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München. Drei Tage lang bereiteten sich 35 ausgewählte Fair Play-Botschafter durch Workshops und Fachvorträge auf das Jugendlager zu den Olympischen Spielen in Peking vor. Vom 5. -20. August besuchen die Jugendlichen im Alter von 18 bis 27 Jahren Olympische Wettkämpfe, Diskussionsrunden und internationale Häuser, um mit anderen Sportlern, Trainern, Betreuern und Volounteers ins Gespräch über die Fairness im Sport zu kommen und den FairPlay-Gedanken zu verbreiten.
Bereits in der Kennlernrunde wurde deutlich, welch außergewöhnlichen engagierten und vielschichtigen junge Menschen sich gegenüber mehr als 120 Bewerbern (weit mehr, die sich außerhalb der Altergrenze beworben hatten) aus ganz Deutschland für diese Fahrt durchgesetzt hatten.
Auf Einladung des Geschäftsführers des ESV München Alexander Reiter gastierten die Jugendlichen auf dem neuen Vereinsgelände des ESV München, der mit 4.300 Mitgliedern einer der größten Breitensportvereine Münchens ist. Zunächst stellte BJA-Vorsitzender Oliver Buttler die Deutsche Olympische Gesellschaft mit dessen Tätigkeitsfeldern vor und gab Einblicke in die Arbeit des Bundesjugendausschusses. BJA-Mitglied Daniel M. Barbist brachte als Olympiaspezialist die Faszination der Olympischen Spiele den Teilnehmern näher. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter in mehreren Bewerberkomitees hatte er genügend Material, um die Teilnehmer ins Staunen zu versetzen. In einer weiteren Einheit erläuterte Barbist, weshalb Peking als Austragungsort ausgewählt wurde und wie so ein Bewerbungsverfahren abläuft. Die genaue Lage der Wettkampforte und natürlich die Bedeutungen der Symbole wie Logo, Medaillen und Fackel durften hier nicht fehlen.
Der gebürtige Chinese und Teilnehmer Zchichao Sun brachte den Fair Play Botschaftern die chinesische Kultur näher und beantwortete alle auftauchenden Fragen. Gemeinsam mit der Teilnehmerin Gunild Kreb brachte er den Fair-Play-Botschaftern die wichtigsten Wörter und Sätze bei, damit sie sich in Peking verständigen können. Gleichzeitig erhielten die Fair Play Botschafter eine Sportsonnenbrille, einen Trinkrucksack mit Flasche sowie ein T-Shirt, die durch den Sportbrillenhersteller Performer (MailShop GmbH) zur Verfügung gestellt wurden. Daneben konnte der BJA-Vorsitzende Oliver Buttler mit NIKE den offiziellen Ausrüstungspartner der Fair-Play-Botschafter vorstellen. „Beiden Firmen liegt der Fair-Play-Gedanke sehr am Herzen“, so Oliver Buttler, so daß diese mit großzügigen Spenden das Jugendlager unterstützen.
Den krönenden Abschluss bildete eine Tour in 65 Meter Höhe über das Zeltdach des Olympiastadions - ein besonderes Highlight, das durch die Stadtgruppe der DOG München in Zusammenarbeit mit der Olympiapark GmbH ermöglicht wurde.
Am letzten Tag wurden zahlreiche Formalitäten geklärt, bevor die Teilnehmer sich auf die Workshops "Fair Play" oder "Presse" aufteilten. In kleinen Gruppen erarbeiteten sie Konzepte, die sie zu Hause verfeinern und in Peking umsetzen werden. Das Team "Presse" wird die Fahrt sowohl print-, als auch filmtechnischer Art begleiten.
Das Team "Fair Play" erarbeitete zahlreiche Möglichkeiten, den Gedanken des Fair Plays durch verschiedenste Aktionen greifbar darzustellen und vor Ort zu leben. Hierbei sind zur Umsetzung noch einige Sponsoren notwendig, um die interessanten Ideen in die Tat umsetzen zu können.
„Etwas enttäuschend ist die Moral der deutschen Firmen, die den Fair-Play-Gedanken und eine Unterstützung der Aktionen kategorisch ablehnen“, so stellv. BJA-Vorsitzender und Workshopleiter Dennis Buttler und hofft, „daß sich bis zum Abflug vielleicht doch noch einige Unterstützer des Fair-Play-Gedankens finden werden“.
Kontakt: Oliver Buttler unter Buttler@DOG-Bewegt.de oder telefonisch unter 0941-206 98 79 oder 0179-734 78 59.
Marina Daub
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