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(Radrennsport)
Bei der 6. Etappe der Tour de France hat Stefan Schumacher (Gerolsteiner) das Gelbe Trikot des Gesamtführenden nach einem Sturz auf der Zielgeraden an den Luxemburger Kim Kirchen (Columbia) verloren. Den Tagessieg in Super-Besse sicherte sich der Italiener Riccardo Ricco (Saunier Duval).
Bei der ersten Bergankunft der "Großen Schleife" überschlugen sich auf den letzten Metern die Ereignisse. Am bis zu zehn Prozent steilen Schlussanstieg versammelte sich die Creme de la Creme rechtzeitig zum großen Finale an der Spitze des Feldes. Etwa 300 Meter vor dem Ziel fuhr der Träger des Gelben Trikots dem Luxemburger Kirchen ins Hinterrad und kam zu Fall - dabei riss Schumacher unter anderem auch seinen Teamkollegen Bernhard Kohl sowie Andy Schleck (CSC) um. Unbeeindruckt von dem Sturz zog der Italiener Ricco den Zielsprint an und sicherte sich bei seiner zweiten Tour-Teilnahme den ersten Etappensieg. "Ich freue mich, dass ich meinem Team diesen Sieg bei der Tour schenken kann. Ich habe 300 Meter vor der Linie gesehen, dass Valverde etwas langsamer wurde, und das war der perfekte Moment für mich, um loszuziehen. Also habe ich so schnell getreten, wie ich nur konnte", sagte der Giro-Zweite Ricco. Der Spanier Valverde kam nicht mehr an das Hinterrad des 24-Jährigen und musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Cadel Evans aus Australien komplettierte als Dritter das Podium.
Schumacher frustriert
"Ich verstehe nicht, dass mich Kirchen über den Haufen fährt. So ist das nicht fair, das Trikot zu verlieren. Das ist wie ein schlechter Film", klagte der Pechvogel nach dem Verlust des "maillot jaune" sichtlich enttäuscht. Der Sieger des Einzelzeitfahrens büßte im Ziel 32 Sekunden auf den Etappensieger Ricco ein und fällt somit im Gesamtklassement auf den dritten Platz (+0:16 Minuten) hinter Evans (Silence/+0:06) ab. Kirchen, der als Fünfter hinter Franck Schleck (CSC) ins Ziel kam, sah die Situation etwa anders: "Ich bin sehr überrascht, das zu hören. Vor mir stoppte ein Fahrer ab, deshalb musste ich auch bremsen und konnte nicht versuchen, um den Sieg zu sprinten."
Chavanel zeigt sich kämpferisch
Die erste Bergetappe der "Grande Boucle" über 195,5 Kilometer von Aigurande nach Super-Besse forderte von den 176 Fahrern vor allem gute Kletter-Qualitäten. Bei Temperaturen um die 27 Grad wurde die Fahrt durch das Zentralmassiv von Beginn an jedoch wieder einmal von einer Ausreißergruppe bestimmt - der Franzose Sylvain Chavanel (Cofidis) setzte sich bereits nach sechs Kilometern mit zwei Landsmännern vom Feld ab und ging auf Punktejagd im Kampf um das Bergtrikot. Noch vor dem Schlussanstieg beendete das Peloton die Flucht der Ausreißer und die Karten wurden neu gemischt. Während das Team Gerolsteiner über weite Strecken die Tempoarbeit leistete, spannten sich in der Schlussphase die Jungs von Caisse d'Epargne vor das Feld. Im weiteren Verlauf attackierten immer wieder einige Fahrer - niemand konnte sich jedoch entscheidend absetzen.
Hushovd dank Kirchen in Grün
Die "Flucht" hat sich für den 29-jährigen Chavanel ausgezahlt, denn der Cofidis-Kapitän übernimmt das "maillot à pois" des besten Kletterers von seinem Landsmann Thomas Voeckler. Neben dem Gelben Trikot konnte sich der Columbia-Kapitän auch über das Grüne Trikot des besten Sprinters freuen, dass jedoch weiterhin der Norweger Thor Hushovd tragen wird, da Kirchen bereits in Gelb fährt. Bester Nachwuchs-Fahrer bleibt weiterhin der Schwede Thomas Lövkvist (Columbia).
Eurosport
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