Im Zuge des All-Star-Wochenendes in Dallas werden unter anderem die Rookies versuchen, nach langer Zeit einmal wieder die Sophomores zu schlagen. In der aktuellen Ausgabe des Rookie Watches stehen somit auch vier Liganeulinge im Mittelpunkt, die in knapp einer Woche ein wenig All-Star-Luft schnuppern dürfen.
„Blödsinn reden, einfach Spaß haben und sich rein hängen. Das bringt uns als Team zusammen. [Die Rookies] werden auf jeden Fall gewinnen“, äußerte sich James Harden mit einem Lächeln zur bevorstehenden Rookie Challenge am kommenden Freitag im Zuge des All-Star Weekend in Dallas. Der Shooting Guard in Diensten der Oklahoma City Thunder steht aber zusammen mit seinen acht Rookie-Kollegen vor einem schwierigen Unterfangen, mussten sich die Akteure in ihrem ersten Jahr doch in den letzten sieben Aufeinandertreffen den Sophomores geschlagen geben.
In die gleiche Kerbe schlug Hardens Teamkollege bei den Thunder, Russell Westbrook, der vor allem auf Grund der Größenvorteile der „Zweitklässler“ den Liganeulingen keine Chance einräumt. Neben diesem teaminternen Thunder-Duell werden sich auch Mannschaftskollegen der Golden State Warriors (Stephen Curry bei den Rookies, Anthony Morrow bei den Sophomores) und Minnesota Timberwolves (Jonny Flynn und Kevin Love) gegenüber stehen.
Wurde im vergangenen Rookie Watch mit Curry und Flynn sowie Omri Casspi, Tyreke Evans und Brandon Jennings fünf Liganeulingen, die bei der Rookie Challenge auflaufen werden, vermehrt Aufmerksamkeit zuteil, stehen in dieser Ausgabe die restlichen vier Teilnehmer im Mittelpunkt:
James Harden (Oklahoma City Thunder)
Ob Harden mit einem Sieg seinen Teamkollegen die Tage danach aufziehen kann, wird sich zeigen, bei den Thunder steht der 20-Jährige in der Hierarchie aber in der zweiten Reihe. Mit einem Kevin Durant, Jeff Green und eben Westbrook im Kader ist dies jedoch naheliegend. So kann sich der dritte Pick des letztjährigen Drafts aber auch auf seine Stärken besinnen: Entlastung von der Bank, in Form von Punkten und ordentlicher Verteidigung, sowie Gefahr von „Downtown“.
Harden mag nicht mehr die 20-Punkte-Marke knacken, wie dreimal zu Beginn der Spielzeit, jedoch punktete er im Januar effizienter. Vor allem von jenseits der Drei-Punkte-Linie zeigt er sich als wertvolle Option, schlägt es bei den Thunder doch allgemein nicht so häufig nach Distanzwürfen in des Gegners Korb ein. Hardens Wurfquote von 42,9 Prozent im vergangenen Monat entlastete folglich den Angriff Oklahomas. Dort kann das ehemalige Mitglied der Arizona State Sun Devils auch dank seiner Ballkontrolle die Offensive lenken.
Auf Grund seiner Athletik und Schnelligkeit weiß Harden zudem, sich zum Korb durchzusetzen und sich Freiwürfe zu erarbeiten, die er sicher verwandelt. Verbesserungswürdig ist hingegen noch sein Wurf aus der Halbdistanz. Doch wenn mit Durant ein Teamkollege einen derartigen Lauf hat (24 Spiele mit 25 Zählern oder mehr in Folge), muss sich ein Rookie nicht übermäßig des Punktens verschreiben.
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