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(Fußball)
Das Chaos um die Regionalliga-Relegationsspiele wird immer größer, für die GSV-Fußballer verlängert sich die Saison um weitere drei Wochen: Nachdem noch immer nicht feststeht, welche Teams die Lizenz vom Deutschen Fußballbund für die Regionalliga bekommen, hat der NOFV jetzt folgende Regelung getroffen: Erst am kommenden Mittwoch, 11. Juni, gibt der Verband die konkreten Ansetzungen für die beiden Viertplatzierten der Nord- und Südstaffel bekannt. Aktuell sind dies der Aufsteiger Greifswalder SV 04 sowie Sachsen Leipzig. Die erste Finalpartie sollte bereits am Sonntag im Leipziger Zentralstadion stattfinden. Diese Begegnung wurde abgesagt. Die jetzige Regelung lautet: Am Wochenende 14./15. Juni hat demnach der GSV 04 das Hinspiel nun erst im heimischen Volksstadion auszutragen. Das Rückspiel findet entsprechend am Wochenende darauf in Leipzig statt. Die konkreten Spieltage legt der NOFV am 11. Juni endgültig fest. Dann müssen auch die beiden Relegationsteams bekannt sein. Denn momentan halten sich hartnäckig die Gerüchte, dass einige der sechs Direktaufsteiger beider Staffeln die DFB-Auflagen nicht erfüllen können und somit die Aufstiegslizenz verwehrt bleibt. Währenddessen gehen die Planungen für den Aufstieg im Umfeld voran. Die Greifswalder Bürgerschaft muss am morgigen Donnerstag in einer außerordentlichen Sitzung die Finanzzuschuss von ca. 750 000 Euro für den Stadionumbau beschließen. Der DFB hat hohe sicherheitstechnische Auflagen wie Sicherheitszaun um die Spielfläche für die Lizenzerteilung aufgebrummt. Das Hauptgebäude mit Gästekabinen muss umfassend saniert werden, ein Container als Zwischenlösung ist im Gespräch. Wird man baulich nicht rechtzeitig fertig, ist eine Ausweichvariante für die Heimspiel im Gespräch. Das einzige regionalligataugliche Stadion im Bundesland M-V ist die DKB-Arena in Rostock. Diesbezüglich sind der FC Hansa sowie der DFB angefragt.
Aus Greifswalder Sicht bedauert man sportlich die derzeitig terminliche Unklarheit für die Aufstiegsspiele, musste die Fanbusse bereits absagen. Dennoch: Jetzt wollen die Greifswalder unbedingt die Sensation schaffen und das Relegationsduell für sich entscheiden. Nach einer Supersaison des Oberliga-Neulings mit Rang vier soll die in Stadt und Region ausgelöste Euphoriewelle mit dem Aufstieg in die Regionalliga gekrönt werden. Allerdings wissen die Hansestädter auch: Mit den Kickern von Sachsen Leipzig hat man die aus sportlicher Sicht denkbar schwierigste Hürde zu meistern. Dennoch gibt man sich bei den acht Auswärtserfolgen sowie zwei Remis in 14 Oberligaspielen auf fremdem Geläuf optimistisch. Daheim gegen Leipzig will das Team von Trainer Andreas Zachhuber mit einer guten Ausgangsposition die Grundlage für einen Gesamterfolg legen. Entscheidend wird sein, wie die GSV-Jungs mit der erwarteten Kulisse von über 20 000 Zuschauern im Rückspiel in Leipzig zu recht kommen werden.
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Greifswalder SV 04