(Gewichtheben)
KSV Kitzingen mit Verletzungen Tribut zollen und hat Probleme mit der Schwergewichts-Fraktion
Ohne Alexander Heib chancenlos in Waldkirchen
KSV Kitzingen mit Verletzungen Tribut zollen und hat Probleme mit der Schwergewichts-Fraktion
Die Gewichtheber des Kraftsportverein (KSV) Kitzingen kommen bislang in Saison 2010/2011 der 2. Bundesliga Süd auf keinen grünen Zweig. Beim Abschlusstraining zum dritten Wettkampftag in Waldkirchen verletzte sich Neuzugang Alexander Heib und fiel kurzfristig aus. Dafür musste Torsten Zehner einspringen, der verletzungsbedingt unter normalen Voraussetzungen nicht zum Einsatz gekommen wäre, notgedrungen aushelfen.
"Es hat in unserer Schwergewichts-Fraktion gehapert", kommentierte Trainer Erwin Gilch die Stippvisite im tiefsten Bayerischen Wald. Denn Zehner hob im Reißen seine Anfangslast von 90 Kilogramm und ließ die anderen Versuche sausen, weshalb kein Relativpunkt für ihn übrig blieb. Im Stoßen brach er ebenfalls vorzeitig nach zwei Versuchen bei 125 Kilogramm ab, erntete dafür aber wenigstens 29,5 Relativpunkte. Der dritte in der KSV-Schwergewichts-Fraktion, Armin Uhl, hatte große Probleme weil er nach seiner langen Verletzungspause einen hohen Wettkampf- und Trainingsrückstand hat. Schon die Anfangslast von 113 Kilogramm im Reißen misslang dem 19-Jährigen. Er holte sie dann zwar im zweiten Versuch nach, scheiterte dann aber an 120 Kilogramm. Der Albertshöfer konnte in den vergangenen beiden Wochen endlich normal trainieren, "aber der Armin ist noch nicht so weit, die Trainingsleistungen voll im Wettkampf umsetzen zu können", sagte Erwin Gilch. Für Uhl standen im Stoßen bei zwei Fehlversuchen nur 140 Kilogramm zu Buche, weshalb ihm derzeit 15 Kilogramm auf seine Zweikampf-Bestleistung fehlen. "Armins Aussichten für die Deutschen Juniorenmeisterschaften in zwei Wochen sind nicht toll", ist die Erwin Gilch der Lage bewusst. Wenn such bei Uhl nicht plötzlich eine Leistungsexplosion einstellen sollte und bei der DM nicht vorne landen kann, droht er aus dem Bundeskader des Deutschen Gewichtheberverband heraus zu fallen, weil er auch die Kadernorm diese Saison nicht erfüllen konnte. Mit 85,8 Relativpunkten war den Deutsche A-Jugend-Meister des Vorjahres zwar bester Punktesammler in Waldkirchen, doch konnte er die dreistellige Relativquote nicht realisieren um die Vorgabe von Erwin Gilch und seinem Trainerkollegen Michael Fischer in die Tat umzusetzen. Denn die Coaches hatten für den Wettkampf gegen den TSV Waldkirchen ein Mannschaftsergebnis von 450 Relativpunkten auf die Agenda gesetzt, die unter den geschilderten Voraussetzungen in der "schweren Gruppe" der Heber natürlich nicht machbar war.
Dagegen brachten die KSV-Heber mit weniger Körpergewicht ansprechende Leistungen, allen voran Stefan Aßmann mit 76 Relativpunkten. Er kam im Reißen mit 99 Kilogramm bis auf zwei Kilogramm an seine persönliche Bestmarke heran und scheiterte im Stoßen nur knapp an der neuen Bestmarke von 130 Kilogramm. Seine guten Vorstellungen der vergangenen Wochen bestätigte Thomas Stöhr. Er markierte mit 93 Kilogramm eine persönliche Reißen-Bestleistung, steigerte auch seine Zweikampfleistung leicht auf 204 Kilogramm und erzielte 65 Relativpunkte. Benjamin Uhl fiel dadurch auf, dass er als einziger KSV-Kraftmeier sechs gültige Versuche zeigte. Bei einer Zweikampfleistung von 222 Kilogramm steuerte er 62,4 Relativpunkte zum Mannschaftsergebnis bei. Eine aufsteigende Tendenz ließ Johannes Dworschak erkennen, der mit der Zweikampfleistung von 218 Kilogramm aufwartete und sich bei 55,2 Relativpunkten gegenüber der Vereinsmeisterschaft um gut zehn Punkte steigern konnte. "Hut ab, vor den Jungs, die Moral stimmt absolut", stellte Erwin Gilch seinen Mannen ein gutes Zeugnis aus, trotz der nicht vorhandenen Siegchance und der klaren 373,9:437,5-Niederlage kämpften sie in Waldkirchen bis zum Schluss.
Beim Blick auf die Tabelle der 2. Bundesliga Süd kommt für die Kitzinger keine Freude auf, nehmen sie doch mit 0:6 Punkten nur den vorletzten Platz ein, vor dem ebenfalls sieglosen ESV München-Neuaubing. Mannschaftsergebnisse von unter 400 Punkten entsprechen höchstens Bayernliga-Niveau - wohin die Reise des KSV derzeit zu gehen scheint.
Quelle: DIE KITZINGER - 24. November 2010
geschrieben Hartmut Heß
Waldkirchen hebt zu stark
Kitzingen verliert erneut
(wro) Nach der dritten Niederlage im dritten Wettkampf bleiben die Gewichtheber des KSV Kitzingen im Tabellenkeller. Beim Tabellenzweiten TSV Waldkirchen verloren sie klar mit 373,9:437,5.
Bester Kitzinger Relativpunkte-Sammler war Armin Uhl, der erst wieder seit zwei Wochen richtig trainieren kann. Zwar gelang ihm jeweils nur der zweite Versuch, mit 253 kg im Zweikampf steigerte er sich seit der Vereinsmeisterschaft aber um 13 Kilogramm.
Stefan Aßmann blieb mit 99 kg im Reißen nur zwei Kilogramm unter seiner persönlichen Bestleistung. Die 130 kg im dritten Stoßversuch hätten eine Verbesserung seiner Stoßbestleistung von 128 bedeutet. Thomas Stöhr stellte mit 93 kg seine Reißbestleistung ein und verpasste mit 111 kg seine Stoßbestleistung (113) nur knapp. Seine Zweikampfbestleistung verbesserte er von 203 auf 204 kg. 55,2 Relativpunkte unterstreichen die aufsteigende Formkurve von Johannes Dworschak, der fast zhn Punkte mehr als bei der Vereinsmeisterschaft schaffte.
Im Abschlusstraining am Mittwoch vor der Begegnung verletzte sich Alexander Heib, so dass Torsten Zehner kurzfristig einspringen musste. Weil er selbst zur Zeit nicht richtig fit ist, steuerte er nur 29,5 Punkte zur Mannschaftswertung bei. Die Mannschaft komplettierte Benjamin Uhl, der mit sechs gültigen Versuchen eine zuverlässige Leistung lieferte.
2. Bundesliga Süd
Begegnungen vom 20.11.2010 (3. Wettkampftag)
TSV Waldkirchen – KSV Kitzingen 437,5 : 373,9
AC Weiden – ESV München-Neuaubing 423,8 : 305,7
Tabelle nach 3 Begegnungen:
1. AC Weiden 832,8 : 686,9 6 : 0
2. TSV Waldkirchen 881,5 : 802,9 5 : 1
3. HG Regensburg 815,0 : 789,8 4 : 2
4. KSV Kitzingen 755,1 : 846,5 0 : 6
5. ESV München-Neuaubing 651,5 : 809,8 0 : 6
Kitzinger Ergebnisse
Reißen Stoßen Relativ
Thomas Stöhr 93 111 65,0
Stefan Aßmann 99 125 76,0
Benjamin Uhl 98 124 62,4
Johannes Dworschak 100 118 55,2
Armin Uhl 113 140 85,8
Torsten Zehner 90 125 29,5
Quelle: MAIN-POST - 25. November 2010
geschrieben Wilhelm Roos
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