Hawaii oder nicht?

netzathleten: Wie läuft so ein Tag hier in Leutasch denn genau ab?
Michael Göhner:
Morgens gehen wir Schwimmen, so um die drei bis vier Kilometer. Danach kommen dann ein bis zwei Langlauf-Einheiten, insgesamt ungefähr fünf Stunden lang auf den Skiern.
Markus Kneip: Ich lege hier in diesem Umfeld natürlich auch großen Wert auf den Faktor Motivation und Spaß. Wenn man Spaß am Sport hat, kann man ihn auch ordentlich ausüben. Gestern haben wir zum Beispiel noch eine Schneeschuhtour gemacht, sind 500 Höhenmeter gegangen, anschließend heruntergerodelt. Michael soll im Kopf nicht müde werden. Hier in der Gruppe können wir uns auch gut gegenseitig motivieren.

netzathleten: Wirst Du dieses Jahr in Hawaii an den Start gehen?
Michael Göhner:
Nein, ich will als Vorjahresgewinner bei der Quelle Challenge in Roth dort meinen Titel verteidigen. Ein zweites Langdistanzrennen, also das auf Hawaii, wäre dann zu viel und die Regenerationsphasen zu kurz. Da dürfte dann wirklich gar nichts schiefgehen in der Vorbereitung. Dazu kommen zahlreiche Kurzdistanzrennen und andere Verpflichtungen, an denen man teilnehmen muss. Insofern ist Roth mein Saisonziel. Für 2011 will ich mich dann aber früh genug für Hawaii qualifizieren. Das ist ein langfristiges Ziel.
Markus Kneip: Dass ist auch ein Trend, den man erkennen kann. Alle die in Hawaii vorne dabei sind, haben vorher nur ein Langdistanzrennen absolviert. Insofern ist dieses Jahr auch ein Übergangsjahr in Hinblick auf unsere Hawaii-Ambitionen. Nächstes Jahr soll es da zur Sache gehen.

netzathleten: Welche Sportarten interessieren Dich denn ansonsten noch?
Michael Göhner:
Ich bin in der komfortablen Situation, dass ich mein Hobby als Beruf ausübe. Skifahren…ansonsten bleibt gar nicht mehr so viel Zeit übrig. Ich habe meinen Sohn, um den ich mich kümmern will.

netzathleten: Du sagst Du absolvierst auch Rennen über die Olympische Distanz. Sind die Spiele 2012 in London ein weiteres Ziel von Dir?
Michael Göhner:
Nein, eigentlich war das noch nie ein Ziel von mir. Man schafft es auch nicht, man muss sich für eine Art entscheiden. Ich bringe auch kein Talent mit, für die Olympiadistanz. Ich schwimme zu langsam und das Training ist auch anders strukturiert. Meine Disziplin Radfahren geht da etwas unter, da wird mehr geschwommen.

netzathleten: Was können wir uns denn noch von Michael erwarten? Er ist ja im besten Alter für den Ausdauersport.
Markus Kneip:
Wir haben noch mindestens fünf bis sieben Jahre, in denen wir uns auf höchstem Niveau bewegen können. Dazu kommt noch, dass Michael wenige Trainingsjahre im Triathlon hat und umfangsmäßig bei weitem noch nicht das bewältigt hat, was andere absolviert haben. Er kam ja recht spät zu diesem Sport. Ich denke, da hat er noch enormes Entwicklungspotential.

netzathleten: Da lassen wir uns gerne positiv überraschen und warten gespannt auf die nächsten Rennen. Viel Glück dabei und danke für das nette Gespräch.

Christian Heger: Auch ich wollte mich nochmals bedanken, für die gute Zusammenarbeit und Eure Unterstützung bei unserem netzathleten Triathlon-Special. Mit dem Trainingsplan von Euch kann ich mich nun optimal auf mein Rennen vorbereiten. Ich bin jetzt sehr gespannt, was mich in den nächsten Monaten erwartet.



Das Interview führten Derk Hoberg und Nils Borgstedt


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Es gibt einen Kommentar

Christian H. schrieb am 18.02.10 um 00:17
Christian H.
War ein Top Trainingstag. Der Langlaufvirus hat mich nun auch erfasst und es ist eine super alternative Trainingsmethode!

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