Wie entsteht Hunger?

: Wie entsteht Hunger?

Wann ist man satt und wie kommt es zu Hunger? Wie kann ich richtigen Hunger von Appetit unterscheiden und welche Faktoren spielen bei der Sättigung eine Rolle? Fest steht: Das Hunger- und Sattgefühl ist ein komplexes Phänomen. Unsere Partnerseite abnehmen.net klärt auf.

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In unserem Gehirn gibt es ein Hunger- und ein Sättigungszentrum. Beide haben eine eigene „Kommandozentrale“ und unterliegen einer eigenen Steuerung. Beide Zentren erhalten Signale von Magen oder Darm, die sie verarbeiten. Die Signale können entweder sein: „Ich habe Hunger“ oder „Ich bin satt“.

Das gesamte Zusammenspiel des Hunger- und Sattzentrums ist sehr komplex und noch nicht vollständig erforscht. Es gibt aber einige Aspekte die diese Zentren eindeutig beeinflussen:

1) Die Magendehnung

Die Magenwand hat Sensoren, die den Dehnungsgrad messen. Isst man, so dehnt sich der Magen und die Sensoren zeigen an: Da ist was drin. Dies allein löst in vielen Fällen noch kein Sättigungsgefühl aus. Dazu fehlen noch weitere Signale.

2) Der Nährstoffgehalt

Es gibt Rezeptoren in Darm und Leber, die registrieren, wie viele und welche Art von Nährstoffen im Essen stecken. Diese Rezeptoren senden eine entsprechende Information ans Gehirn. Isst man ein deftiges, fettiges Essen so registrieren diese Rezeptoren, dass ein gehaltvoller Nährstoff, nämlich Fett, in der Nahrung enthalten war.

Dies allein führt aber auch noch nicht zum Sättigungsgefühl, sondern nur in Kombination mit der Magendehnung. Isst man zum Beispiel einen gehaltvollen Schokoriegel, so senden die Rezeptoren zwar „energiereiche Nährstoffe enthalten“, aber die Magendehnung bleibt aus.

Ein kleiner Riegel Vollmilchschokolade mit Milchcreme (37 g) liefert in etwa die gleiche Kalorienmenge wie ein Kilo Tomaten (196 kcal/170 kcal). Das Sättigungsgefühl beim Schokoriegel wird ausbleiben, obwohl der Energiegehalt hoch ist.

3) Der Blutzuckerspiegel

Unser Organismus versucht stets, den Blutzuckerspiegel auf einem konstanten Niveau zu halten. Sinkt er zu weit ab, signalisiert der Körper einen Energiemangel, weil zu wenig Zucker im Blut ist, und löst ein Hungergefühl aus.

4) Unsere Psyche

Wir bekommen das Verhalten von Kind auf antrainiert: Iss Deinen Teller leer! Das führt dazu, dass wir Mahlzeiten aufessen, obwohl wir schon satt sind. Die Gesellschaft, Erziehung und das Essverhalten der Tischnachbarn spielen für unser Sättigungsgefühl eine große Rolle.

Studien beweisen zum Beispiel, dass man neben „Schnellessern“ automatisch schneller isst und neben ruhigen Genießern selbst etwas bedächtiger zugreift. Am familiären Esstisch spielt auch ein gewisser Futterneid, bei vielen instinktiv veranlagt, eine Rolle.

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Es gibt einen Kommentar

Josef P. schrieb am 18.08.09 um 15:56
Josef P.
echt guter bericht;-)

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