Dr. med. Markus Klingenberg
Fitness / Arzt, Sportmediziner, Notarzt
Dr. med. Markus Klingenberg arbeitet als Arzt mit den Schwerpunkten Sport- und Ernährungsmedizin und Personal Trainer in Bonn und im Sporthopaedicum in Regensburg/Straubing. Mehrmals pro Jahr arbeitet er zudem als Tauchmediziner im indischen Ozean. Seine Schwerpunkte umfassen ein Personal Training, Ernährungs-Coaching, und die Leistungsdiagnostik. Als ehemaliger Leistungssportler kombiniert Dr. med. Markus Klingenberg sein Wissen als Sportmediziner und Personal Trainer, um für seine Kunden nachhaltig erfolgreiche individuelle Konzepte zu entwickeln und umzusetzen.
Aufgedeckt: Ist Laufen schlecht für die Gelenke
Laufen soll angeblich schlecht für die Gelenke sein. Wenn man davon ausgeht, dass sich Knie, Sprung- und Hüftgelenk bei häufiger Belastung abnutzen, ist dieser Gedanke nachvollziehbar. Besonders wenn man auf hartem Untergrund läuft. Ob Laufen gesund ist oder nicht, hängt aber von der Dosis ab.
Wenn ein Scharnier häufig benutzt wird, nutzt es sich langsam ab. Ein Gelenk im Körper ist von der Arbeitsweise nichts anderes als ein Scharnier oder ein anderes Gelenk, das sich durch Bewegung langsam abnutzt. Darum hat sich bei vielen Menschen der Gedanke im Kopf festgesetzt, dass durch Laufen die Gelenke im Sprunggelenk, im Knie oder in der Hüfte abgenutzt werden. Doch dieser Gedanke ist zum Glück nicht richtig.
Hauptproblem ist das Gewicht
„Das Hauptproblem für die Gelenke ist zu viel Gewicht“, sagt Sportmediziner Dr. Markus Klingenberg. „Denn jedes Kilo am Körper belastet die Gelenke bereits beim Gehen um den Faktor 6. Beim Joggen ist es noch deutlich mehr.“ Umgerechnet bedeutet dies: wiegst Du 10kg zu viel, werden Deine Knöchel, Knie und Hüftgelenk bei jedem Spaziergang pro Schritt um überflüssige 60kg belastet. Beim Jogging ist es noch mehr. Dieses zusätzliche Gewicht geht natürlich auch an den Gelenken nicht spurlos vorbei.
Dr. Klingenberg empfiehlt daher stark Übergewichtigen: erst abnehmen, dann laufen. Dann werden auch die Gelenke nicht unnötig belastet.
Wer nicht zu viel wiegt, kann unbelastet die Laufschuhe schnüren. Sofern man nicht übertreibt. Das sagt auch Hobbyläufer Markus Klingenberg: „Bei hochtrainierten Sportlern, die pro Woche 70-80km laufen, hat man arthrotische Veränderungen nachweisen können. Das heißt nicht, dass die Sportler Arthrose bekommen, es kommt auf jeden Fall aber zu kleinen Abnutzungserscheinungen.“ Trainiert man aber deutlich weniger, werden auch die Gelenke nicht belastet.
Muskeln in den Gelenken werden trainiert
Laufen schadet den Gelenken nicht, regelmäßiges Joggen hilft den Gelenken sogar. Zum einen nimmt man ab, sofern man sich natürlich gleichzeitig nicht nur von Cola, Pommes und Pizza ernährt. Und dadurch werden die Gelenke bei jedem Schritt entlastet. Zum andern werden die Muskeln in den Gelenken trainiert. Und starke Muskeln in den Beinen unterstützen Sehnen und Bänder und sorgen so für einen stabilen und schonenden Laufstil. Zuletzt wird der Knorpel durch die so genannte Diffussion ernährt. Er bekommt seine Nährstoffe nur, wenn das Gelenk auch bewegt wird. Um den Gelenkknorpel ausreichend zu ernähren, kommt man um Bewegung nicht herum.
Christian Riedel
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Es gibt 4 Kommentare
| Bernd G. schrieb am 08.08.09 um 13:32 |
| Christian R. schrieb am 06.08.09 um 11:35 |
| Sabrina schrieb am 06.08.09 um 11:29 |
| Bernd G. schrieb am 02.08.09 um 13:27 |
Also ich kenne kein Gelenk in dem sich ein Muskel befindet, aber wenn ich keine Cola ,Pommes und Pizza zu mir nehme, verbessert sich bei regelmässigen Jogging mein Laufstil :-O
Hier herrscht so ein Begriffswirrwarr und soviel unnütze Pauschalaussagen, dass der Artikel eigentlich nicht gelesen werden muss.














