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(Fußball)
Joachim Löw steht zu seinem Verhalten gegenüber dem vierten Offiziellen im Spiel gegen Österreich.
Bundestrainer Joachim Löw ist ein eher ruhiger Zeitgenosse. So ist er nicht der Coach, der durch tobendes Gestikulieren am Spielfeldrand auf sich aufmerksam macht. Umso verwunderlicher war es, dass er während des letzten Gruppenspiels gegen Österreich kurz vor der Halbzeit auf die Tribüne geschickt worden ist.
Völlig aufbrausend hatte der 48-Jährige im Dreierverbund mit Österreichs Nationaltrainer Josef Hickersberger und dem vierten Offiziellen diskutiert, ehe Schiedsrichter Manuel Enrique Mejuto Gonzalez beide Trainer auf die Tribüne schickte.
Worum es in ihrem Disput ging, klärte Löw im Anschluss an die Partie auf. So habe der Mann an der Seitenlinie von Beginn an versucht die Trainer daran zu hindern sich in ihrer jeweiligen Coaching Zone zu bewegen und sie immer wieder angewiesen auf der Bank Platz zu nehmen.
Der DFB-Coach hatte sich dadurch extrem im seiner Konzentration gestört gefühlt. Zudem seien die Spielerbänke im Wiener Ernst-Happel-Stadion sehr weit vom Spielfeld entfernt, so dass es kaum möglich sei von der Bank aus auf den Spielverlauf Einfluss zu nehmen.
Daher hatte sich Löw verständlicherweise in seiner Aufgabe gehindert gesehen, die Mannschaft durch Anweisungen von der Seitenlinie zu leiten. Dies hatte er dem vierten Mann wiederholt versucht deutlich zu machen, ehe er „in der 40. Minute etwas deutlicher geworden ist.“ Der Ausgang ist bekannt.
Über eine eventuelle Sperre Löws für das Viertelfinale gegen Portugal wird am morgigen Mittwoch entschieden. In diesem Fall müsste er erneut von der Tribüne zuschauen. Zudem wäre es ihm untersagt vom Betreten des Stadions an in irgendeiner Form Kontakt zu Mannschaft oder Trainerstab aufzunehmen.
Da die Österreicher aus dem laufenden Turnier bereits ausgeschieden sind und kein Spiel mehr zu absolvieren haben, wäre Hickersberger in diesem Fall für das nächste WM-Qualifikationsspiel gesperrt. Somit würde die Strafe für die beiden Trainer unverhältnismäßig ausfallen.
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