Was wird in Deutschland gegen die Dopingskandale unternommen?

Was wird in Deutschland gegen die Dopingskandale unternommen?

In regelmäßigen Abständen werden Dopingskandale aufgedeckt. Aufgrund der anhaltenden Doping-Kriminalität scheint es fast so, als könne man dem Dopingmarkt keinen endgültigen Riegel vorschieben. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat in einer umfassenden Pressemitteilung auch darüber aufgeklärt, wie auf Bundesebene versucht wird, gezielt gegen das Verbrechen vorzugehen.

Die Bekämpfung des professionellen Dopings ist laut der deutschen Bundesregierung ein Kernelement der Sportpolitik. Zu diesem Zwecke wurde 2007 das Gesetz zur Verbesserung der Bekämpfung des Dopings im Sport (DBVG) ins Leben gerufen.

Das Gesetz zur Verbesserung der Bekämpfung des Dopings im Sport (DBVG)

Durch die Verabschiedung des Gesetzes zur Verbesserung der Bekämpfung des Dopings im Sport kam es zu gezielten Änderungen in den entsprechenden Paragraphen im Bundeskriminalamtsgesetz und im Arzneimittelgesetz. Die Neuerungen traten zum 1. November 2007 in Kraft.

Das DBVG setzt den Schwerpunkt auf die Suche, das Aufdecken und Sprengen krimineller Strukturen, welche mit Dopingmitteln operieren. Laut der Bundesregierung stärke das Gesetzt unter anderem die staatlichen Ermittlungsbefugnisse im Falle eines organisierten und ungesetzlichen Handels mit Dopingmitteln. Darüber hinaus wurde bei Besitz und Handel mit besonders gefährlichen Dopingmitteln eine erhöhte Strafbarkeit eingeführt.

Weiterhin sah das Anti-Doping-Gesetz vor, fünf Jahre nach Inkrafttreten der Maßnahme, eine erste fachliche Überprüfung der Wirksamkeit durchzuführen. Diesem Beschluss kam die Bundesregierung nun Ende Oktober nach.

Fazit der gesetzlichen Anti-Doping-Maßnahme

Für die beschlossene Auswertung erfasste man zunächst die Erfahrungen betroffener Kreise, um sie anschließend zu bewerten. Zusätzlich führte man Gespräche mit involvierten Instanzen, wie beispielsweise Staatsanwaltschaften. Dazu kamen noch umfangreiche statistische Erhebungen aus den entsprechenden Ermittlungs- und Strafverfahren. Neben diesen Erkenntnissen nutzte man die Daten auch zur Suche von praktischen Problemen, die sich im Laufe des Vollzuges ergaben. Der daraus entstandene Bericht sei in Zusammenarbeit des Bundesministeriums des Innern und für Gesundheit angefertigt worden, berichtet der DOSB.



Generell kam man zu dem Fazit, dass sich die vorgenommenen Maßnahmen bewährt hätten. Demnach sei die Zahl der Ermittlungsverfahren stark angestiegen. Darüber hinaus hätte man sowohl die Intensität, als auch die Effektivität in der Strafverfolgung in dem betrachteten Zeitraum erheblich verbessern können. Zu Beginn der gesetzlichen Anti-Doping-Maßnahmen lag die Anzahl der Strafverfahren bei rund 280. Vier Jahre später, 2011, lag die Zahl bereits bei fast 1600.

Mehr Geld für Dopingbekämpfung

Angesichts dieses Erfolges beschloss der Haushaltsausschuss bei der Beratung für den Haushalt 2013, dass der Bund mehr Mittel zur Dopingbekämpfung erhalten wird, als zunächst geplant. Die Planung sieht vor, dass der Bund gut 3,3 Millionen Euro für Anti-Doping-Maßnahmen erhält. Das ist gut eine Millionen Euro mehr, als zunächst angedacht war. Verwendung finden die Gelder in dem Doping-Kontroll-System der Nationalen Anti-Doping-Agentur, deren Schaffen bereits im oberen Teil detailliert beschrieben wurde.

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