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Tour de France - Cavendish sprintet Zabel und Co. davon

09.07.2008
Radrennsport: Tour de France - Cavendish sprintet Zabel und Co. davon
Foto: keine Quelle wurde angegeben
 

(Radrennsport) Mark Cavendish hatte auf der längsten Etappe über 232 Kilometer die Nase im Massensprint vorne und sicherte sich seinen ersten Tagessieg bei der "Großen Schleife". Der 23-Jährige verwies Oscar Freire sowie Erik Zabel auf die weiteren Plätze. Stefan Schumacher hat das Gelbe Trikot verteidigt.

Für den Französischen Meister Nicolas Vogondy hätte die 5. Etappe von Cholet nach Chateauroux kein bittereres Ende nehmen können - der Agritubel-Fahrer hatte sich bereits nach elf Kilometern mit zwei Landsmännern abgesetzt und wurde erst knapp 200 Meter vor dem Ziel von den heranfliegenden Sprintern eingeholt. In einem packenden Finale musste sich der 38-jährige Zabel dem 15 Jahre jüngeren Cavendish sowie dem 32-jährigen Freire geschlagen geben. "Der Wind hat heute natürlich eine Rolle gespielt. Ich muss aber ehrlich sagen, dass Cavendish klar gezeigt hat, dass er der Schnellste ist. Was er in diesem Jahr geleistet hat, ist schon sehr respektabel. Insgesamt hatte ich auf dieser Etappe das Gefühl, dass die Teams die Ausreißer an der langen Leine ließen", sagte der Milram-Kapitän im Ziel.

"Das Beste, was passieren konnte"

Der Columbia-Fahrer von der Isle of Man eröffnete auf der 8,50 Meter breiten Zielgeraden den Massensprint und zog diesen auch bis ins Ziel durch. Zwar konnte sich Freire an sein Hinterrad klemmen, doch der Spanier kam - im Windschatten lauernd - nicht mehr an Cavendish vorbei. "Dieser Erfolg ist das Beste, was mir passieren konnte. Ein Sieg bei einer Tour-Etappe ist für jeden unglaublich, das bedeutet mir so viel", freute sich der zweifache Giro-Etappensieger Cavendish.

Stefan Schumacher konnte das Gelbes Trikot des Gesamtführenden ohne größere Probleme verteidigen, auch wenn es der Gerolsteiner-Fahrer zwischenzeitlich virtuell an den Franzosen Lilian Jégou (Francaise des Jeux) verloren hatte. Die dreiköpfige Ausreißergruppe hatte nach knapp 50 Kilometern einen Vorsprung von über acht Minuten auf das Hauptfeld, in dem fast über die gesamte Distanz das Team des Mineralwasser-Herstellers die Führungsarbeit geleistet haben. Auf den letzten Kilometern versammelten sich erwartungsgemäß auch die Sprinterteams Crédit Agricole und Columbia zahlreich an der Spitze des Peloton - um ein Haar hätten sich die schnellen Jungs jedoch erneut verkalkuliert.

"Bergkönig" beendet Tour

Einen rabenschwarzen Tag erlebte der Kolumbianer Mauricio Soler, der nach seinen zahlreichen Stürzen auf den ersten drei Etappen bereits einen Rückstand von 17:46 Minuten auf Schumacher hatte. In der neutralen Zone stürzte der Barloworld-Kapitän erneut auf seinen bereits gebrochenen Finger, brach sich das Handgelenk und musste die Tour nach wenigen Kilometern beenden. Der Bergkönig der vergangenen Saison kann das Gepunktete Trikot des besten Kletterers also nicht verteidigen.

Heinrich Haussler stürzte knapp drei Kilometer vor dem Ziel in einer Kurve schwer, blieb minutenlang am Boden liegen und kam mit einem Rückstand von 6:30 Minuten ins Ziel. "Zuerst war er nicht ansprechbar. Wir wissen noch nicht, was er hat und ob er weiterfahren kann", sagte Gerolsteiner-Sportdirektor Christian Henn.

Schumacher verteidigt Gelbes Trikot

"Ich bin nicht hier, um die Tour de France zu gewinnen. Ich wollte das Trikot tragen und eine Etappe gewinnen. Alles andere ist jetzt ein Bonus", sagte der 26-jährige Schumacher nach seinem ersten Tag in Gelb. Im Gesamtklassement hat es keine besonderen Veränderungen gegeben - Schumacher führt vor der ersten Bergetappe weiterhin mit zwölf Sekunden vor dem Luxemburger Kim Kirchen (Columbia) sowie dem Briten David Millar (Garmin-Chipotle). Der Australier Cadel Evans (CSC) folgt auf Platz vier mit 21 Sekunden Rückstand. Mitfavorit Alejandro Valverde stürzte auf der heutigen Etappe, erlitt Hautabschürfungen sowohl an Knie und Ellenbogen, kam aber mit dem Feld ins Ziel. Der Spanier hat als 17. einen Rückstand von 1:27 Minuten.

Nach seinem vierten Platz übernimmt der Norweger Thor Hushovd (Crédit Agricole) das Grüne Trikot des besten Sprinters. Mit 88 Punkten führt der 30-Jährige vor Freire (85) und dem ehemaligen Träger des "maillot vert", Kim Kirchen (81). Zabel liegt mit 72 Zählern auf dem vierten Platz.

Eurosport



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