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(Fußball)
Hiermit schlage ich die Zulassung einer weiteren Mannschaft zur Euro 2008 vor: Die Elf der Daheimgebliebenen!
Die Aufstellungen der Nationalmannschaften vor großen Turnieren werden in allen Ländern traditionell stärker diskutiert als beispielsweise die Zusammensetzung eines neuen Kabinetts. Das war dieses Jahr angesichts „spektakulärer“ Nicht-Nominierungen nicht anders.
So müssen sich die EM in Österreich und der Schweiz gar so viele größere und kleinere Stars vor dem heimischen Fernseher anschauen, dass man daraus ohne weiteres ein eigenes Team erstellen könnte. Ein Team, so finde ich, welches wir alle teilnehmen sehen sollten.
Für die Position des Torhüters gibt es gleich mehrere Kandidaten. Logisch, der ausgebootete Timo Hildebrand wäre einer, aber es sollte dennoch Frank Rost spielen. Der bringt die nötige Erfahrung mit und ist zudem ein Topmann. (Hätte Deutschland zum Beispiel 2002 zum WM-Titel verholfen!) Laut kicker-Noten war Rost der viertbeste Bundesligakeeper letztes Jahr. Hinter Adler, Benaglio und Enke. Aber die sind ja leider vergeben.
Die Abwehr wird durch den Franzosen Philippe Mexes, den Schweizer Mario Eggimann (Heimvorteil!) und Manuel Friedrich gebildet. Hinzu kommt für die Standards Christian Pander. Außerdem macht er – und das ist statistisch belegt – in jedem zweiten Länderspiel ein Tor.
Diese Defensivabteilung ist zwar auf den ersten Blick nicht so überzeugend, wird aber durch Rost von hinten und Marc van Bommel (Niederlande) als Fels in der Brandung im Mittelfeld hervorragend unterstützt. Vor van Bommel schalten der Türke Yildirai Bastürk, der portugiesische Star Maniche und Newcomer Marko Marin, den ich einfach gerne spielen sehen will, in der Zentrale. Und auf Außen natürlich.
Das Prunkstück dieser Mannschaft aber bildet der Angriff. Mit dem Spanier Raúl, David Trezeguet aus Frankreich, Hakan Sükür aus der Türkei sowie dem Kroaten Eduardo da Silva stehen gleich mehrere Kandidaten zur Rotation bereit, die allesamt sehr erfolgreiche Länderspieltorjäger sind. Dieser Sturm dürfte bei allen anderen Teilnehmern seinesgleichen suchen.
Theoretisch ist der Einsatz dieser Akteure gewährleistet, da sie für Nationen spielberechtigt sind, die sich alle sportlich qualifiziert haben. Mit Ausnahme der Schweiz natürlich, die als Gastgeber automatisch dabei ist. Und durch ihre jeweilige Nichtberücksichtigung ist keine fehlende Motivation zu erwarten, so dass dem Titel eigentlich nichts mehr im Wege steht.
Klar gäbe es so kurz vor dem Beginn noch einige organisatorische Probleme, aber da könnte sich die UEFA sich sicher eine kreative Lösung einfallen lassen. Vielleicht streicht man einfach eines der Gastgeberländer, denn die nehmen ohnehin einen Qualifikationsplatz zu viel ein. Da wäre ein Entscheidungsspiel vorstellbar. Das müsste allerdings die Schweiz gewinnen, sonst fiele Eggimann raus. Aber da mache ich mir nicht so große Sorgen.
Vorschläge für weitere Kandidaten sind übrigens gern gesehen. Und einen Trainer bräuchte die Truppe auch noch...
Bild von dr. motte auf flickr.com
Stichwörter:
Fußball,
Fußball-EM 2008