Kurzinterview mit Kitesurf-Weltmeisterin Kristin Boese

: Kurzinterview mit Kitesurf-Weltmeisterin Kristin Boese

Die Kitesurfweltmeisterin Kristin Boese stellt sich 10 Fragen und erzählt, wie sie den Kitesport für sich entdeckt hat, warum "wahrer Luxus" für sie schon wahr geworden ist und warum der Bikini zur festen Ausstattung im Handgepäck gehört.

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Erzähl uns von Deinen Anfängen im Kitesurfen? Wie bist Du dazu gekommen?
Ich habe als Kitesurf-Lehrerin im Surfcenter Wustrow auf dem Fischland/Darss gearbeitet und bin leider bei dem eher schwachen Wind nicht sehr oft selbst zum Windsurfen gekommen. Als ich da so am Strand saß und die Kitesurfer beobachtete die trotzdem Spaß hatten, packte mich die Neugier und nach meinen ersten eigenen Versuchen war ich dann auch sofort infiziert.

Was sagen Deine Eltern dazu?

Anfangs fanden sie es eher nicht so toll, schließlich hab ich meinen sicheren Job und mein Studium an den Nagel gehängt und mich einfach auf gut Glück ins Kiteleben gestürzt. Inzwischen finden sie es super, dass ich einen Weg gefunden habe, meinen Traum zu leben und respektieren mein Leben am Strand als normalen Beruf.

Was machst Du, wenn Du nicht gerade Kitesurfen bist?

Wenn ich nicht am Strand oder auf dem Wasser bin, dann bin ich entweder hinter dem Computer oder im Flugzeug zu finden. Allerdings nutze ich auch jede Gelegenheit dazu, anderen Sportarten (wie Yoga, Mountain Biken, Paddle Boarden usw.) nach zu gehen oder mit meiner Familie und meinen Freunden etwas Zeit zu verbringen.

Gab und gibt es Vorbilder? Was macht für dich einen „herausragenden“ Kitesurfer aus?

Klar, Cindy Mosey war damals als dreifache Weltmeisterin mein großes Vorbild. Sie war nicht nur eine super Kiterin, sondern auch eine tolle Person und hat mich anfangs super motiviert. Absolut den Hut ziehe ich auch vor Nicolas Lanquetin und anderen Leuten, die trotz körperlichen Behinderungen auf dem Kiteboard zu finden sind und positiv durchs Leben gehen! Weiter so!

Was war –gefühlt- dein größter Erfolg? Was deine größte Niederlage?

Mein größter Erfolg war sicher mein allererster Weltmeister-Titel, schließlich habe ich bis zur letzten Minute nicht daran geglaubt, dass ich ihn wirklich gewinnen könnte und als die Entscheidung dann fest stand, war ich im siebten Himmel! Niederlagen hatte ich auf dem Weg dort hin und natürlich auch in den letzten Jahren so einige. Die schlimmsten sind dabei aber einfach immer die, bei denen das Judging ungerecht ist, aber so ist das wohl in jedem Sport der durch Schiedsrichter entschieden wird, das kenne ich schon vom Handballspielen als ich noch klein war. Letztlich lernt man aus Niederlagen sicher mehr, als aus einem Sieg und jede Niederlage hat sicher einen Sinn.

Seite 1: Kurzinterview mit Kitesurf-Weltmeisterin Kristin Boese
Seite 2: Kristin Boese über Rituale, Ziele und noch mehr

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