|
|
|
Foto: keine Quelle wurde angegeben
|
|
(Fußball)
Erneute Wende im 'Wechsel-Theater' um Lukas Podolski: Bayern München gibt den unzufriedenen Nationalstürmer und EM-Helden, der einen Vertrag bis 2010 hat, doch nicht frei.
'Sport Bild' hatte berichtet, der 23-Jährige dürfe den Meister für eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro verlassen. Eine hohe Summe - mit der die Bayern-Bosse Podolski dennoch entgegenkommen wären. Denn nach den glänzenden Leistungen des 'Mittelfeld-Stürmers' bei der EM (3 Tore) häufen sich die Anfragen von Top-Klubs wie Juventus Turin, Tottenham Hotspur oder Manchester City, die 'Prinz Poldi' haben wollen. Der Marktwert des Angreifers liegt derzeit bei mehr als 20 Millionen Euro. So viel kann der 1. FC Köln nicht bezahlen. Aber Podolski will unbedingt zu seinem Heimatverein zurück.
"Das ist eine totale Ente", sagte Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge auf der ersten Pressekonferenz des neuen Trainers Jürgen Klinsmann. Podolski werde nicht verkauft. Diese Aussage sei endgültig. "Ich habe meinen Kollegen Michael Meier angerufen und ihm gesagt, dass das so ist und dass er seinen Trainer dahingehend sensibilisieren und sich in dieser Angelegenheit zurückzunehmen", so Rummenigge über den Manager des 1. FC Köln und dessen Trainer Christoph Daum.
In einem Gespräch hatte Podolskis Berater Kon Schramm Rummenigge laut 'Sport Bild' zuvor gesagt, dass es für Podolskis großen Wunsch, nach Köln zurückzukehren, sportliche wie auch private Gründe gebe. Ein Argument, das die Bayern nicht kalt lasse, so die 'Sport Bild'. Sie würden Podolski ziehen lassen, wenn denn Ersatz da wäre für ihn. Noch hofften sie auf einen Transfer von Nationalstürmer Mario Gomez vom VfB Stuttgart.
Und was sagt Podolski? "Ich weiß natürlich von den Anfragen aus dem Ausland, die sportlich sehr attraktiv sind", zitiert die 'Sport Bild' den frisch gebackenen Vater. "Köln wäre für mich dagegen eine Herzensangelegenheit. Ich fühle mich dort wohl und habe dort meine Famile. Da spielt natürlich auch die Geburt meines Sohnes mit rein. Ich glaube, Bayern versteht das."
Der 1. FC Köln wollte alles tun, um den Kraftakt 'Poldi'-Rückkehr zu stemmen. Und Podolski will sich auch nicht finanziell verschlechtern. "In Köln wie auch bei ein paar anderen Klubs wüsste ich, dass auf mich gesetzt würde", so Podolski. Bei der Bayern war das anders. In der vergangenen Saison hatte er sich selbst gesetzt - auf die Ersatzbank.
Vor zwei Jahren war Podolski vom 1. FC Köln nach München gewechselt. Die Ablöse damals: 10 Millionen Euro puls Abschiedsspiel. Richtig eingelebt hat er sich nie - weder beim FC Bayern noch in München. "Es ist jetzt an den Vereinen, miteinander zu sprechen", so Podolski. "Ich persönlich würde mir eine schnelle Entscheidung wünschen. Schließlich will ich mir nicht den ganzen Urlaub Gedanken machen." Aufsteiger Köln hätte an seine finanziellen Grenzen gehen müssen, um den Mega-Transfer zu realisieren. Trainer Christoph Daum hätte Podolski natürlich liebend gern. Er wäre quasi seine 'Nicht-Abstiegs-Garantie' gewesen ...
Stichwörter:
FC Bayern München,
Fußball,
Lukas Podolski,
München