Dr. med. Markus Klingenberg
Fitness / Arzt, Sportmediziner, Notarzt
Dr. med. Markus Klingenberg arbeitet als Arzt mit den Schwerpunkten Sport- und Ernährungsmedizin und Personal Trainer in Bonn und im Sporthopaedicum in Regensburg/Straubing. Mehrmals pro Jahr arbeitet er zudem als Tauchmediziner im indischen Ozean. Seine Schwerpunkte umfassen ein Personal Training, Ernährungs-Coaching, und die Leistungsdiagnostik. Als ehemaliger Leistungssportler kombiniert Dr. med. Markus Klingenberg sein Wissen als Sportmediziner und Personal Trainer, um für seine Kunden nachhaltig erfolgreiche individuelle Konzepte zu entwickeln und umzusetzen.
Belastungsasthma - Krankheit oder faule Ausrede?
Einige Sportler nutzen jedes Mittel, um die eigene Leistung zu verbessern. Da kommt eine Krankheit gerade recht, bei der man mit einer Sondergenehmigung eigentlich verbotene Mittel konsumieren darf. Zu diesen Krankheiten gehört auch das Belastungsasthma. Doch man darf die Radler unter keinen Generalverdacht stellen.
„Asthma entsteht entweder durch Allergene, eine genetische Veranlagung oder in einigen Fällen auch durch Belastung“, erklärt Dr. Markus Klingenberg. Die Symptome sind dabei stets die gleichen: Atemnot, Enge in der Brust, Husten, eine vermehrte Sekretbildung und ein pfeifendes Geräusch beim Einatmen sind typische Auswirkungen, egal welche Ursache die Krankheit hat.
Große Unterschiede gibt es allerdings in der Entstehung. Und für Belastungsasthma sind Radsportler geradezu prädestiniert. „Wer viel mit dem Rad in der freien Natur unterwegs ist und dabei die Atemwege belastet, kann unter Umständen Belastungsasthma bekommen“, erklärt Dr. Klingenberg. Schuld sind der Fahrtwind, die vielen Pollen und der Feinstaub in der Luft. In der Folge können die Atemwege gereizt und die Bronchien geschädigt werden.
Da die Belastung beim Radsport sehr groß ist, atmet man tiefer. Dadurch gelangen mehr Reizstoffe in die Lunge und das Allergie-Risiko erhöht sich. „Es ist medizinisch durchaus nachvollziehbar, dass viele Radsportler Belastungsasthma haben“, sagt Dr. Klingenberg. „Es wäre aber einmal interessant, die Werte der Straßenradfahrer mit den Hallensportlern zu vergleichen.“
Wenn man genetisch bereits eine Veranlagung für Asthma hat, kann die Belastung die Symptome noch verstärken. Laut Dr. Klingenberg haben bis zu 4 von 5 Asthmatikern unter Belastung auch verstärkt die typischen Symptome. Aber auch eigentlich gesunde Sportler können Asthma bekommen, wenn sie vermehrt den Reizstoffen ausgesetzt sind. Man darf die Radsportler also nicht alle verdächtigen, das Belastungsasthma nur vorzutäuschen.
Allerdings würden gesunde Ausdauersportler davon profitieren, wenn sie Asthmamittel einnehmen. Die Atemwege werden erweitert und so die Sauerstoffaufnahme verbessert. Durch mehr Sauerstoff sind die Muskeln leistungsstärker und die Ausdauer erhöht sich. So haben Asthmatiker den gleichen Leistungsstand wie gesunde Sportler. Letztere könnten aber mehr Leistung bringen. Darum stehen einige Asthmamittel auch auf der Doping-Liste.
Glücklicherweise kann man sehr leicht herausfinden, ob Asthma eine tatsächliche Krankheit oder nur vorgetäuscht ist. „Bei einem Belastungstest kann eine allergische Reaktion unter kontrollierten Bedingungen getestet und eingeschätzt werden“, erklärt Sportmediziner Dr. Klingenberg. Sofern der Test von einem unabhängigen Arzt vorgenommen wird, kann man so definitiv feststellen, ob eine asthmatische Reaktion echt oder nur vorgetäuscht ist.
Für Dr. Klingenberg geht es definitiv zu weit, alle betroffenen Ausdauersportler mit Asthma unter Generalverdacht zu stellen: „Belastungsasthma ist gerade für Radsportler eine typische ‚Berufskrankheit’, da sie in ihrem Job ständig Reizen ausgesetzt sind.“
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Es gibt 3 Kommentare
| Andreas G. schrieb am 04.05.09 um 10:44 |
| Isabell K. schrieb am 03.05.09 um 22:33 |
| Anonymer Sportler schrieb am 03.05.09 um 14:12 |
Also ich hab auch z.T. Probleme mit der Atmung...
Ein namhafter Sportmediziner in Sachen Radsport, sagte mir allerdings, daß wenn ein gesunder Sportler solche Sprays nimmt, keinen Vorteil davon hätte, denn im Prinzip geht ja nicht mehr Luft in die Lunge, als reinpaßt...also mit oder ohne Spray (bei gesunden Sportlern)
Oder gibt es da verschiedene Spray, bzw Inhaltstoffe?














