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(Basketball)
Am morgigen Samstag steigt das 1. Damen Basketball Bundesliga Spiel der WWK Donau-Ries aus Nördlingen gegen die Chemcats aus Chemnitz. Ein Duell das für viel Spannung sorgen wird...
Freitag, 07. November 2008 um 09:25
Nach einer Woche Spielpause empfangen die Basketballdamen der WWK Donau-Ries Samstag 8.11., 19.30 Uhr in der Hermann-Keßler-Halle die Damen von Chemcats Chemnitz. Und sie wollen erneut punkten!
Damenduelle Nördlingen gegen Chemnitz sind seit vielen Jahren von besonderem Reiz. Bereits in vielen Schlachten um Jugendtitel ging es heiß her. Dann kreuzten sich immer wieder die Damenmannschaften, mal in der gleichen Liga eins oder zwei, mal die eine unten, die andere oben. Jetzt, nach dem Aufstieg der WWK-ler trifft man sich wieder in Liga eins. Doch die Ausgangslage in beiden Vereinen hat sich grundlegend geändert: waren früher meist Akteure aus eigenen Landen und eigener Ausbildung am Werk, so bestimmen jetzt doch mehr die verpflichteten Kräfte aus vielen Nationen das Geschehen. Und ganz offensichtlich ist dies bei den heutigen Gästen, die bereits in der Vorsaison 07/08 Erstligist waren: vom vorjährigen Team stehen nur noch einige jugendliche Nachwuchsspielerinnen zur Verfügung. Die gesamte Stammmannschaft hat den Verein verlassen. Und neue Kräfte kamen, die da sind: zwei starke Amerikanerinnen, eine Kroatin und eine Dame aus Estland. Und mit den beiden Amerikanerinnen Fertita und Keith sowie der Kroatin Bozikov haben die Chemnitzer offensichtlich einen gute Fang gemacht, denn sie stehen nach dem sechsten Spieltag mit durchschnittlich 13 bis 15 Punkten in der Scorerliste ganz vorne. Und trotzdem: mit nur einem Sieg (beim sieglosen BC Wolfenbüttel mit 80:74) bei fünf Niederlagen stehen die Sächsinnen nur auf Platz elf der Tabelle und haben Punkte bitter notwendig.
Doch die brauchen auch die WWK-Damen, die mit einem Sieg mehr auf Platz acht rangieren. Ein Vergleich der Ergebnisse beider Mannschaften insgesamt sieht die Rieserinnen leicht im Vorteil: insbesondere die Niederlagen gegen die Topteams Saarlouis und Halle sehen sehr viel freundlicher aus als die der Chemnitzer. Und so gehen die Einheimischen – dies sehen übrigens auch die Gäste in ihrer Vorschau so – als Favorit in die Begegnung. Dies auch, nachdem sie am sechsten Spieltag in Wolfenbüttel beim 79:50-Sieg eine hervorragende Leistung zeigten. Währen die Chemnitzer in der dritten Runde des Pokals beim Regionalligisten DJK Don Bosco Bamberg mit 95:41 ein Erfolgserlebnis hatten, konnten sich die WWK-Damen von der vorangegangenen englischen Woche erholen, um dann wieder voll ins Training einzusteigen. Coach Bär stellt fest, dass die Mannschaft auf das Spiel gegen die Sächsinnen „brennt“, zumal Chemnitz der einzige Erstligagegner war, gegen den die Mannschaft in der Vorbereitung gespielt hat. Damals siegten die WWK-ler knapp mit 67: 65. Aus dem Ausgang der heutigen Begegnung könne man ungefähr die genommene Entwicklung der ersehen.
Nördlingen gegen Chemnitz hat, abgesehen davon, dass viele Akteurinnen in den Teams neu sind, auch eine persönliche Note: Coach Pat Bär kennt aus seiner Zeit als Jugendtrainer und Co-Trainer der Damen in Chemnitz vor allem die jüngeren Spielerinnen auf der Chemcats-Bank. Und in beiden Teams stehen ehemalige Spielerinnen des anderen Vereins. Anett Sredl kam im Jahre 1999 mit ihrer Schwester Anja und Sandra Carroll – letztere wanderten weiter nach München – nach Nördlingen und ist nun die Mutter der Kompanie. Seit 1999 steht sie in der ersten und zweiten Liga ihre Frau unter dem Korb. Den anderen Weg nahm Nadine Schruttka, nun im Chemnitz-Team eine der wenigen deutschen Leistungsträgerinnen, die nach zwei Jahren im Damenteam des TSV 2002 nach Chemnitz ging und dort heimisch wurde.
Alle Verflechtungen hin oder her, beide Trainer, Pat Bär und Raoul Scheidhauer versichern, das das heutige Spiel ein Spiel wie jedes andere sein wird: es geht um zwei Punkte für die Tabelle. Und hier hoffen die WWK-ler, dass ihre Trümpfe stechen. Neben der zuletzt gezeigten tollen Form der „Profis“ Björing, Müller, Vogel und Wilson sollte vor allem auch die Bank der Einheimischen den Ausschlag geben. Neben Anett Sredl sind die Erfahrenen Denny Recht und Sandy Kröpelin wieder gesund, und die Jungen Resi Schollweck, Nathalie Ebertz und Hannah Eitel als Backups wollen ihre Fortschritte demonstrieren. Was letztlich dann zu einem Erfolg nur noch fehlt: die notwendige Fanunterstützung für Vogel und Co., denn die WWK-Vögel wollen möglichst den Katzen aus Chemnitz davon fliegen. In der Tabelle natürlich!
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