Was tun gegen Muskelkater

: Was tun gegen Muskelkater

Es ist schön zu wissen, warum Muskelkater entsteht. Doch besser ist es zu wissen, was man gegen den Schmerz tun kann. Um eins vorweg zu nehmen: die gleichen Übungen noch einmal zu machen, wie es der eine oder andere vielleicht im Fußballtraining in der E-Jugend gelernt hat, sollte man tunlichst vermeiden.

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Wirklich verhindern kann man den Muskelkater nur, wenn man das Training nicht übertreibt. Gerade für Neu- und Wiedereinsteiger ist es aber schwierig, das richtige Pensum zu finden. Da hilft auch intensives Dehnen nicht. Das ist auch das Ergebnis einer Studie der Universität von Sydney, die die Auswirkungen von umfangreichen Dehnübungen vor einer sportlichen Belastung untersucht haben. Intensives Aufwärmen schützt nur in sehr geringem Maße vor Muskelkater und den Mikrorissen, die durch die Überbelastung in der Muskulatur entstehen.

Man kann den Muskelkater ebenfalls nicht einfach wegmassieren. Im Gegenteil. Eine Massage irritiert den Muskel zusätzlich. Dadurch verzögert sich der Heilungsverlauf, anstatt sich zu verkürzen.

Das einzige, was wirklich hilft, ist dem Muskel eine Pause zu gönnen bis die Mikrorisse verheilt sind. Große Belastungen solltet ihr in der Pause auf jeden Fall vermeiden, da sich sonst die Heilung verzögert.

An diesem Punkt soll ein weiterer Trainingsmythos, den der eine oder andere vielleicht schon gehört hat, endgültig ausgeräumt werden. Ein gezieltes Training auf einen Muskelkater oder sogar darüber, die vor einigen Jahren in Fitnessstudios empfohlen wurde, bringt nichts. Außer vielleicht eine schwere Beschädigung der Muskulatur. Denn die Mikrorisse können sich vergrößern. Muskelaufbau erreicht man durch ein Training über die Muskelkatergrenze nicht.

Besser ist eine Wärmetherapie. Ein heißes Bad oder der Gang in die Sauna regen den Kreislauf an, verbessert die Durchblutung im Muskel und verkürzt so die Dauer der Heilung. Auch leichte Bewegung kann den Heilungsprozess verkürzen, sofern man sich wirklich nur ganz leicht bewegt und so Kreislauf und Durchblutung anregt.

Eine weitere Therapie gegen den Muskelkater ist die so genannte biomechanische Stimulation. Dabei wird der betroffene Muskel mit hochfrequenten Vibrationen stimuliert. Wodurch Muskelkontraktionen hervorgerufen werden, die den Schmerz lindern. Ein Hausmittel gegen Muskelkater ist Alkohol. Wenn man nach dem Training die Muskeln mit Alkohol einreibt, verbessert man die Durchblutung und das Muskelkater-Risiko sinkt etwas.

Um einen Muskelkater zu verhindern, solltet ihr vor allem nach einer längeren Trainingspause Eure erste Trainingseinheit nicht übertreiben. Besser langsam anfangen und langsam steigern, als nach einer intensiven ersten Einheit direkt wieder 5 Tage pausieren zu müssen. Und wenn man am Morgen nach dem Training ohne Schmerzen aufwacht, macht das Training viel mehr Spaß.

Christian Riedel


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Es gibt 8 Kommentare

Anton schrieb am 26.02.12 um 14:59
Was für ein Schwachsinn mit dem Alkohol. Den Muskel also damit einreiben? Acha, also unter die Haut spritzen und dann einreiben, richtig? So steht es da! Was gemeint sein soll ist wahrscheinlich die Haut mit Alkohol einzureiben. Das bringt aber nur so viel, dass ein minimaler Protzentsatz des Alkohols über die Blutgefäße der Haut aufgenommen wird. Leider bringt auch das nichts, da der Alkohol sofort im ganzen Körper verteilt wird. Alkohol weiter zwar die Gefäße und führt somit zu einer besseren Durchblutung (und das wollen wir erreichen, um somit der Muskelzelle mehr Nährstoffe zur Verfügung zu stellen und damit einen schnelleren Heilungsprozess hervorzurufen), aber wie gesagt ist die Menge an Alkohol, die über die Gaut aufgenommen wird praktisch Null! Dann schon besser auf dem herkömmlichen Weg etwas trinken, das kann sogar relaxierend wirken und somit den Muskel etwas ruhen lassen. Ein weiteres Problem sind Menschen mit Atopie und Neigungen zu allergischen Hautreaktionen. Hier entzieht ihnen der Alkohol die Feuchtigkeit aus der Haut, dabei sollten diese Personen darauf achten die Haut immer eingefettet zu haben. Zusammenfassend frage ich mich, wer sich so einen Unsinn ausgedacht hat, da sogar eine Alkoholzufur per rectum sogar mehr Sinn machen würde...!
Maurice schrieb am 27.11.11 um 13:46
@Martin U. ja das find ich auch schade dass man sich damit einreiben muss, anstatt ihn zu trinken ;) noch eine Hilfe gegen den Kater: Das einreiben mit einer Pferdesalbe (in jeder Apotheke und vllt sogar im Supermarkt erhältlich ) hilft sehr gut dagegen. Sie muss aber vorher im Kühlschrank gekühlt werden, weil sich so der Muskel durch den Kälteschock anregt und durch den Effekt der Salbe (das warm werden) sich der Muskel entspannt. MFG Maurice =)
jana schrieb am 17.02.11 um 23:02
mir hilft immer ein kirschkern kissen !
Matzeop schrieb am 08.12.10 um 12:30
aha
uli r. schrieb am 19.09.09 um 22:21
uli r.
Wichtig ist, dass im Vorfeld schon die Mineralstoffdepots des Körpers aufgefüllt sind. Nach dem Sport dann noch ein basisches Vollbad um die Säurespitzen zu neutralisieren und der Kater wird bald zum Kätzchen.
Michael Balser schrieb am 27.05.09 um 21:30
Michael Balser
Heisse Dusche direkt nach dem Training wirkt Wunder.
Silvio S. schrieb am 22.05.09 um 14:24
Silvio S.
interessant, hilft denn ganz langsames auslaufen z.B. nach Fußballspielen oder intensives Dehnen nach dem Training?
Martin U. schrieb am 22.05.09 um 11:24
Martin U.
Also rein in die Sauna...Schade das Alkohol nur was bringt, wenn man sich damit einreibt ;)

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