Training mit leeren Glykogenspeichern - Periodisierung in der Sporternährung

Training mit leeren Glykogenspeichern - Periodisierung in der Sporternährung

Athleten sollten ihre Glykogenspeicher in Muskulatur und Leber erweitern, um Höchstleistung erbringen zu können, lautet ein Credo in der Sporternährung. Deshalb kommen bei vielen Sportlern immer ausreichend Kohlenhydrate auf den Tisch.

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Das liegt auch nahe, sind Kohlenhydrate doch bei intensiven Belastungen die bevorzugte Energiequelle des Körpers. Im Gegensatz zu Fetten lassen ich Kohlenhydrate schneller verstoffwechseln und benötigen dabei weniger Sauerstoff.

Training mit leeren Glykogenspeichern – der beste Weg zur Topform?


Aber ist das wirklich die beste Ernährungs-Strategie für Sportler? Diese Frage ist nicht ganz unberechtigt, denn einige jüngere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass ein Training mit leeren Muskelglykogenspeichern zu größeren enzymatischen Veränderungen führt. Aufgrund des Kohlenhydratmangels in der Muskulatur ist der Körper gezwungen, auf Fett als Energiequelle auszuweichen. Dadurch bildet er mehr fettstoffwechselrelevante Enzyme.



Daraus leiten einige Sportwissenschaftler die Empfehlung ab, besonders in der Vorbereitungszeit einige intensive Trainingseinheiten mit geleerten Glykogenspeichern zu absolvieren. Besonders geeignet dafür scheint das so genannte High-Intensity Intervall Training (HIIT) unterstützt durch eine kohlenhydratarme Ernährung (Low Carb).

Optimierung des Fettstoffwechsels erlernbar


In der allgemeinen Vorbereitungszeit kommt es so zu einer Optimierung des Fettstoffwechsels. So lernt der Körper, auch bei hohen Belastungen einen größeren Anteil der Energieversorgung über Fette zu decken.

Gleichzeitig empfehlen die Forscher, den Kohlenhydratanteil in der Ernährung zu Beginn der Wettkampfphase wieder anzuheben, um die Kohlenhydratspeicher zu erweitern, sodass ausreichend schnell verfügbarer Treibstoff für Höchstleistungen zur Verfügung steht.

Genau wie beim Training kann man auch in der Sporternährung von einer Periodisierung sprechen: Die Ernährung wird dem entsprechenden Trainingsziel angepasst; in der Grundlagenphase heißt das Ziel „Optimierung des Fettstoffwechsels“ und in der Wettkampfphase „Maximierung der Glykogenspeicher“.

(Journal of Applied Physiology, 2008)


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Es gibt 3 Kommentare

Hans schrieb am 10.11.11 um 18:22
Was für ein haltloser Nonsens! Mit leeren Glykogenspeichern ein Training zu absolvieren, ein intensives noch gleich dazu, läßt den Sportler auf dem Zahnfleisch dahergekrochen kommen. Wer derartige Vorschläge macht, ist alles andere als ein Wissenschaftler.
Isi Schneider schrieb am 05.02.11 um 12:04
Isi Schneider
So, jetzt hab ichs gefunden. Die vollständige Quelle lautet: * K. De Bock, * W. Derave, * B. O. Eijnde, * M. K. Hesselink, * E. Koninckx, * A. J. Rose, * P. Schrauwen, * A. Bonen, * E. A. Richter, * and P. Hespel Effect of training in the fasted state on metabolic responses during exercise with carbohydrate intake J Appl Physiol April 1, 2008 104:1045-1055; published ahead of print February 14, 2008, doi:10.1152/japplphysiol.01195.2007 oder HIER: http://jap.physiology.org/content/104/4/1045.full.pdf+html
Isi Schneider schrieb am 05.02.11 um 11:46
Isi Schneider
Hört sich interessant an. Leider ist die Quelle nicht vollständig angegeben. Ich such mich grad tot nach dem Originalartikel im JAP, denn jede Monatsausgabe hat über 200 Seiten. Zumindest eine Angabe des Autors wäre extrem brauchbar

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