Volumetrics – Essen nach Volumen

Volumetrics – Essen nach Volumen

Bei der Volumetrics-Diät dreht sich alles um die Energiedichte von Lebensmitteln. Dabei geht man davon aus, dass für die Sättigung einer Person die Menge (Volumen) des Essens entscheidend ist und nicht der Kaloriengehalt der Speisen.

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Volumetrics stammt aus den USA, genauer gesagt glaubt die amerikanische Wissenschaftlerin Barbara Rolls in ihren Labor-Versuchen herausgefunden zu haben, dass weniger die Kalorienzahl, sondern allein das Volumen der Mahlzeit entscheidend ist. Erlaubt ist vor allem der Verzehr von Lebensmitteln mit reichlich Flüssigkeitsgehalt. Wer also Nahrungsmittel mit einer geringen Energiedichte zu sich nimmt, kann die Gesamtzahl der Kalorien senken.

Das Wort Volumetrics leitet sich von Volumetrie, also dem Messen von Rauminhalten, ab. Das Prinzip basiert auf der Zunahme von Nahrungsmitteln mit einer niedrigen Energiedichte. Das heißt, man soll Nahrungsmittel zu sich nehmen, die wenig Kalorien pro Gramm (kcal/g) enthalten. Nahrungsmittel mit einem minimalen Kaloriengehalt pro Gramm kann man in einer nahezu beliebige Mengen essen. Das Hungergefühl wird demnach begrenzt, ohne dass die Gesamtzahl der Kalorien zu groß wird.

Nahrungsmittel mit einem hohen Wassergehalt haben zwangsläufig eine geringe Energiedichte, da Wasser keine Kalorien hat. Solche mit einem hohen Energiegehalt enthalten dem zu Folge wenig Wasser, dafür aber mehr Fett und Zucker. Man sollte also viel Wasser oder Tee trinken und statt Wurst, Käse und Butter vermehrt Obst, Gemüse, Fisch und Vollkornprodukte essen. So ernährt man sich ausgewogen, nimmt wichtige Vitamine und Ballaststoffe zu sich.


Die durchschnittlich optimale Energiedichte sollte nach Ansicht der Volumetrics-Verteter bei 1,25 kcal/g liegen. In der US-amerikanischen Realität hingegen liegt der Durchschnitt bei 1,8 kcal/g.

Wann ist man satt?

Allerdings geht es beim Füllen des Magens nicht nur um das Volumen. So spielen zum Beispiel auch Hormone und in gewissem Maße auch der Kaloriengehalt eine Rolle beim Sättigungsmechanismus. Letztlich ist der Stand der Forschung noch nicht so weit fortgeschritten, als dass man von einer endgültigen Lösung für ein zu großes Hungergefühl sprechen kann. Das Gefühl der Sättigung entsteht im Gehirn und ist ein komplexer Vorgang. So kann man auch bei dieser Diät wohl noch nicht von der eierlegenden Wollmilchsau sprechen.

Dennoch kann man die Volumetrics-Diät durchaus als unterstützendes Element bei der Gewichtsregulierung heranziehen. Frische Lebensmittel mit einem hohen Wassergehalt haben nämlich ihre Vorteile. Ein gutes Beispiel, um die Energiedichte von frischen Lebensmitteln im Vergleich zu anderen zu verdeutlichen, sind Weintrauben und Rosinen. 15 Weintrauben wiegen rund 100 Gramm und enthalten etwa 70 Kalorien. 15 Rosinen hingegen wiegen etwa 20 Gramm, enthalten aber ebenfalls 70 Kalorien. Dass die 15 Weintrauben besser sättigen, als die 15 Rosinen liegt auf der Hand, ihr Volumen ist deutlich höher.

Derk Hoberg


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Es gibt 4 Kommentare

Derk H. schrieb am 22.12.09 um 12:26
Derk H.
Hallo Nader,
ich nehme den Gedanken gerne auf und werde ausführlich in diese Richtung recherchieren und meine Ernährungsexpertin zu Rate ziehen. In einem der nächsten Artikel wird es dann Antworten auf diese offenen Fragen geben.
Wie gesagt, in unserer Rubrik Fit&Schlank wird hin und wieder ein neuer Diättrend vorgestellt. Dies ist ein Service an die Leser, bei dem auch schon mal von einer Diät abgeraten wird. Jedoch sollte sich jeder selbst ein Bild von den Diät-Konzepten machen und sich ein passendes heraussuchen. Ich denke bei einer Diät, die erfolgreich verlaufen soll, ist es immens wichtig, dass sich der Einzelne damit wohlfühlt. Vielleicht kommt mancher mit Volumetrics gut zurecht, ein anderer jedoch nicht. Das ist eine sehr individuelle Angelegenheit, aber das ist ja nichts neues.
Zudem sollte man grundsätzlich vor dem Beginn einer ernst gemeinten Diät einen Arzt oder Ernährungsexperten konsultieren. Im Falle von Volumetrics hielt ich diesen Hinweis übrigens für nicht unbedingt nötig, da die Nahrung ja, wie gesagt, recht ausgewogen ist.
Ich danke Dir für Deine aufmerksame Kritik und wünsche Dir eine gute Zeit!
Nader D. schrieb am 21.12.09 um 18:37
Nader D.
Hallo Derk ich gebe dir Recht, dass mehr Volumen beim Essen sicher auch einen Vorteil für die Sättigung bringt ,aber es kann auch den Magen dehnen und so einen anderen negativen Trend bringen. Denn je grösser der Magen desto mehr neigt man auch mehr essen zu wollen, schon alleine wegen der Magensäure. Gibt ja nicht umsonst die Magenverkleinerungs OP. Mit Wasseraufnahme meine ich ,dass man bei all den Nahrungsmitteln, ihr Wassergehalt natürlich den Ausschlaggebende Punkt ist. Das hast du ja bei dem Beispiel Rosinen und Trauben dargelegt. Wenn ich z.B. Sport mache und ein leichtes Hungergefühl habe, dann trinke ich Wasser und schon ist das Gefühl weg. Jede Art Nahrung wäre sonst kontraproduktiv aus sportlicher Sicht.
Ich selbst esse sehr viel Obst, Gemüse und Salate und bin nicht gegen das grössere Volumen als Gedanke aber man sollte auch die Nachteile in Betracht ziehen,die ich oben erwähnt habe und keine Wunderdinge erwarten.
Derk H. schrieb am 21.12.09 um 17:52
Derk H.
Was meinst du denn, mit "das entscheidende ist die Wasseraufnahme"? Für das "Satt sein" entscheidend? Ich nehme Deine Kritik aber gerne auf und werde mich dem Thema "Satt sein" in einem der nächsten Artikel ausführlich widmen. Diesen Artikel werde ich auch noch durch eine Tabelle ergänzen, damit klarer wird, welche Lebensmittel bei dieser "Diät" empfohlen werden. Es handelt sich hier aber auch lediglich um eine Vorstellung dieser Methode in ihren Grundzügen. Dieser Artikel erhebt nicht den Anspruch, irgendjemand von dieser Methode überzeugen zu wollen. Ich schreibe hingegen nur, dass dieses Konzept ein unterstützendes Element bei der Gewichtsregulierung sein kann, da es wohl keine Einwände gegen frische Lebensmittel, wie Obst und Gemüse oder gegen Nahrungsmittel wie Fisch und Vollkornprodukte gibt. Mir kommt es immer darauf an, eine ausgewogene Ernährung, kombiniert mit ausreichend Bewegung zu empfehlen. Insofern erscheint das Volumetrics-Konzept ja gar nicht so verkehrt, zumindest was die Ernährung angeht.
Nader D. schrieb am 21.12.09 um 10:23
Nader D.
Nun ja das entscheidende ist die Wasseraufnahme und der Grad von Speichel den man beim Essen durchs Kauen erzeugt und den Magen damit füllt.
Je mehr Wasser wir trinken ,destom mehr wird die Magensäure neutralisiert und mehr wir kauen ,desto mehr wird Speichel erzeugt. Das Volumen ist daher entscheidend, da wir so die Magensäure neutralisieren und beim Kauen mehr Speichel erzeugen. Daher finde ich diesen Artikel etwas oberflächlich. Ausserdem was soll das denn für eine Diät sein ,wenn man nur Masse zu sich nimmt und auf den Innhalt nicht achtet?

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