picture-alliance; Ihre Dopingprobe war positiv: Sim Pok Jong (l) aus Nordkorea
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Doping bei der WM – Zwei Nordkoreanerinnen suspendiert

Die beiden nordkoreanischen Spielerinnen Jong Sun Song und Sim Pok Jong sind vor dem abschließenden Gruppenspiel ihrer Nationalmannschaft gegen Kolumbien gestern in Bochum von der FIFA wegen Dopingverdachts provisorisch suspendiert worden.

Die beiden Spielerinnen wurden auf eine verbotene Substanz getestet. In Einklaing mit Artikel 58 der FIFA Anti-Doping-Regeln und in Abstimmung mit der internationalen Anti-Doping-Behörde WADA musste sich daraufhin nach dem Spiel gegen Kolumbien die gesamte Mannschaft eines Anti-Doping-Tests unterziehen. „Das ist ein einmaliger Vorgang bei Weltmeisterschaften. Aber wenn es zwei positive Proben in einer Mannschaft gibt, schreiben die Regularien dieses Prozedere vor“, so FIFA-Chefmediziner Dr. Jiri Dvorak.

Dritter Dopingfall

Die FIFA will sich erst wieder zu dem Thema äußern, wenn die Ergebnisse der “B-Probe” vorliegen werden, die den Verdacht der “A-Probe” erhärten würden. Zuvor war bereits die kolumbianische Spielerin Yineth Yaron wegen eines Dopingvergehens suspendiert worden. Die Spielerin hatte – anders als die beiden Nordkoreanerinnen – eine Analyse der “B-Probe” gefordert, die das Ergebnis der A-Probe bestätigte.

Zwanziger: Menschenverachtendes System

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger zeigte sich empört: “Dieser Vorfall unterstreicht den Eindruck von einem menschenverachtenden System in Nordkorea, in dem versucht wird, Sportler mit allen Mitteln zu Erfolgen zu führen. Erfolge, die dann für staatliche Propaganda missbraucht werden können”, so Zwanziger.

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