Dr. med. Klaus Rawe
Marathon / Facharzt für Allgemeinmedizin, Sportmedizin, Chirotherapie
Dr. med.Klaus Rawe führt eine eigene Praxis für Allgemeinmedizin, Sportmedizin und Chirotherapie in Köln und ist Lauftherapeut. Er arbeitete u.a. als anerkannter Facharzt in Schweden und betreute und betreut u.a. Sportvereine, Eliteläufer und Triathleten. Er selbst hat mehr als 100 Marathons gefinisht und zahlreiche Ultratriathlons bestritten.
Regelbeschwerden - Sport während der Menstruation
Viele Frauen treiben während ihrer Menstruationsphase keinen Sport. Meist sind Unterleibsschmerzen oder einfach nur ein Unwohlsein der Grund. Die Leistungsfähigkeit nimmt in dieser Zeit allerdings kaum ab. Das Problem ist also nicht der Sport während der Menstruation, sondern eher die Psyche der Frau.
Die Menstruationsphase läuft von Frau zu Frau unterschiedlich ab. Dabei beeinflusst auch der Sport diese Phase. Der Einfluss ist abhängig von der Art und dem Rhythmus des Trainings. Und Sport tut Frauen während der Regel gut. Regelmäßig aktive Sportlerinnen klagen weniger über Regelstörungen als Frauen, die nur selten Sport treiben. „Bei Profisportlerinnen hingegen kann es durchaus zu Unregelmäßigkeiten in der Menstruation kommen“, sagt Dr. Klaus Rawe. „Im Extremfall kann sogar, bedingt durch zuviel Sport, die Hormonausschüttung soweit verändert sein, dass die Regelblutung ausbleibt.“
Viele Frauen lehnen Sport während der Menstruation ab. Sie empfinden die Blutung als störend oder sogar leistungsmindernd. Dabei verliert eine Frau nur etwa 60ml Blut, was keinen Einfluss auf das Leistungsvermögen hat.
Leistungsvermögen während der Blutung
Der Menstruationszyklus dauert etwa 28 Tage, am 14. Tag findet normalerweise der Eisprung statt. Der Zyklus einer Frau lässt sich in vier Phasen aufteilen:
1. Menstruationsphase: 1. – 4. Tag
2. Postmentruelle Phase: 5. – 11. Tag
3. Intermenstruelle Phase: 12. – 22. Tag
4. Prämenstruelle Phase: 23. – 28. Tag
Die meisten Frauen erreichen ihren Leistungshöhepunkt in der postmenstruellen Phase. Dies liegt vermutlich am erhöhten Östrogenspiegel. In der intermenstruellen Phase ist kein Unterschied im Leistungsvermögen festzustellen, während in den Tagen unmittelbar vor der Menstruation die Leistung leicht abgeschwächt ist.
Etwa 70 Prozent der Frauen erzielen während ihrer Blutung die gleiche Leistung bei sportlichen Aktivitäten, während hingegen bei den restlichen 30 Prozent nur eine geringe Leistungsminderung festgestellt wird. Da die physische Seite also eher vernachlässigt werden kann, spielt die psychische Komponente also eine große Rolle. Ausreichend geschützt stellt Sport während der Menstruation keine Hürde da, sondern kann sogar zu mehr Ausgeglichenheit führen. Auch Regelschmerzen kann man mit Sport in den Griff bekommen.
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| Astrid Gardet schrieb am 29.09.11 um 18:22 |














