ACP-Eigenblut-Therapie - Schnellere Heilung bei Sportverletzungen

ACP-Eigenblut-Therapie - Schnellere Heilung bei Sportverletzungen

Einen um bis zu 50 Prozent schnelleren Heilungsverlauf nach Sportverletzungen verspricht die neue ACP-Eigenblut-Therapie. Klinische Beobachtungen deuten sogar darauf hin, dass sich durch die Behandlung Knorpelschäden reparieren lassen können.

Die Behandlung mit autolog conditioniertem Plasma (ACP) ist ein neues Therapieverfahren bei Sportverletzungen. Mit anderem Worten, Bänder- und Muskelverletzungen werden mit Eigenplasma behandelt. Dafür wird dem Patienten mit einer Doppelspritze etwa 10-12ml Blut abgenommen und anschließend 5 Minuten mit 1.500 Umdrehungen pro Minute zentrifugiert.

Dadurch trennen sich die Blutbestandteile. Mit der zweiten Spritze im Inneren werden dann die Plasmabestandteile des Blutes aufgezogen und innerhalb einer halben Stunde nach Entnahme in die verletzte Stelle injiziert.

Breites Einsatzsgebiet


Im Blutplasma sind hochkonzentrierte Wachstumsfaktoren enthalten, die den Heilungsprozess sofort beschleunigen. „Nach meiner Erfahrung lässt sich so beispielsweise die Heilungszeit nach einem Muskelfaserriss um ein Drittel bis die Hälfte verkürzen“, sagt Dr. med Dirk Tenner, Orthopäde aus Köln.

Das Anwendungs-Spektrum für die ACP-Therapie ist breit: Bei Sehnenreizungen und Überlastungsschäden kann man das Verfahren genauso anwenden wie bei Muskel- und Bänderverletzungen. Klinische Beobachtungen zeigen sogar signifikante Verbesserungen bei arthrosebedingten Veränderungen in Gelenken. Dirk Tenner: „Nach ersten Erkenntnissen lässt sich mit der ACP-Therapie sogar hyaliner Gelenkknorpel regenerieren.“

Warum wirkt die ACP-Therapie?


Im Blut sind relevante Wachstumsfaktoren wie IGF-1, EGF oder VEGF enthalten, die durch das Zentrifugieren herausgefiltert und konzentriert werden. Diese Wachstumsfaktoren werden dann direkt in die verletzte Stelle injiziert und sorgen dafür, dass der Heilungsprozess eingeleitet und beschleunigt wird. Nebenwirkungen wurden dabei bisher keine beobachtet; allergische Reaktionen sind ebenfalls nicht zu erwarten, da ja lediglich körpereigene Substanzen gespritzt werden.

ACP-Therapie ist kein Doping


Die ACP-Behandlung ist kein Doping und steht nicht auf der Liste verbotener Maßnahmen oder Substanzen der WADA, obwohl Eigenblut oder IGF-1 zunächst vielleicht bedenklich klingen. Allerdings wird lediglich eine geringe Blutmenge abgenommen und umgehend wieder injiziert. Dabei geht es nicht darum, die Blutmenge zu erhöhen. Und die verabreichten Wachstumsfaktoren stammen ebenfalls aus dem eigenen Körper und werden lediglich konzentriert. Eine künstliche Verabreichung oder Steigerung der Wachstumsfaktorenmenge liegt nicht vor. Die Behandlung ist daher für Profi- und Breitensportler unbedenklich.

Was kostet eine ACP-Therapie?


Die ACP-Eigenblut-Therapie ist eine so genannte Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und wird derzeit nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Eine einmalige Behandlung kostet 102,04 Euro. Empfohlen werden 3 Behandlungen. Ob eine Private Krankenversicherung für die Kosten aufkommt, muss mit der jeweiligen Kasse geklärt werden.

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Es gibt 4 Kommentare

Georg Wenzel schrieb am 26.02.14 um 17:00
Ich bin gerade dabei und habe die 4. Behandlung hinter mir. Ich kann sagen, dass es bisher eine kleine Verbesserung gegeben hat. Auf alle Fälle keine weiteren Entzündungen im Hüftgelenk und ich brauche derzeit keine Schmerzmittel mehr. Ich mache weiter, ob die Krankenkasse das zahlt oder nicht, mir ist die Verhinderung einer künstlichen Hüfte wesentlich wichtiger.
Thomas schrieb am 28.11.12 um 16:34
Mich hat auch mein Orthopäde auf die Idee gebracht, quasi als letzten Versuch, die TEP noch etwas hinauszuzögern. Und ich bin wirklich begeistert. Schon nach der 2. Spritze eine wirkliche Besserung bei den Schmerzen. Bin gespannt, wie es sich nach der 4. anfühlt.
Hugo Fasselt schrieb am 18.08.12 um 13:33
Ich habe eine ACP-Therapie, auf anraten meines Orthopäden, in 4 Sitzungen im Hüftgelenk erhalten. Bei mir hat sich in den ca. 3 Wochen der Therapie überhaupt keine Schmerzlinderung ergeben. Ohne sehr starke Schmerzmedikamente konnte ich vorher und jetzt nicht laufen. Vom Arzt waren 5 Therapien angeraten worden. Nach der vierten habe ich, wegen erfolglosigkeit diese abgebrochen. Kosten 455,24 Euro die von der Krankenkasse nicht erstattet werden.
Ulrich schrieb am 05.08.12 um 22:51
Wo kann man Erfahrungsberichte zur ACP-Therapie für ältere Patienten mit Knie-Arthrose nachlesen?

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