Dr. med. Markus Klingenberg
Dr. med. Markus Klingenberg

Dr. med. Markus Klingenberg

Fitness / Arzt, Sportmediziner, Notarzt

Dr. med. Markus Klingenberg ist Facharzt für Orthopädie / Unfallchirurgie, Sportmedizin, Manuelle Medizin und Notfallmedizin. Er arbeitet als leitender Arzt für Orthopädie und Sportmedizin in der Beta Klinik in Bonn und in seiner Privatpraxis. Er ist Experte für Gelenkchirurgie, Leistungsdiagnostik und funktionelle Bewegungsanalysen. Weitere Zertifikate hat er als Arzt für Ernährungsmedizin, Tauchmedizin und Gesundheitsförderung & Prävention.

Welches Training bei Knorpelschaden – Tipps von Dr. Sport

Welches Training bei Knorpelschaden – Tipps von Dr. Sport

Sport mit einem Knorpelschaden ist schwierig, da die Knie schnell schmerzen. Insofern ist es wichtig zu wissen, welchen Sport man ausüben kann und auf welchen man besser verzichten sollte. Das ist auch nicht nur die Frage von netzathlet Ueli an Dr. Sport.

Guten Tag Dr. Sport,

Ich habe die Diagnose Knorpelschaden im rechten Knie (außen 3-4 / innen 2-3) erhalten. Das Knie schmerzt erst seit etwa 4 Wochen. Ich habe CrossFit trainiert ca. 3-5 die Woche à 1 Std.

Mein Alter: 43 Jahre - 1987 zwei Knie-Ops wegen Meniskusschaden (innen und außen) sowie Kreuzband. Seither hatte ich nie Probleme - also 25 Jahre viel Sport (Karate / Krafttraining / Wandern / Radsport / etc).

Nun habe ich eine Frage betreffend Cardio-Training. Am besten wäre ja Aqua-Jogging sowie Radfahren. Wie steht es mit Rudern aus? Ist die Belastung dabei auf die Knie zu hoch - resp. eher schädlich als förderlich?

Meine zweite Frage bezieht sich auf das Krafttraining - zum Aufbau der Muskulatur (Beine). Sind Kniebeugen (Back-, Front-, Overheadsquats) mit moderatem Gewicht /z.B. 40-50 Prozent 1RM eher schädlich (Knie) oder ebenso wie Training an den Maschinen - zu empfehlen?

Vielen Dank für Ihre Antworten
Sportlicher Gruss

Ueli


Hallo Ueli,
danke für deine Anfrage. Neben der Grad Einteilung des Knorpelschaden sind auch der Ort innerhalb des Gelenkes (Belastungszone) und in die Größe des Schadens entscheiden. Die Größe und der Ort entscheiden auch über die Prognose möglicher therapeutische Maßnahmen.

Cross Training ist mit Sicherheit nicht sonderlich gut geeignet, sofern es die Übungen beinhaltet, bei denen das Knie mit maximaler Kraft und Geschwindigkeit gefordert wird (z.B. Sprungübungen). Aqua Jogging, Radfahren und Rudern sind meistens geeignet. Ein wichtiger Aspekt ist immer, ob das Knie nach der Belastung anschwillt. Tut es das, so war die Belastung der Art nach oder hinsichtlich Umfang und Intensität ungeeignet.



Krafttraining sollte auf jeden Fall Bestandteil einer konservativen Therapie sein. Genau wie du es angesprochen hast, es sollte ein maximales und isoliertes Krafttraining vermieden werden. Ich persönlich bevorzuge in diesem Fall funktionelle Beinübungen, bei denen mehrere Muskeln, inklusive der Rumpfmuskulatur, als Komplex trainiert werden. Vor einem solchen Training solltest du durch einen entsprechend ausgebildeten Trainer oder Physiotherapeuten eine funktionelle Bewegungsanalyse durchführen lassen um für dich geeignete Übungen zu bestimmen.

Beste Grüße
Dr. med Markus Klingenberg
Sportmediziner


Mehr Tipps zum Knorpelschaden gibt es hier

Du hast eine Frage? Dr. Sport hilft Dir.
Schick einfach eine E-Mail an drsport@netzathleten.de

       Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen  Digg Button    


Kommentar schreiben

  • (erforderlich)
  • (erforderlich)
  • Captcha Image
  • Infos über neue Kommentare per E-Mail erhalten

Es gibt 2 Kommentare

jorn strohsal schrieb am 15.08.14 um 01:30
Guten tag.seit meiner jugend habe ich probleme mit meinen knien. Im alter von 20 jahren hatte ich zwei gichtanfälle in den knien. Danach gabe ich häufiger probleme bekommen, jedoch nie schmerzhaft, wie in den vorausgegangenen situationen.ich habe jedoch ständig etwas erhöhten harnsäurewert. Bis vor enem halben jahr habe ich crossfit, insanity und hiit betrieben. Allerdings bereiten mir meine knie sorgen. Zwar schwerzen sie nicgt, abgesehen von einigen stichen unterxder kniescheibe vob zeit zu zeit. Aber beim treppensteigen hören sie sich beängstigend an. Ich war bereits zur ärztlichen untersuchung. Obwohl eigentlich keine stattfand. Mir wurde nur gesagt, ich solle alles unterlassen, da mein knorpel verschleiss aufweisst. Welchen grades? Keine ahnung. Werde mir wohl einen fähigeren arzt suchen müssen. Aber zu meiner fragen. Sollte der knorpel beschädigt sein, kann ich mit glucosamina und condroitina, sowie gelatine den schaden eingrenzen? Die meinungen sind sehr verschieden , wenn ich das richtig verstehe. Gruss aus México. Jörn strohsal
Zina schrieb am 28.02.13 um 11:47
Sehr geehrter Herr Dr. Sport, Ich bin 21 Jahre alt und leidenschaftliche Fußballerin,zudem möchte ich demnächst mit meinem Sportstudium beginnen, nun wurde jedoch ein Knorpelschaden 3. Grades in der Hauptbelastungszone im rechten Knie festgestellt. Wie es aussieht ist dies eine Folgeerscheinungen eines Kreuzbandrisses vor vier Jahren. Seither hatte ich jedoch selten Probleme mit dem Knie. Meine Frage jetzt lautet, gibt es die Möglichkeit,dass sich der Knorpel mit passender Bewegung und Ernährung regeneriert? Ich weiß,dass man in der Regel sagt,dass sowas nicht möglich ist, ich will mich mit der Empfehlung meines Arztes, Fußball und auch das Sportstudium zu lassen, nicht abfinden. Ich danke Ihnen schon im voraus für ihren Rat. Grüße zina

Mehr aus Gesundheit

Eigentlich ist Weihnachten das Fest der Liebe. Doch so manchen weiterlesen
Wer im Straßenverkehr auf Nummer sicher gehen will, sollte gerade weiterlesen
Seide gilt ja nicht gerade als fester Stoff. Dennoch kann das weiterlesen
Wenn es juckt, soll man sich nicht kratzen. Das hört man immer weiterlesen
Wenn man erkältet ist, sollte man keinen Sport treiben. Das gilt weiterlesen