Das war die FIBO 2015 Nils Borgstedt

Das war die FIBO 2015

In Köln standen die letzten Tage ganz im Zeichen von Fitnesstraining, Physiotherapie, Sportmedizin und Bodybuilding. Zum 30. Mal hatte die FIBO ihre Tore geöffnet.
Die FIBO zählt zu den Leitmessen im Gesundheits-, Fitness- und Bodybuilding-Bereich. Die Fach- und Publikumsmesse feierte dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen und war erstmals in ihrer Geschichte ausverkauft. Die Ticketnachfrage war so groß, dass die Veranstalter am Freitag den Verkauf einstellen mussten.

FIBO 2015 – das gab’s zu sehen

Eine wirklich bahnbrechende Neuerung, Neuentdeckung oder Revolution gab es in diesem Jahr auf der FIBO allerdings nicht zu bestaunen. Stattdessen: viel Bekanntes in unterschiedlichster Ausführung. Die zentralen Themen: Bodyweight-Training, Faszien, Functional Training und – ganz groß – die Vermessung des Sportlers.

Trampolin, Sprossenwand, Hanteln, Gymnastikball: Viele altbekannte Trainingsgeräte werden wieder herausgeholt und aufpoliert als neuer Trend inszeniert. Anderes, wie Faszienrollen, Gummibänder und Schlingentrainer, scheinen zwar nicht ganz so „historisch“ – sind aber ebenfalls seit einigen Jahren fest etabliert im Fitness- und Gesundheitssport, sowie in Physiotherapie und Reha-Training.

Apps und andere virtuelle Angebote sollen dem Trainer, Studiobetreiber und letztlich natürlich auch dem Sportler selbst beim Training unter die Arme greifen. Die Zeiten, in denen eine Pulsuhr mit Brustgurt das Training als einziges technisches Hilfsmittel begleitete, sind vorbei. Fitnesskurse werden von einem virtuellen Trainer geleitet, via App kann das Sportprogramm auch zu Hause ausgeführt werden. Apps, Uhren und Waagen messen zudem sämtliche Daten des Körpers – von Herzfrequenz über verbrannte Kalorien und Körperfettanteil bis zu Muskelmasse und Körperwasser. Wer jetzt denkt, ein Besuch der FIBO sei überflüssig, täuscht sich aber.

Viel ausprobieren

Gelohnt hat sich ein Besuch nämlich dennoch. Zahlreiche Vorträge und Symposien boten gute Weiterbildungsmöglichkeiten. Bei manchen, wie dem FIBO-Symposium der Deutschen Akademie für angewandte Sportmedizin war die Teilnahme sogar kostenlos. Lässig für den Otto-Normal-Besucher waren die Möglichkeiten, ihm unbekannte Trainingsgeräte und Fitnessangebote auszuprobieren. Laufen im Vakuum, elastische Schlingentrainer, Spinningräder – die ähnlich instabil sind wie ein echtes Fahrrad –, Liegen, die mit Infrarotlicht und leichter Vibration den Lymphfluss ankurbeln und so Schmerzen lindern und die Entspannung fördern sollen, standen unter anderem auf Seiten der Geräte zur Verfügung. Zumba, Cage Fitness und Jumping Fitness waren unter anderem die Fitnesskonzepte, die zum Mitmachen luden.  

Und ein weiterer Aspekt der FIBO 2015: Viel nackte Haut gab es dank zahlreicher Muscle-Shirt-Träger auch zu sehen. Sah mal gut aus, mal weniger. Aber auch das ist letztlich nichts neues auf der FIBO.

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