Mehr Gewicht, mehr Kraftzuwachs

Je schwerer das Gewicht, desto mehr mTor

Einige Studien haben bereits gezeigt, dass die mTOR-Aktivierung umso größer ist, je schwerer das bewegte Gewicht ist. Es kommt also auf hohe Trainingsreize an. Negativ wirkt sich allerdings metabolischer Stress auf die Aktivität von mTOR aus. Mit anderen Worten: Ein hoher ATP-Verbrauch beim Training blockiert die mTOR-Akitivität in der Muskulatur.

Um einen maximalen Kraftzuwachs zu erzielen, solltet Ihr mit einer hohen absoluten Kraft und geringem Energieverbrauch trainieren. Das hört sich schwierig an, weil bei jeder Muskelkontraktion ATP verbraucht wird. Während der konzentrischen Kontraktionsphase, bei der sich der Muskel verkürzt, wird eine mittlere Spannung erzeugt und am meisten ATP verbraucht. Bei isometrischen Kontraktionen (statisch) sind Energieaufwand und Kraftleistung am geringsten.

Die höchste mTOR-Aktivierung erreicht man während der exzentrischen Kontraktionsphase, also beim Ablassen eines Gewichts. Exzentrisch kann der Muskel deutlich mehr Kraft entwickeln als in der konzentrischen Phase. Es wird aber weniger Energie verbraucht. Das ist der Grund, warum auch gut austrainierte Athleten durch Negativsätze deutliche Kraftzuwächse erzielen können.

Wie kannst Du diese Erkenntnisse für Dein Trainingsprogramm nutzen?

Ein Satz sollte nicht länger als 60 Sekunden dauern und maximal 10 Wiederholungen umfassen. Jetzt kannst Du entweder ein Gewicht wählen, dass Du zirka 6-8-mal anheben kannst und erzwingst dann 2 weitere Wiederholungen. Der Trainingspartner hebt das Gewicht an und Du konzentrierst Dich nur darauf, das Gewicht abzulassen.

Oder Du baust einen echten Negativsatz in Dein Training ein. Liegt die eigene Maximalkraft beim Bankdrücken beispielsweise bei 100 kg, legt man etwa 140 kg auf. Der Muskel ist in der Lage, über 40 Prozent mehr Kraft in der Negativphase zu erzeugen. Die positive Phase übernimmt der Trainingspartner. Er hebt also das Gewicht aktiv an, während man sich selber nur auf die exzentrische Phase konzentriert.

 


Kommentar schreiben

  • (erforderlich)
  • (erforderlich)
  • Captcha Image
  • Infos über neue Kommentare per E-Mail erhalten

Es gibt 5 Kommentare

Andreas H. schrieb am 16.07.09 um 23:53
Andreas H.
Ich schwör auf Trainingseinheiten alla Dr. Izumi Tabata ... ich bau derartige Intervalle im Ausdauertraining ein und gestalte so mein Widerstandstraining: 20 Sekunden Last, 10 Sekunden Pause, 8 Serien pro Übung 10 - 15 Übungen
Enno S. schrieb am 01.07.09 um 23:19
Enno S.
Kann das hier bitte jemand so erklären das es auch Dummies verstehen können.
Anonymer Sportler schrieb am 06.04.09 um 10:43
Anonymer Sportler
Kurz für die die bis eben auch nicht wussten was ATP ist: Adenosintriphosphat (ATP) = besonderes Molekül zur Speicherung der Energie aus der Nährstoffverbrennung
Jürgen B. schrieb am 04.04.09 um 14:50
Jürgen B.
Klingt nach Mike Mentzers HIT. Darüber streiten sich Bodybuilder seit Jahrzehnten, aber die moderne Sportwissenschaft scheint die etablierten Trainingsmethoden zu revolutionieren.
Matthias T. schrieb am 25.03.09 um 13:07
Matthias T.
Ah cool, auf jeden Fall eine Variante mit der man einen neuen Reiz für die Muskulatur setzen kann.

Mehr aus Fitness

Die Maqui ist der neue Exportschlager aus Südamerika. Maqui-Beeren weiterlesen
Unter den Augen von Klaus Allofs und Thomas Schaaf kam es zum weiterlesen
Crossfit, eine hochintensive Mischung aus Krafttraining, Leichtathletik weiterlesen
Marko Marin wechselt im Sommer zum FC Chelsea. Seine kommenden weiterlesen
Mehr Kraft, Dynamik und Muskelaufbau, das verspricht die Übung weiterlesen
Kommentare: 2