Die Besonderheiten des Ironman auf Hawaii

Netzathleten: Du bist sozial sehr engagiert, gab es dafür einen bestimmten Auslöser?
Michael Göhner: Eigentlich nicht. Ich denke einfach, wenn man sich engagieren kann, dann sollte man das auch machen. Ich denke, es kommt aber auch viel durch meinen Verein. Die TSG Reutlingen hat auch eine Behindertensportabteilung und wenn man da helfen kann, helfe ich gerne. Ich unterstütze ja hauptsächlich regional, da sieht man dann auch die Ergebnisse.

Netzathleten:
Ziehen wir vor dem großen Showdown auf Hawaii einmal Bilanz des bisherigen Jahres. Bist Du bisher zufrieden?
Michael Göhner: Mehr als zufrieden, die Saison lief wirklich sehr gut. Jetzt kommt dann noch das i-Tüpfelchen.

Netzathleten: Und Deine Zielsetzung auf Hawaii?
Michael Göhner: Ich bin jetzt zum 6. Mal dabei. Dieses Mal ist meine Saison aber schon sehr lange und ich spüre den Substanzverlust. Von daher wäre ich zufrieden, wenn ich unter die Top Ten kommen würde, schließlich sind dort die Besten der Besten am Start.

Netzathleten:
Was sind die Besonderheiten der Strecke auf Hawaii?
Michael Göhner: Die Mumuku-Winde können einem das Leben sehr schwer machen. Die drehen zur Mittagszeit, wenn man Pech hat passiert das genau dann, wenn man den Wendepunkt auf der Radstrecke erreicht hat, so dass man die komplette Strecke mit Gegenwind fährt.

Netzathleten:
Was bedeutet das für Dich?
Michael Göhner: Naja, durch mein mäßiges Schwimmen komme ich einfach nicht mit der ersten Gruppe aus dem Wasser. Deshalb werde ich von vorneherein hinterherfahren, zumal auf Hawaii ja keine Neoprenanzüge beim Schwimmen erlaubt sind. Der würde mir mindestens vier bis fünf Sekunden auf hundert Metern bringen. Bei guten Schwimmern macht das nicht so viel aus. Wenn man dann noch gegen den Wind fahren muss wird es natürlich auch vom Kopf her schwer.

Netzathleten:
Fällt die Entscheidung erst beim Laufen?
Michael Göhner: Bei der Ironman-Distanz kann viel passieren. Ich hatte zwei Jahre hintereinander einen Plattfuß auf der Radstrecke. Der Asphalt auf Hawaii ist wegen der Lava dort rau und spitz. Aber entschieden wird das Rennen sicher erst beim Laufen. Ich hoffe natürlich, dass ich bis dahin schon ordentlich an Boden gut gemacht habe, dann wird man sehen, was ich erreichen kann.

Netzathleten:
Und dann das Jahr gemütlich ausklingen lassen?
Michael Göhner: Ja, wir machen noch eine Woche Urlaub dort, besuchen anschließend San Francisco und dann geht es wieder heim. Ende November werde ich wieder mit dem Training beginnen, wobei die Trainingssteuerung auch sehr vom Ergebnis auf Hawaii abhängt.

Netzathleten: Dann wünschen wir Dir viel Erfolg beim Ironman auf Hawaii und hoffen, dass Du Dein Ziel erreichst. Danke für das nette Gespräch Michael.

Das Interview führte Derk Hoberg

Seite 1: Der schwäbische Ironman - Interview mit Michael Göhner
Seite 2: Die Besonderheiten des Ironman auf Hawaii

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Es gibt einen Kommentar

Diana S. schrieb am 09.10.09 um 16:34
Diana S.
Viel Erfolg auf Hawaii, Micha!

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