Völlig schwerelos - Floating

Völlig schwerelos - Floating

Floating bietet die Möglichkeit, sich in einen Zustand der Schwerelosigkeit zu begeben. In einer Art Badewanne, dem so genannten Tank, liegt man in einer Salzlösung mit Magnesiumsulfat. Möglichst abgeschottet von jeglicher Geräuschkulisse und Licht wird man in eine tiefe Entspannung versetzt.

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Der Floating-Tank, in Esoterik-Kreisen auch Samadhi-Bad genannt, ist mit einer hochkonzentrierten Salzlösung gefüllt. Wie im toten Meer kann man so ohne eigene Anstrengung an der Wasseroberfläche schweben. Die etwa 34,8°C der Sole entsprechen in etwa der Hauttemperatur. Die Nerven an der Hautoberfläche nehmen keinen Temperaturunterschied wahr, der Körper scheint eins zu sein mit dem Wasser.

Geschichte des Floatings


In den 1950er Jahren entwickelte der Arzt, Neurophysiologe und Psychoanalytiker Dr. John C. Lilly den Floating-Tank. Er erforschte damit die Reaktionen des Gehirns auf Reizentzug. Im Tank wird man in einen Entspannungszustand versetzt, der einer Trance ähnelt. In den 1960er und 1970er Jahren war Floating daher besonders bei Anhängern der Hippie- und Esoterik-Szene beliebt. Erst später wurde Floating auch in Fachkreisen von Ärzten und Physiologen als körperliche und mentale Entspannung anerkannt. Heutzutage wird Floating im Wellness-Bereich vermehrt eingesetzt.

Gesundheitliche Effekte


Etwa 85 Prozent der Gehirnaktivität werden durch Einflüsse der Umwelt hervorgerufen. Beim Floating werden diese Reize ausgeblendet, wodurch es zu einer Kettenreaktion kommt. Diese nennt sich parasympathischer Respons. Herzschlag und Sauerstoffverbrauch nehmen ab und der Körper hat die Gelegenheit, die natürlichen Selbstregulierungskräfte zu aktivieren.



Bei regelmäßigem Floaten tritt eine Reihe von Verbesserungen der Gesundheit und des Wohlbefindens ein. Verspannungsbedingte Schmerzen wie Rückenbeschwerden werden gelindert. Ebenso werden Ermüdungserscheinungen und Stress reduziert. Floating hilft auch bei Überwindung einer Alkohol- oder Nikotinsucht und sorgt insgesamt für eine Steigerung des Wohlbefindens durch vermehrte Endorphin-Ausschüttung.

Körper und Geist im Einklang


Im Tank, auch Floatarium genannt, kann der Körper eine Entspannung erreichen, die tiefer ist als Schlaf. In diesem Theta-Zustand bleibt der Geist wachsam, ähnlich wie im Traum. Da das Gehirn im Floatarium keinen Umweltreizen ausgesetzt ist, nimmt die Aktivität stark ab. Das EEG misst beim Gehirn im normalen Zustand Werte von 20 bis 25 Hz, im Tank sinkt die Aktivität auf 4 bis 8 Hz.

Im Theta-Zustand ist das Lernvermögen am größten, auch die Möglichkeit der Visualisierung ist deutlich besser. Der Übergang zwischen Theta-Zustand und Schlaf ist fließend, viele Menschen erreichen den Theta-Zustand nicht, ohne einzuschlafen. Oftmals wird der Theta-Zustand auch erst nach drei bis fünf Bädern im Tank erreicht.

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