Stichwort Seitenstechen - was es ist und woher es kommt

: Stichwort Seitenstechen - was es ist und woher es kommt

Immer wieder klagen Sportler über ein altbekanntes Phänomen – das Seitenstechen. Was aber ist es genau und woher kommen die Schmerzen in der Seite?

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Blauer Himmel, Sonnenschein, angenehme 23° Celsius – einfach raus und loslaufen! Doch was ist das? Schon nach den ersten Minuten stoppt ein stechender Schmerz in der Seite die Laufeinheit! Das Problem Seitenstechen hat bestimmt jeder Gelegenheitssportler schon einmal gehabt und musste das Training deswegen frühzeitig abbrechen. Aber was ist Seitenstechen eigentlich?

Symptome von Seitenstechen


Seitenstechen oder auch Seitenstiche genannt ist ein stechender, intensiver Schmerz, der in der linken Seite auftritt. Seitenstechen wird in der Regel bei Ausdauersportarten, allen voran dem Laufen, hervorgerufen. Eine eindeutige Erklärung, wodurch Seitenstechen entsteht, ist in der Medizin bisher leider noch nicht gefunden worden.

Drei Erklärungen für Seitenstechen


Die wahrscheinlichste Erklärung hängt mit der Atemmuskulatur, insbesondere dem Zwerchfell, zusammen. Durch die Belastung wird die Atemfrequenz erhöht. Dadurch wird das Zwerchfell beziehungsweise die Zwischenrippenmuskeln nicht mehr ausreichend durchblutet und es kommt zu einem (geringen) Sauerstoffmangel in dieser Region. Diese Mangelversorgung löst dann den entsprechenden Schmerz aus.

Ein zweiter Erklärungsansatz geht davon aus, dass Seitenstechen als Folge von Organverkleinerungen unter Belastung hervorgerufen wird. Auf diese Größenänderung, vor allem von Milz, Leber und Nieren, reagiert der Körper mit einem Dehnungsschmerz.

Eine dritte Erklärung sieht den Magen als Hauptschuldigen. Der Mageninhalt reizt bei Erschütterung das umliegende Bindegewebe, wodurch Schmerzen hervorgerufen werden.

Keines der drei Erklärungsmuster ist aber bisher endgültig bewiesen. Fakt ist allerdings, dass eine schlecht trainierte Bauchmuskulatur und ein voller Magen das Entstehen von Seitenstechen verstärken können.

Was tun bei Seitenstechen?


Seitenstechen ist keine wirkliche Sportverletzung wie Muskelkater oder eine Zerrung. Ihr könnt Euer Training also getrost fortsetzen, allerdings solltet Ihr das Lauftempo deutlich reduzieren. Ganz wichtig ist ein tiefes Ein- und Ausatmen, flache Atmung solltet Ihr vermeiden. Zusätzlich kann die Faust in die schmerzende Stelle gedrückt und die Arme beim Einatmen nach oben gestreckt werden.

Prävention gegen Seitenstechen


Um die Entstehung von Seitenstechen zu verhindern, solltet Ihr euch zunächst langsam einlaufen und das Tempo langsam steigern. Der Körper wird so auf die kommende Belastung vorbereitet. Zwischen der letzten Mahlzeit und dem Training sollten mindestens zwei Stunden Pause liegen. Und dann klappt’s auch mit dem Laufen – ohne Seitenstechen.

Nils Borgstedt


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Es gibt 2 Kommentare

Anonymer Sportler schrieb am 25.04.09 um 23:03
Anonymer Sportler
also bei mir hilft das nicht, ach wenn ich sehr langsam los laufe bekomme ich es, und das essen liegt auch lang genug zurück...
Martin U. schrieb am 24.04.09 um 17:01
Martin U.
Also immer schön langsam starten...

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