Das mittlerweile 4.Treffen der Spaß-AG, diesmal in Kaiserslautern. Ein Bericht über die Aktivitäten vor Ort, nicht immer ganz ernst gemeint ;-)
Schon wieder ein Team-Treffen 
Eine Zusammenfassung für alle krank daheim Gebliebenen.
Neuss, linksrheinisch, an einem noch friedlichen Freitag Morgen.....
wir schreiben den 12.August 2011, und wieder einmal ist es soweit, dass sich unser Team dazu hat überreden lassen, stundenlang durch die Weltgeschichte zu gondeln, nur um für knapp zwei Tage irgendwo in Deutschland die Zeit totzuschlagen.
Dieses mal mussten wir nach Kaiserslautern- auch nicht grad die Ecke rum. Und hätte das allein nicht schon gereicht, so musste ich auch noch warten, bis einige Herrschaften aus dem nördlichen Teil Deutschlands bei mir einzutreffen gedachten, um dann auch noch gemeinsam 3 Stunden im Auto zu sitzen und zu Fünft auf dem Parkplatz vom "Hotel" einzufahren. Was heißt "Hotel"...also wer jetzt denkt, hier handelt es sich um einen bequemen Unterschlupf mit gemütlichem Biergarten hintendran, der hat sich aber gewaltig ins Fleisch geschnitten. Wir haben unser Auto praktisch auf einem Kasernenhof abstellen müssen, und das sogenannte Hotel war ein Knast! Jahaaa, mit Gittern vor den Fenstern und so. Eigentlich hätte der Name "Alcatraz" schon vorher stutzig machen müssen *stirnrunzel*...
Jedenfalls kamen Tom, Pünktchen, Olaf, Jens und ich nach über drei Stunden Freitagsautobahntour und Rast mit Kuchen und Muffins von Tom und Pünktchen ausgeruht..äh...vollkommen gestresst eine Stunde später an als gedacht. Oli und Julia hockten da schon Stunden rum, weil sie direkt aus dem schönen Irland ins schweißtreibende (kicher) Kaiserslautern geflogen kamen und mit Heike schon ne Stadtrundführung mit Kennenlernen von Chefins sämtlichen Bekannten und diversen Brunnen als Bonus über sich ergehen lassen mussten.
Das Letzte, das schließlich eintraf, war Marcel. Er hatte ja auch zugesagt, so dass wir also auf ihn warten mussten und nicht schon essen gehen konnten. Naja, die Zeit ging auch irgendwie rum.
Wir bezogen also unsere Zimmer. Zellen, besser gesagt. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass Olaf und ich hier nicht ganz so viel meckern konnten, da in unserer Suite eigentlich genug Platz war. Gut, über die Farbe der Chaiselongue hätte man streiten können, und die Badewanne hielt ich auch für überflüssig, da hätte die Dusche allein vollkommen ausgereicht. Dafür konnte man im Vorraum ganz gut die Koffer abstellen, auch wenn diese dann etliche Meter vom Schlafzimmer entfernt standen, so dass man erst über den Aufenthaltsraum vorbei an der Sitzmöglichkeit in den Abstellraum kam. Aber Schwamm drüber. Da hatten es die Leute mit dem Komfortzimmer schon besser, ganz zu schweigen von Marcels Einzelzelle, der den mit Abstand kürzesten Weg zu seinen zweieinhalb Koffern hatte.
Jedenfalls ließ es sich nicht vermeiden, den ganzen Weg von der zweiten bzw. dritten Etage wieder runter zu fahren, um noch ewig im Hof rumzustehen und Fotos zu machen, bevor wir dann einen Gewaltmarsch von 15 Minuten zum Mexikaner machen durften. Eigentlich war ja italienisch angesagt, aber durch Heikes eigenwilliges Entscheiden verbrachten wir einen mexikanischen Abend bei größeren Portionen als angegeben und einer Bedienung, die durch unsere blöden Sprüche tatsächlich nicht aus der Ruhe zu bringen war. Ich denke, die hat unsere verschiedenen Dialekte einfach nicht verstanden....
Wer jetzt denkt, der Abend wär nun gelaufen und man könnte zum wohlverdienten Schlaf ins Bettchen kriechen, der ist aber in den A..llerwertesten gekniffen! Aus der tropischen Sauna des Restaurants ging es zwar zurück Richtung Unterkunft (wohlgemerkt zu Fuß!), aber kurz vorher sollten wir noch eine Kleinigkeit trinken, und zwar im "Twenty-One". Wie der Name schon erahnen lässt: nicht gerade ebenerdig. Nein, es ging rauf ins 21.Stockwerk! Und dort oben hatte man einen traumhaf...traumatischen Ausblick, weil einem echt schwindelig werden konnte beim Runtergucken, gottseidank hatte jeder noch soviel Selbstbeherrschung, daß man keine Bröckchen begleitet von diversen Flüssigkeiten durch den Lauterer Nachthimmel schweben sah. Zudem war es recht zugig, und hätten wir nicht alle Jacken dabei gehabt (außer Marcel, seufz), dann hätte man sich ganz, ganz fies erkälten können! Zur Strafe blieben die meisten von uns so lange, bis die Bedienung Merwe um 2h meinte, sie möchte jetzt kassieren.
Ja, das war also erst der Freitag. Der längste Tag kam ja erst noch...
Samstag, 9 Uhr Frühstück befohlen!
Ein ganzer Saal nur gefüllt mit 9 Netzathleten, Brötchen zu Hauf und frischem Obst nebst Aufschnitt und allem Pi Pa Po, echt leck....echt komisch, ob da was nicht stimmte mit der Verpflegung? Sollte zumindest zu denken geben. Leider konnten wir nicht gemütlich essen, da schon anderthalb Stunden später zum Appell auf den Innenhof gerufen wurde.
Und dort stand - von Heike als Überraschungsgast herbeordert - unser nun neues Teammitglied Nadine! Mitgehangen-mitgefangen, auch sie musste sich dem Tagesablauf unterordnen, nix nur mal eben Hallo sagen und wieder verduften, ne ne. Nunmehr zu Zehnt ging es mit zwei Autos (immerhin) ins 20 Minuten entfernte Tal der Teufelsschlucht, namens Karls oder so ähnlich. Wen es interessiert, kann ja nachgoogeln. Mir ist lediglich in Erinnerung geblieben, dass wir durch Matsch, Brennnesseln, stacheligen Brombeerranken, Gras, diverse Unkräuter und felsigem Geröll durch den widerlich natürlichen Wald gescheucht wurden, umgeben von einem herrlich friedlich...von einem laut tosenden Bach voller Fischkagge der Forellenzuchtbecken, rötlich schimmernd und in den Augen schmerzendem, grün schimmernden Blätterdach. Weiter, immer weiter ging der Pfad, man musste hintereinander gehen, sich die Hinterteile des Vordermanns/frau betrachten und konnte nicht mehr als Gruppe nebeneinander hergehen und sich unterhalten, echt blöd! Irgendwann, nachdem man etliche brüchige Brückchen und Stromschnellen überwunden hatte, gab man die Tortur auf, nachdem der Pavillon von gefrässigen Pfälzern besetzt war und drehte um. Man bedenke auch, dass wir Verletzte dabei hatten, wie z.B. aua Knie und aua Wade, aua Bauch, durchschwitzte Rücken und mittlerweile leeren Mägen! Ich blickte also nochmal sehnsüchtig .... ich mein, aufatmend in die urwüchsige Schönheit des Waldes... ähhh, die langweilige Nutzholzplantage und stapfte dann mit den anderen brav den gleichen Weg zurück.
Schließlich hatte Chefin Erbarmen mit uns und ließ uns einige Zeit bei Kaffee und anderen Getränken auf einem echt saugemüt...ich mein, um diese Zeit sehr verlassenen Gehöft verschnaufen, was Olaf zu einem Extratänzchen mit einer grazilen Wespe nutzte!
Doch nicht lang währte diese Ruhe. Schon wurde zum nächsten Parkur gepfiffen: Minigolf! Man, wie hab ich das mal geliebt früher! Aber heute...ich sag nur: Vorvorletzter! Ja meine Güte, ich kann ja nicht alles machen, oder? Gleichzeitig knipsen und konzentriert spielen geht halt nicht! Und ob nun Tom gewonnen hat knapp vor Marcel und Olaf...pöh. Na und? Ich bin bei meiner Gruppe geblieben, nämlich Nadine als Neunte und Heike als Zehnte, jawohl. Außerdem darf man nicht über die Bahn latschen, so wie wir das getan haben, bääh.
Minigolf ist eh doof, so, nicht zuletzt deswegen, weil Susi und Hubbsi alles dazu taten, um unsere Konzentration zu stören.
Erstmal gefrustet zurück ins Auto, und ab zum Knast. Mir tut mittlerweile dermaßen der Nacken weh, dass nur noch ein Kineso-Tapeverband helfen kann. Mal sehen, ob Nadine zur Physiotherapeutin zugelassen werden kann....
Wer will, durfte jetzt sogar duschen gehn, so gnädig unsere Chefin! Aber nicht trödeln, es geht fast sofort weiter mit dem Zug nach Deidesheim. Natürlich zum Bahnhof *seufz*, wiederum auf Schusters Leisten, immer schön sportlich bleiben. Unser Neumitglied nutzte die Gelegenheit und seilte sich rechtzeitig zum Fußball ab. Sie wollte später ins Hotel zurückkommen. Toll, echt toll, die darf das, und wir? NATÜRLICH NICHT!
Aber auch die Bahnfahrt ist kein Zuckerschlecken, denn es gibt keine direkte Verbindung, so dass wir in Neustadt auch noch umsteigen müssen! Mannomann, wat für ne Hetze...
Irgendwann dann treffen wir ein: Nach Frankenstein folgt Deidesheim. Weinfest. Voll. Menschen. Hunger! Wir schlagen uns den Weg frei durch sonnenüberflutete Wege und gut gelaunten Menschen, die alle zufrieden zu sein scheinen und einen Platz erwischt haben zum essen. Wir hingegen suchen uns nen Wolf. Irgendwann irgendwo zwischendurch ergattern wir nen verdammt engen Tisch samt Knastfeeling, es reicht für Käsebrocken und Fischbrot und zwei Flaschen Wasser, das muss reichen. Nur Chefin gönnt sich wie üblich Prickelbrause. Den Magen leicht beruhigt gehts dann weiter zum Zentrum des Städtchens oben an der Kirche gelegen. Dort testete Oli dann einen Saumagenburger, den hatte er sich aber auch redlich verdient, nachdem er ne halbe Stunde angestanden hat und wir in der Zeit den hiesigen Secco testen mussten. Dann zog noch irgend ne Dorfkapelle vorbei mit nem riesigen Maibaum und wir nutzten danach die Gelegenheit, entgegen dem Strom nach weiteren Futtermöglichkeiten zu gucken. Hast nix verpasst, Helmut, bis auf die Dorftranse! Man was für eine Frau, die machte unserer Schwarzwald Resi echt Konkurrenz! Es gab neben Dampfnudeln und Käseomelette nur noch Flammkuchen, gebrannte Mandeln und Eis. Gut, an Getränken konnteste dir aussuchen: Wein oder Bier, Schorlen oder Käffken, alles was das Herz begehr...also all dat, wat du nich so magst und Mia nicht darf.
Um 20h sollte eigentlich Gerd Rube auftreten (kennt den jemand?), aber nachdem wir noch ne halbe Stunde gewartet haben, und der immer noch am aufbauen war, entdeckten wir Olaf´s absolute Traumfrau. Chefin wollte aber nicht länger warten und rumstehen, bis Olaf sich endlich traute, seine Traumfrau in lila anzusprechen, sie scheuchte uns dann zurück zum Bahnhof. Positiv: wieder einen Programmpunkt überstanden. Negativ: es kommt noch einer!
Um kurz vor 22h kamen wir am "Alcatraz" wieder an, nun auch wieder zu Zehnt. Aber welch eine Verwandlung des Hotels... rot erleuchtet wie ein Bordell, silberne Kandelaber mit tropfenden Kerzen im Hof und Türstehern im Eingang, die die eintreffenden Gäst...Gefangenen kontrollierten, ob auch jeder nur ja eine Marke zum Einlass hatte. Wenn ja, wurde er abgestempelt und durchgeschleust. Auch wir schmuggelten uns hinein und wurden aufgenommen in die Schar der über Sech....Dreißigjährigen, die dort einen Budenzauber veranstalteten, dass die Wände wackelten. Ich sag euch, da ging die Party ab, das war echt g....ich mein, da war es sooo voll, dass man sich kaum unterhalten konnte, auch schon wegen der alten Musik, teils aus den 80igern, 90igern und so. Aber auch Aktuelles. Allerdings huschten wir alle erstmal ins Zimmer, um uns aufzubrezeln, so lautete der Befehl der Chefin, woran wir uns auch versuchten zu halten, was nicht allen gelang. Zumindest um die Tannennadeln und Bierflecken zu entfernen und den Schweiß zu bewältigen (haha).
Auf jeden Fall beeilten wir uns alle und freuten uns auf...also, wir schlichen dann irgendwann traurig wieder aus dem Zimmer, um uns unten zu versammeln und in den ehemaligen Frühstücksraum zu schlurfen, der sich mächtig gefüllt hatte mit auswärtigen Häftlingen und einem Oberaufseher, der darauf achtete, dass die richtige Musik lief und keiner die Beine still halten konnte. So waren meist alle in Bewegung und konnten keinen Ausbruchversuch wagen. Erschwerend kam hinzu, dass man uns die Frischluftzufuhr unterband, entweder man durfte auf dem Hof seine Runden drehen- ohne Musik- oder man begab sich in die Hölle, schwitze sich die Klamotten durch und ließ sich das Trommelfell beschallen und die Adern mit alkoholdurchsetzten oder koffeinhaltigen Getränken vergiften. Doch warmer Mief war immer schon besser als kalter Ozon!
Und hey Leute: man bin ich froh, kein grünes Kleid angehabt zu haben! :-P *klatsch!Auaaaaaa,menno*
Es war eine ziemlich lange Nacht. Hat sehr viel Spa...hat sehr viel Anstrengung gekostet. Und nachdem so gegen halb drei nur noch die Stärksten unter den Fremdlingen im Saal waren, traten auch wir den Rückzug an. Ok, bis auf Jens. Die arme Socke woll...musste noch länger da bleiben, da man erst auf die Zelle durfte, bis alle Marken für die Vergiftung der Adern und Lähmung des Sprachzentrums durch Gerstenkaltschale vernichtet waren.
Aber oh Wunder, zum Frühstück am nächsten Morgen waren alle alle wieder da! Auch Jens, der uns nachhaltig durch Ausdünstungen an die vergangene Nacht erinnerte und noch einige Vergiftungserscheinungen aufwies. Marcel war so gnädig, Chefin in seinem Bett schlafen zu lassen und auf eine Isomatte auszuweichen, weil die Besuchszeit geringfügig überschritten wurde und somit dementsprechend zeitig am Frühstückstisch anzutreffen war, da er Angst hatte, während der Nacht mit Chefins Füßen in seinem Gesicht Bekanntschaft zu schließen.
Die Stimmung war leicht betrüb...nein, falsch, die Stimmung war jetzt leicht euphorisch, da man wusste, das Wochenende war überstanden und es ging nun endlich wieder nach Hause! Der Großteil von uns flitze noch mal schnell nach Luxemburg rüber zum tanken und Kaffee horten. Auf der Fahrt dorthin, noch einmal auf einem Rastplatz anhaltend, um die wundeschöne Aussicht auf die Mosel zu genie...äh...so einen blöden Blick runter auf diesen komischen Fluss mit irgendwelchen Weindingern am Hang anschauen zu müssen. Naja, ein Erinnerungsfoto könnte man ja schon noch mal machen. Ein Ami erbarmte sich, und im Gegenzug bekam er einen Craschkurs mit dem Wort "Aaaaameisenscheisse". Aber auch diese überflüssige Zeit ging schnell vorbei und endlich, endlich fuhr man wieder im Regen Richtung Heimat....und freute sich endlich wieder in den unzähligen Staus zu stehen, man... wie hatte ich das vermisst!
Tja, ihr beiden, so war unser WE. Also, im Grunde genommen nix Neues, oder?
Und den Bericht hab ich jetzt auch endlich fertig.
So, tschö dann.
JayBee in Co-Produktion mit Tom
;-)
Stichwörter:
Fußball,
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