktionen glänzen. Aber auch die beiden Außen Michael Herold und Andreas Riedel punkteten fast nach Belieben. Über die Stationen 17:11 und 23:16 nahm dem Favoriten den 3.Satz mit 25:19 ab.
In der Satzpause ermahnte Trainer Fritzsch nochmals zur vollen Konzentration auf den vierten Satz. Doch Hoyerswerda spielte jetzt sehr effektiv, nutzte die Unkonzentriertheiten der Auer aus und zwangen sie beim Stand von 3:8 zur 1.Auszeit. Allerdings mit Kampfgeist knapperte man Punkt für Punkt ab. (17:20). Doch sah man sich beim 22:24 zwei Satzbällen des Gegners gegenüber. Nun schlug die Stunde des Jens Ellmrich. Ihm gelangen 4 Punkte in Folge und entschied somit das Spiel nach 1h 44 min für Aue. Grenzenloser Jubel bei allen Spielern und sogar beim Trainer.
Heiko Koller: „ Das war mannschaftlich gesehen das beste Spiel dieser Saison "
„Wenn wir mit dieser Einstellung die nächsten Spiele angehen, muss uns nicht Bange werden“, so der glückliche Trainer Rico Fritzsch
Die Auer beenden somit das Volleyballjahr 2008 als Tabellenführer der Sachsenklasse West und stehen dazu noch in der zweiten Runde des Sachsenpokals. Dort wartet ein richtiger Volleyballeckerbissen auf die Erzgebirger. Darf man sich doch am 15 März 2009 mit dem aktuellen Tabellenführer der Regionalliga VC Dresden II messen. Doch bis dahin heißt es erst einmal erholen und am 10. Januar beim vierten Heimspieltag Punkte holen für die Liga.
Es spielten: Rene Fritzsche, Silvio Bernhardt, Andreas Riedel, Michael Herold, Heiko Koller, Jens Ellmrich, Rene Gebhardt, Jörg Stiefler, Trainer Rico Fritzsch
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