Michael Warm
Volleyball /
Michael ist am 25. März 1968. Er arbeitete 5 Jahre lang mit der Junioren-Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes zusammen. Heute trainiert er beim Bundesligaclub SCC Berlin. Michael trug entscheidend zur Entwicklung der SMASH-CAMPS (bundesweite Volleyballcamps für Jugendspieler) bei. Er trainierte Talente wie Patrick Steuerwald, Sebastian Schwarz, Robert Kromm, Jochen Schöps, Dirk Westphal und Kai Kleefisch.
Mittelblock-Training mit SCC-Berlin Trainer Michael Warm
Der Mittelblock ist in vielen engen Volleyball-Spielen der entscheidende Faktor, der über Sieg und Niederlage entscheidet. Ein guter Mittelblock ist wie eine Mauer, an dem gegnerische Schmetterbälle abprallen und der die gegnerischen Angreifer zur Verzweiflung treibt.
Die Anforderungen an den Mittelblockspieler sind enorm. Ein guter Spieler auf dieser Position muss neben einer hohen Körpergröße auch gute Sprungkraft, Ausdauer und Durchsetzungsvermögen mitbringen. Darüber hinaus muss er schnell auf den Beinen sein, blitzschnelle Reflexe und ein gutes Timing haben sowie eine hohe strategische Fähigkeit mitbringen. An dieser Stelle gibt Euch, Michael Warm, Trainer des Bundesligisten SCC Berlin einige Trainings-Tipps, wie man den Mittelblock am Netz technisch wie auch taktisch üben kann.
Die Grundbewegung
Zunächst einmal muss man wissen, wie die Blockbewegung an sich aussieht. Die Blockbewegung hat, wenn wir vom Anlauf absehen, drei Phasen: Die Ausgangshaltung, das Verändern des Ortes sowie den Absprung und den eigentlichen Blocksprung. Wobei die Bewegung sowie der Blocksprung selbst als eine eigene Bewegungseinheit gesehen werden können.
Ausgangshaltung:
In der Ausgangsbewegung steht der Spieler schulterbreit und eine Unterarmlänge weit vom Netz entfernt. Der Kniewinkel beträgt etwa 120 Grad, um eine Vorspannung aufzubauen. Die Arme befinden sich angewinkelt vor dem Oberkörper, die Handflächen zeigen zum Netz. Dies ist wichtig, um einen maximalen Sprung in die Höhe und das Hochführen der Arme ermöglichen zu können.
Michaels Tipp: „Viele Spieler stehen oft zu nah am Netz und riskieren dadurch eine Netzberührung. Darüber hinaus kann ein Spieler, der zu nah am Netz hochspringt, nicht ausreichend über die Netzkante herüber greifen, um den ankommenden Ball zu blockieren.“
Die Bewegung zum Ort sowie der Blocksprung:
Wie beschrieben befindet sich der Spieler in einer angewinkelten Kniehaltung. Dies ist insbesondere für den folgenden Start der Bewegung wichtig. Der Oberkörper bleibt dabei gerade und aufrecht.
Je nachdem, wo der Angriff erwartet wird, muss, muss sich der Blockspieler schnell zum richtigen Ort bewegen (sieh unten).
Es folgt ein kräftiger Sprung gerade nach oben, wobei der Blockspieler unbedingt ein seitliches „Fliegen“ vermeiden sollte. Viele Spieler neigen dazu, weil sie zu spät an Ort und Stelle sind, so zu springen, dass sie seitlich am Netz entlang fliegen. Dadurch wird der Block aber instabil und verliert an Effizienz.
Die Hände werden über die Netzkante in den gegnerischen Luftraum gestreckt, wobei die Daumen nach innen zueinander zeigen und die Finger weit gespreizt sind. Die Handgelenke sind dabei leicht abgeknickt. Schließlich soll der geblockte Ball möglichst netznah auf die gegnerische Spielhälfte prallen. Die Fußspitzen zeigen im Sprung ebenfalls nach vorne. Die Körperhaltung beim Blocksprung muss daher wie ein leichtes „C“ aussehen.
Michaels Tipp: „Am besten trainiert Ihr die Grundbewegung direkt am Netz, indem Ihr beispielsweise auf der anderen Netzseite auf einen Kasten einen Mitspieler aufstellt. Der Mitspieler hält einen Ball an die Netzkante und Ihr versucht, diesen mit beiden Händen zu spielen. Achtet dabei darauf, den Ball weit auf der anderen Netzseite zu spielen nach unten zu drücken.“
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