Dr. Imke Reese
Fitness /
Dr. Imke Reese ist freiberufliche Ernährungsberaterin in München, mit Schwerpunkt Allergologie. Zusätzlich arbeitet die gebürtige Hamburgerin in der Arbeitsgruppe Nahrungsmittelallergie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (DGAKI) und ist Vorsitzende des Vereins Arbeitskreis „Diätetik in der Allergologie e.V.“. Sie ist Dozentin für Ernährungsfachkräfte sowie Vorsitzende einer Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Weitere Informationen zu Dr. Imke Reese gibt es unter www.ernaehrung-allergologie.de.
Laktose-Intoleranz und die Folgen für Sportler
Ein Großteil der Weltbevölkerung leidet an Laktose-Intoleranz. Bauchschmerzen sind die Folgen der Milchzucker-Unverträglichkeit, bei der ein Bestandteil der Milch nicht verdaut werden kann. Ursache ist das Fehlen eines Enzyms. Auch für Sportler kann das Folgen haben.
Wenn der eigene Körper zu wenig des Enzyms Laktase produziert, muss man damit leben, keine Milch trinken zu können. Man kann höchstens seine Ernährung umstellen, denn kein Arzt kann diesen Mangel beheben. In Europa leiden ca. 10-20 Prozent unter der Laktose-Intoleranz. Um die Symptome zu vermeiden, sollte man auf Speisen und Getränke, die Milchzucker enthalten, verzichten.
Die Körper der meisten Betroffenen produzieren aber noch ein klein wenig des Enzyms, mit dem die Laktose im Dünndarm gespalten und damit für den Körper verwertbar gemacht wird. Da jeder Körper verschieden ist, muss man selbst herausfinden, welche Mengen an Milchzucker man vertragen kann. Dafür muss man für einige Tage völlig auf laktosehaltige Lebensmittel verzichten. Im Anschluss sollte man die Dosierung bis zur Grenze der Verträglichkeit steigern, um zu sehen, wie viel Laktose man verträgt.
Für den „Notfall“, wenn es mal nicht anders geht, gibt es das Enzym auch in Tablettenform. Dr. Imke Reese, Autorin zahlreicher Bücher aus dem Bereich der diätischen Allerlogie, warnt aber: „Das kann man durchaus mal machen, allerdings ist es keine dauerhafte Therapie. Jeder muss im Rahmen einer Ernährungstherapie seinen Schwellenwert, das heißt sein eigenes Maß der Laktose-Verträglichkeit, herausfinden.“
Die Symptome der Laktose-Intoleranz
Eigentlich sind die Symptome einer Laktose-Unverträglichkeit recht unspezifisch. Sie können wie auch bei anderen Krankheiten als Beschwerden auftreten. Je mehr Milchzucker verzehrt wurde, desto stärker quälen die Symptome – so viel ist klar. Zu den einzelnen Symptomen gehören: Völlegefühl, Bauchkrämpfe, Blähungen, Durchfall und Übelkeit. In seltenen Fällen kann es auch zu Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen, chronischer Müdigkeit, und Konzentrationsstörungen kommen.
Die Symptome entstehen dadurch, dass die Laktose nicht bzw. nur unvollständig im Dünndarm gespalten wird. So gelangen größere Mengen an Laktose in untere Darmabschnitte. Dort dienen sie den Bakterien als „leichte Kost“. Auf diese Art entsteht eine große Menge an Gasen und organischen Säuren, die für das ungute Gefühl verantwortlich sind.
Wo ist der Milchzucker überall enthalten?
In erster Linie findet man Laktose natürlich in Milch. Überall, wo Milch drauf steht, ist folglich auch Laktose drin: in Kuh-, Schaf-, Ziegen- und der Milch aller anderen Tiere. Zudem findet man Laktose in allen Produkten, die mit Milch oder Milchpulver hergestellt werden. Beispiele hierfür sind Pudding oder Sportler-Nahrung wie Proteinshakes oder Energei-Riegel, sowie Buttermilch, Creme Fraiche oder Sahne. Dazu zählen natürlich auch alle Sorten von Milchspeise-Eis und Milchschokolade.
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